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Bis zu zwei Drittel US-Saatgut genverseucht

Hamburg, 24.03.2004: Die US-amerikanische Union of Concerned Scientists warnt vor der massenhaften ungewollten Kontaminierung von Saatgut durch Gen-Pflanzen. Bis zu zwei Drittel der amerikanischen Mais-, Soja- und Rapssamen seien bereits verseucht. Die Folgen seien unkalkulierbar.



Bisherige Schätzungen gingen davon aus, dass höchstens ein Prozent des konventionellen Saatguts in den USA durch genmanipulierte Samen kontaminiert sei. Die neue Studie "Gone to Seed. Transgenic Contaminants in the Traditional Seed Supply" widerlegt diese Annahme.

Die Mikrobiologinnen Margaret Mellon und Jane Rissler von der Union of Concerned Scientists untersuchten konventionelles Saatgut von Mais, Soja und Raps. Sie fanden in der Hälfte der untersuchten Mais- und Sojasamen Gene aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Rapssamen waren sogar zu 80 Prozent verunreinigt.

Die Studie bestätigt, was Kritiker der Gen-Pflanzen fürchten: Ist der Geist erst einmal aus der Büchse, lässt er sich nicht mehr kontrollieren. Was in den USA, einem der Hauptanbauländer genmanipulierter Ackerpflanzen, bereits Realität ist, macht auch vor anderen Ländern nicht Halt.


Die Studie "Gone to Seed" und eine vierseitige Zusammenfassung finden Sie auf der Internetseite der Union of Concerned Scientists: www.ucsusa.org.

Autor: Greenpeace e.V.

Weiterführende Informationen:



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Stand: 24. Maerz 2004
Erstellt: 24. Maerz 2004