Umweltjournal.de | Ernaehrung und Landwirtschaft  | Artikel Nr.: 9399

Grenzwerte für Nitrat ausgedehnt: Änderung für Spinat und Kopfsalat





Bonn, 17.11.2005: Am 8. November wurde die EG-Verordnung Nr. 466/2001 zur "Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln" geändert. Dies betrifft die Nitratgehalte von Kopfsalat und Spinat. Für sie bestehen Höchstwerte jeweils für das Winter- und Sommerhalbjahr und bei Salat zudem für Freiland- und Unterglasanbau. Die Änderung der EG-Verordnung betrifft allerdings nicht die Grenzwerte, sondern die Zeiträume, in denen sie eingehalten werden müssen.


So schließt das Winterhalbjahr nun bei Spinat und Salat den Monat Oktober ein und dauert bis Ende März. Grund für diese Änderung ist laut der neuen Verordnung zum Einen die Einheitlichkeit bei diesen Gemüsesorten, denn bisher zählte, im Gegensatz zu Salat, der Oktober bei Spinat noch zum Sommerhalbjahr. Zum Anderen wurden laut neuer Verordnung die niedrigeren Sommerhöchstwerte für Spinat im Oktober vielfach überschritten. Daneben werden Veränderungen im Anbau berücksichtigt. Für Folienanbau gelten ab 29. November 2005 die gleichen Grenzwerte wie für Unterglasanbau.

Ausnahmeregelungen bestehen laut der neuen Verordnung bis Ende 2008 für Belgien, Irland, die Niederlande und Großbritannien. Sie dürfen frischen Spinat mit Nitratgehalten über dem Grenzwert in Verkehr bringen, sofern sie in ihrem Hoheitsgebiet erzeugt und auch nur dort verzehrt werden. Für Irland und Großbritannien gilt diese Regelung zudem für ganzjährig geernteten, für Frankreich für den im Winterhalbjahr geernteten frischen Kopfsalat.

Daniela Umbreit
Autor: AID Infodienst
3003 Aufrufe
Stand: 19. Februar 2006
Erstellt: 17. November 2005

Weiterführende Informationen:

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