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Umweltlexikon
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Der Geflügelhof Schukraft in Gemmingen präsentiert sich als Bauernhof-Idylle mit Hofladen und Café. Doch hinter den Kulissen leiden Tausende Legehennen in verdreckten Käfigen zwischen ihren verwesenden Artgenossen.


Kommenden Dienstag können die Abgeordneten im zuständigen Ausschuss des EU-Parlaments den Weg frei für die Ampelkennzeichnung machen.


In einem persönlichen Brief erhielt Griechenland von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. ein attraktives Angebot.



Erste warme Sonnenstrahlen, zarte Knospen und Schneeglöckchen kündigen es an: Der Frühling kommt und bald ist Ostern.


Kurz vor Beginn der Konferenz des CITES in Doha am 13. März spaltet der Antrag Monacos noch immer die EU:



Insbesondere die Kinder im Land dürften sich über den vielen Schnee und die niedrigen Temperaturen in den vergangenen Wochen gefreut haben.


Wie am Samstag bekannt wurde, soll dem angeblichen „Bio“-Stall von Eierproduzent Hennenberg in Velbert jetzt das Bio-Siegel entzogen werden.


Das bedeutendste Fanggebiet im sogenannten Korallen-Dreieck will seine Fangmethoden zertifizieren lassen.


Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 7718

Zeichen setzen gegen Gen-Soja in Brasilien

Hamburg, 17.12.2004: Bei den brasilianischen Saatgutherstellern schrillen die Alarmglocken! Wie deren Verband Abrasem am Dienstag mitteilte, breitet sich in dem lateinamerikanischen Land der Schwarzhandel mit Gen-Soja-Saatgut aus. Warum es einen Schwarzmarkt dafür gibt? - In Brasilien ist der Handel mit Gen-Saatgut illegal.


Brasilien ist einer der weltgrößten Exporteure für herkömmliche Soja. Gen-Soja-Anbau ist weitestgehend verboten, doch für das letzte und dieses Jahr hat die Regierung in Brasilia Ausnahmegenehmigungen erteilt. Dennoch hat es im Süden des Landes an der Grenze zu Argentinien schon seit längerem illegalen Anbau von Gen-Soja gegeben. Das Saatgut wurde aus dem Nachbarland, wo fast nur noch Gen-Soja wächst, herübergeschmuggelt.

Ivo Carraro, Forschungsdirektor des Abrasem, teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass die Fläche, auf der geschmuggeltes oder illegales Saatgut angebaut wird, angewachen ist. Waren es im Vorjahr rund 7,5 Millionen Hektar - das ist etwas mehr als die Fläche Bayerns -, so umfasse sie dieses Jahr schon 12,5 Millionen Hektar. Das entspricht den vier Bundesländern Niedersachsen, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

"Trotzdem kann Brasilien den europäischen Bedarf an gentechnikfreier Soja, die ohne Urwaldzerstörung hergestellt wurde, noch decken", sagt Henning Strodthoff, Gentechnik-Experte bei Greenpeace. "Es ist jetzt wichtig, den brasilianischen Bauern ein eindeutiges Zeichen zu geben, dass sie mit gentechnikfreier Soja ein Geschäft machen können. Europa muss deswegen Gen-Soja auch als Futtermittel ausschließen."

Für das rasche Anwachsen des brasilianischen Schwarzmarktes macht Carraro den Umstand verantwortlich, dass das geschmuggelte Gen-Saatgut um fast ein Drittel billiger sei als das vom Staat zertifizierte. Dabei weist Carraro daraufhin, dass es auch eine um rund 10 Prozent geringere Ernte beschere.

Strodthoff dazu: "Der brasilianische Markt ist umkämpft. Den Gen-Konzernen käme es gelegen, wenn die Produktion gentechnikfreier Soja in Brasilien zusammenbräche. Denn dadurch wäre weltweit die gentechnikfreie Landwirtschaft gefährdet."

Parana ist die Nummer 2 unter den Soja produzierenden brasilianischen Bundesstaaten. Der Gouverneur, Roberto Requiao, hat angekündigt, kein Pardon mit den Bauern zu haben, die im letzten Jahr ohne Registrierung Gen-Soja angebaut haben. Obwohl die Bundesregierung in ihrer Ausnahmegenehmigung eine Amnestie vorgesehen hat.

"Staatliche Verbote reichen nicht aus", warnt Strodthoff. "Auch die Käufer von Soja sind in der Pflicht: Hier wird der direkte Zusammenhang zwischen der schlechten Firmenpolitik von Müllermilch und dem Anbau von Gen-Soja deutlich. Denn wenn sich Firmen wie Müller klar für gentechnikfreie Soja entschieden, hätten die Landwirte in Brasilien es leichter, die gentechnikfreie Landwirtschaft zu schützen."
Autor: Greenpeace e.V.

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Stand: 17. Dezember 2004
Erstellt: 17. Dezember 2004