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Bonn/Berlin, 29.09.2005: Landwirte haben auf dem Gelände des Deutschen Raiffeisenverbandes in Bonn gegen dessen Pro-Gentechnik-Kurs demonstriert. Die Bauern versperrten den Haupteingang des Verbandes mit zwei Traktoren, einer Kuh und Futtermittel-Säcken und forderten auf Plakaten "Wir wollen gentechnikfreie Futtermittel!".Seit Beginn der
Eine Kennzeichnung erleichtert dem Verbraucher das Erkennen bestimmter Materialien und kann so den Kauf umweltfreundlicherer Produkte fördern. Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Futtermittel im April 2004 weigere sich der größte deutsche Futterhändler beharrlich, gentechnikfreie Futtermittel zu verkaufen. Obwohl er diese eingelagert habe, gebe der Raiffeisenverband nicht bekannt, wo sie erhältlich seien. Unterstützt wurden die Bauern bei ihrer Aktion von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft (AbL),
Bioland ist ein Zusammenschluß von 3.500 Biobauern insgesamt 116.000 Hektar Fläche bewirtschaften. Überdies gibt es 600 Verarbeiter, die Bioland-Rohstoffe weiterverarbeiten, wie zum Beispiel Bäcker oder Molkereien. Damit ist Bioland der Größte der neun ökologischen Anbauverbände in Deutschland.Bioland und dem Bund für
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt und
Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.Naturschutz Deutschland (
Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND).
Bernd Schmitz, konventionell landwirtschaftender Bauer in Nordrhein-Westfalen: Ich versuche seit zwei Jahren von Raiffeisen gentechnikfreies Sojaschrot zu kaufen. Bisher ist mir das nicht gelungen, obwohl Raiffeisen im
Dieser Begriff ist leider nicht online verfügbar.Rhein-Main-Gebiet Tonnen von gentechnikfreiem Sojaschrot eingelagert hatte. Ich habe keine Auskunft erhalten, wo es zu kaufen ist. Als treuer Kunde der Raiffeisengenossenschaft bekomme ich nicht die Futtermittel, die ich will. Es wird Zeit, dass Raiffeisen die Interessen der Bauern vertritt!
Gerald Wehde, Bioland e.V.: "Wir ziehen gemeinsam an einem Strang mit den konventionell wirtschaftenden Kollegen, die sich mit uns Bioland-Bauern für eine gentechnikfreie Lebensmittelerzeugung in Deutschland einsetzen. Wir als Biobauern sind gesetzlich zum Einsatz gentechnikfreier Futtermittel verpflichtet, aber auch die konventionellen Kollegen brauchen den Zugang dazu.
In Deutschland seien 80 Prozent des wichtigsten Viehfutters, nämlich Sojaschrot, inzwischen gentechnisch verändert. Dass dieser Anteil so hoch ist, sei vor allem der Geschäftspolitik von Raiffeisen anzulasten.
Georg Janßen, Geschäftsführer der AbL: Raiffeisen nutzt seine Quasi-Monopolstellung, um die Nachfrage nach gentechnikfreiem Futtermittel systematisch zu unterdrücken. Der Verband will keinen Markt für diese Futtermittel. Damit macht er sich zum Handlanger der Gentechnik-
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie. Die AbL will hingegen, wie andere bäuerliche Erzeugergemeinschaften in
Der Name Europa wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa auch, Märkte mit dem Qualitätsmerkmal gentechnikfrei schaffen.
Der Raiffeisenverband verbreite unter den Landwirten die Falschmeldung, die globale Angebotslage sei dafür verantwortlich, dass Europa nur noch gentechnisch veränderte Sojabohnen importieren könne. Dies sei falsch. Beispielsweise sei Brasilien problemlos in der Lage, gentechnikfreie Futtermittel für nahezu 80 Prozent des europäischen Bedarfs zu liefern.
Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin: Raiffeisen nutzt die Kennzeichnungslücke bei tierischen Produkten schamlos aus. Wenn
Ernährungsphysiologisch ist Milch wegen ihres wertvollen Eiweiß, ihres hohen Calciumgehaltes und ihres leicht verdaulichen Fettes von großer Bedeutung für die menschliche Ernährung. Milch, Fleisch und
Eier des Hausgeflügels sowie mancher Wildvögel dienen als Lebensmittel. Hühnereier werden derzeit in Deutschland zu 90 Prozent in Massentierhaltung (intensive Legehennenproduktion) erzeugt. Eier, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln erzeugt wurden, auch als Gentech-Produkte gekennzeichnet wer-den müssten, würde Raiffeisen seine Geschäftspolitik sofort ändern. Deshalb muss sich die zukünftige Bundesregierung für eine schnellstmögliche Einführung der
Eine Kennzeichnung erleichtert dem Verbraucher das Erkennen bestimmter Materialien und kann so den Kauf umweltfreundlicherer Produkte fördern. Kennzeichnungspflicht bei tierischen Produkten einsetzen.
Ein Hintergrundpapier zur Gentechnik-Politik des Raiffeisenverbandes und eine Liste aller Futtermittelhändler, die gentechnikfreies Futtermittel anbieten, ist erhältlich unter Aktuell auf der Seite
www.abl-ev.de/gentechnik/.