Weniger Chemikalien in Lebens- und Futtermitteln
Brüssel/Berlin, 04.02.2006: Die Europäische Kommission hat gestern neue Grenzwerte für Dioxine und dioxinähnliche PCB (polychlorierte Biphenyle) in Lebens- und Futtermitteln festgelegt. Die Rechtsvorschriften zielen auf den kombinierten Gehalt von Dioxinen und PCB und sind ab November 2006 umzusetzen. Die Chemikalien sind toxisch und können zu Krebserkrankungen, Hormonstörungen, Fortpflanzungsproblemen, Hautschäden oder Störungen des Immunsystems führen.Sie bauen sich nur langsam ab, belasten die Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt dauerhaft und reichern sich in der Beziehung zwischen Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden (Räuber-Beute oder Parasit-Wirt).Nahrungskette an. Mit diesen Höchstwerten geht die Kommission einen weiteren Schritt zum Schutz der Verbraucher vor langfristigen Schäden, die durch die Aufnahme von Dioxinen und P. (Polychlorierte Biphenyle) gehören zur Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe.PCB entstehen, sagte EU-Verbraucherschutzkommissar Markos Kyprianou. Es ist jetzt an den nationalen Behörden, für eine vorschriftsmäßige Überwachung zu sorgen, damit in allen Mitgliedstaaten ein gleichermaßen verlässlicher Schutz gegeben ist.
Bereits seit Juli 2002 gelten Höchstwerte für Dioxine in Lebensmitteln tierischen Ursprungs und in allen Futtermitteln. Da zu diesem Zeitpunkt aber noch keinerlei gesicherte Information über PCB existierten, konnte die EU-Kommission für sie keine Begrenzung festlegen. Mittlerweile gibt es wissenschaftliche Daten, mit deren Hilfe die Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen. Grenzwerte für den kombinierten Gehalt von Dioxinen und PCB bestimmt werden konnten.
Dass die Höchstgehalte nicht überschritten werden, ist in erster Linie die Verantwortung der Lebens- und Futtermittelunternehmen. Nationale Behörden werden Kontrollen durchführen und der Kommission über die Ergebnisse Bericht erstatten. Bis zum 31. Dezember 2008 will die Kommission die Werte erneut prüfen und gegebenenfalls weiter verringern.
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
Weiterführende Informationen:
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Chemikalien":
Gesundheitsrisiko LuftmatratzenBerlin/Frankfurt a. M., 30.05.2010: Zu den neu veröffentlichten Ergebnissen von "Ökotest", nach denen alle von dem Magazin untersuchten Luftmatratzen mit gefährlichen Schadstoffen belastet sind, erklärte Sarah Häuser, Chemieexpertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): Die Badesaison startet mit einer Hiobsbotschaft: Für Kinder kann das Planschen mit Luftmatratzen zum Gesundheitsrisiko werden.
Kaufland und Schlecker nehmen Bisphenol-A-belastete Babyschnuller aus ihren RegalenBerlin, 04.11.209: Hersteller von NUK-, Babylove- und Baby-Nova-Schnullern kündigen Umstellung der Produktion an. Die Handelskette Kaufland und Drogeriemärkte von Schlecker nehmen Bisphenol-A-belastete Babyschnuller aus ihrem Sortiment. Die Umstellung der Produktion ihrer Schnuller auf Bisphenol-A-freie Ausgangsmaterialien kündigten die Hersteller von NUK-, Babylove- und Baby-Nova-Schnullern an.
Schnuller geben Hormone abBerlin, 15.10.2009: Neue Testergebnisse von handelsüblichen Babyschnullern, die Bisphenol A (BPA) enthalten, haben ergeben, dass die hormonell wirksame Chemikalie in den Speichel der Babys übergehen kann. Fünf von sechs untersuchten Schnullerfabrikaten, darunter vier mit Latex-Saugern und eines mit Silikon-Saugteil hätten bereits nach einer Stunde Bisphenol A in Mengen zwischen ein und zehn Mikrogramm pro Liter in eine speichelähnliche Salzlösung abgegeben, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute mit.
Babyschnuller sind Bisphenol-A-belastetBerlin, 01.10.2009: Viele Babyschnuller sind mit hormonell wirksamen Chemikalien belastet. In allen zehn durch ein Testlabor im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) untersuchten Schnullern wurde Bisphenol A gefunden. Diese Substanz steht im Verdacht, Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Gehirnentwicklung und Brustkrebs hervorzurufen.
Stoppt das Gift!München, 31.08.2009: Gemäß des neuen Chemikaliengesetzes REACH kann sich jeder über Gifte in Produkten bei dem jeweiligen Hersteller informieren. Man muss es nur tun. Giftige Chemikalien sind in vielen Alltagsprodukten versteckt und stehen in Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten wie Allergien, ...
Sauberes Wasser - ganz ohne ChemikalieneinsatzOsnabrück, 27.06.2009: An der FH Osnabrück forschen Prof. Dr. Sandra Rosenberger und Prof. Dr. Frank Peter Helmus erfolgreich an einer chemikalienfreien Lösung für den Betrieb von Kläranlagen. Das Kooperationsprojekt, das die Fachhochschule zusammen mit dem Wiesbadener Unternehmen Microdyn-Nadir betreibt, wird nun von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit rund 440.000 Euro gefördert.
Häschen-QuälereiFrankfurt, 24.01.2009: Statt an Versuchstieren sollen Chemikalien künftig an Modellen menschlicher Haut auf Reizstoffe geprüft werden. Zumindest hatte sich darauf eine Kommission der OECD im November 2008 geeinigt. Die Novelle solle umgehend auf EU- und ab Frühjahr auch auf OECD-Ebene umgesetzt werden, hieß es.
Das Jahr 2009: Was verändert sich für die Umwelt?Düsseldorf, 02.01.2009: Das neue Jahr hat wiederum zahlreiche Änderungen für Verbraucherinnen und Verbraucher mit sich gebracht. Sie betreffen viele Bereiche, vom Steuerrecht über das Gesundheitswesen bis hin zum Umweltsektor. Die Verbraucherzentrale hat die wichtigsten Neuerungen im Bereich Umwelt hier für Sie zusammengestellt.
Von Imprägniersprays und TattooentfernernBerlin, 02.01.2009: Ob im Haushalt oder am Arbeitsplatz - täglich haben Verbraucher Kontakt mit Chemikalien. Sind sie über die Risiken der Stoffe und der Anwendung nicht ausreichend informiert, kann es zu Unfällen kommen. Schwerwiegende Vergiftungen sind dabei selten. Doch auch geringe Risiken müssen rechtzeitig erkannt werden, damit Vergiftungssymptome schnell und nachhaltig behandelt werden können.
Sicherheitsauflagen für Spielzeug verschärftBrüssel, 24.12.2008: In der EU verkauftes Spielzeug erfüllt zukünftig die weltweit höchsten Sicherheitsstandards. Mit der heutigen Entscheidung des Europaparlaments über die neuen EU-Vorschriften ist der Weg nun frei für die Herstellung und den Import von sicherem Spielzeug. Gesundheitsschädliche Chemikalien werden verboten, Unfallgefahren durch entsprechende Warnhinweise und Sicherheitsverpackungen eingedämmt und strengere ...
Stand: 5. Februar 2006
Erstellt: 4. Februar 2006
Erstellt: 4. Februar 2006




















Druckansicht