Inserate
Top-News Ernährung und Landwirtschaft
Putenmastskandal: Eidesstattliche Versicherungen der Betriebe nicht gerichtsfest
ÖKO-TEST Kompakt E-Nummern
Ministerin Grotelüschen in Tierquälerei-Skandal verwickelt
: Kühe auf dem „Horrorhof“ in Datzetal wieder geprügelt
ÖKO-TEST Eistee: Zuckerwasser mit Aromen-Mix
Neues PETA-Motiv mit Pamela Anderson verboten
Russischer Zupfkuchen / Neue Folge der „Alles Vegan!“-Kochshow auf PETA TV
Erst lesen, dann lecken
Bei Hitze lieber Gänsewein
Asia-Salate, Endivie und Feldsalat aus eigenem Anbau
Deutschland weiter Weltmeister vor den USA und Frankreich
ÖKO-TEST Apfel-Direktsäfte: Beste Noten für Streuobst
Das traurige Leben der Edeka-Kaninchen
Ampel auf Grün schalten!
Zur Fußball-WM: Eine kulinarische Reise nach Südafrika
Überkapazität der Fangflotte bedroht Bestand des Roten Tuns
Dicker Dorsch, dünner Hering
Lebensmittel: Bilanz aus 85 Tests
Bakterien-Käse: foodwatch stellt Strafanzeige
PETA-Video: Fleischesser lernen vegane Spezialitäten schätzen
Inserate

Pflanzenschutzmittel im Essen : Wie ungesund sind Mehrfachrückstände?

Bonn, 26.11.2005: Das gleichzeitige Auftreten von Rückständen verschiedener Wirkstoffe in einem Lebensmittel ist bei der Risikobewertung zu berücksichtigen. Dr. Rudolf Pfeil vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin wies auf dem 2. Forum Verbraucherschutz im November aber darauf hin, dass systematische wissenschaftliche Ansätze zur Prüfung etwaiger Kombinationswirkungen in der Regel noch nicht verfügbar seien.


"Schon jetzt zieht das BfR für einige wenige Wirkstoffgruppen zur Abschätzung von Mehrfachrückständen so genannte Summenhöchstwerte heran", sagte Dr. Ursula Banasiak, Leiterin der Abteilung Sicherheit von Stoffen und Zubereitungen. Möglich sei dies für bestimmte Fungizide und Insektizide, die einen einheitlichen Wirkmechanismus haben. Der Großteil der Stoffe werde aber nach wie vor einzeln bewertet. Als Kenngrößen für die gesundheitliche Beurteilung werden bei der Festlegung der Höchstmengen sowohl die abgeleiteten Werte für die Langzeitaufnahme als auch die akute Giftigkeit des Wirkstoffes zugrunde gelegt.

Zwischen den festgelegten Höchstmengen und den Konzentrationen, die im Tierversuch giftig wirken, lägen in der Regel zwei- bis dreistellige Sicherheitsspannen. Zur gesundheitlichen Bewertung von Mehrfachrückständen entwickelt das BfR ein Konzept, das auf internationalen Kenntnissen und Erfahrungen aufbaut. Dafür werden vor allem umfangreiche Daten darüber benötigt, wie hoch die Menge eines Stoffes ist, mit der ein Verbraucher aus allen relevanten Quellen in Kontakt kommt.

Vor allem aktuelle Daten zu den Verzehrsgewohnheiten der Verbraucher seien wichtig. Beide Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass eine umfassende gesundheitliche Risikobewertung auch Kombinationswirkungen durch andere Rückstände in Lebensmitteln berücksichtigen müsse. Auch die Einflüsse von beispielsweise Tierarzneimitteln, Zusatzstoffen oder anderen Kontaminanten müssten hierzu herangezogen werden.

Britta Klein

Autor: AID Infodienst

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Pflanzenschutzmittel":
Pflanzenschutzmittelzulassung soll effektiver werdenPflanzenschutzmittelzulassung soll effektiver werden
Berlin, 03.02.2010: EU-Experten diskutierten beim BVL Leitlinien für das neue zonale Zulassungsverfahren. Rund 70 Experten aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben vom 27. bis 29. Januar 2010 beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig über die zukünftige Zusammenarbeit der an der Pflanzenschutzmittelzulassung beteiligten Behörden diskutiert.
Bund und Länder legen Jahresbericht zum Pflanzenschutz-Kontrollprogramm 2008 vorBund und Länder legen Jahresbericht zum Pflanzenschutz-Kontrollprogramm 2008 vor
Berlin, 29.01.2010: Der Vertrieb und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln werden von den Bundesländern intensiv überwacht. Das belegt der Jahresbericht 2008 zum Pflanzenschutz-Kontrollprogramm, der vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) herausgegeben wurde.
Weniger Rückstande von Pflanzenschutzmitteln gefundenWeniger Rückstande von Pflanzenschutzmitteln gefunden
Berlin, 05.01.2010: BVL stellt Ergebnisse der „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2008“ vor. In Lebensmitteln finden sich immer weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Auch die Zahl der Proben, in denen die zulässigen Höchstmengen überschritten wurden, nimmt ab. Dies sind zwei wesentliche Ergebnisse aus der „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2008“, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute in Braunschweig veröffentlicht hat.
Giftige Tomaten im GartenGiftige Tomaten im Garten
Bonn, 03.11.2009: Eine der größten Herausforderungen in Unterglaskulturen ist das richtige Pflanzenschutzmanagement gegen Schadinsekten und Pilzbefall. Ziel dabei ist es, einen auftretenden Befall rechtzeitig zu erkennen, um möglichst wenig Pflanzenschutzmittel einsetzen zu müssen. Zurzeit bieten sich dafür nur zeit- und arbeitsaufwändige Inspektionen der Pflanzen an. Die Entdeckung eines niederländischen Doktoranden der Universität Wageningen könnte den Pflanzenschutz im Unterglasanbau revolutionieren.
Gift in PfifferlingenGift in Pfifferlingen
Düsseldorf, 26.07.2009: Die nächste Pilzsaison steht zwar erst im Spätsommer an, dennoch macht Umwelt- und Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg Importeure und Verbraucher auf die Belastung mit einem Insektenabwehrmittel bei Pfifferlingen aus Russland, Litauen und Rumänien aufmerksam. "Achten Sie beim Einkauf von ...
 Bilanz - Acrylamidgehalte konnten binnen sechs Jahren gesenkt werden Bilanz - Acrylamidgehalte konnten binnen sechs Jahren gesenkt werden
Berlin, 12.03.2009: Bund und Länder legen Bericht über die Einhaltung von Vorschriften des Pflanzenschutzrechts beim Verkauf und bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vor.
Die Gartensaison beginntDie Gartensaison beginnt
Bonn, 10.03.2008: Frühjahrszeit ist Gartenzeit. Da werden Rasen und Beete inspiziert, Balkon und Terrasse frühlingsfit gemacht. Wo sich Unkraut und Moos in Ritzen und auf Platten festgesetzt haben, möchten private Hausbesitzer gerne mit Pflanzenschutzmitteln dagegen vorgehen und die versiegelten Flächen säubern. Doch Vorsicht - schnell ist hier ein Konflikt mit dem Pflanzenschutzgesetz möglich.
Kein Salat ohne NitratKein Salat ohne Nitrat
Berlin, 02.03.2008: Rucola sollte man aufgrund der hohen Nitratbelastung besser nicht regelmäßig in größeren Mengen verzehren. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift test, für die sie Rucola, Feldsalat und Eisbergsalat aus konventionellem sowie Bioanbau auf Pflanzenschutzmittel und Nitrat getestet hat. Pflanzenschutzmittel wurden dabei, wenn ...
Früchtchen mit weniger DurstFrüchtchen mit weniger Durst
Berlin, 20.02.2008: Jetzt kommen sie wieder in die Geschäfte: Früh-Erdbeeren aus Spanien. Der WWF will jetzt mit dem Handelskonzern REWE Group dafür sorgen, dass nur noch Früchte auf den Markt kommen, die hohen Umweltstandards genügen. Denn der Anbau der hierzulande heiß begehrten Früchte ist mit erheblichen Belastungen für die Natur verbunden. Für den WWF ist vor allem der enorme Wasserverbrauch ein Problem.
Gift in Paprika, Tafeltrauben und RucolaGift in Paprika, Tafeltrauben und Rucola
Berlin, 13.10.2007: Säuglings- und Kleinkindernahrung, Eier, verschiedene Käsesorten sowie Leber und Nieren von Rind, Kalb und Schwein waren im Jahr 2006 nur geringfügig mit unerwünschten Stoffen belastet. Nur geringfügig mit Pflanzenschutzmittelrückständen belastet waren Weizen, Auberginen, Bananen, Blumenkohl, tiefgefrorene Erbsen, Melonen sowie Orangensaft und schwarzer Tee. Tomatensaft, ...

Stand: 19. Februar 2006
Erstellt: 26. November 2005