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Umweltlexikon
Inserate
Der Geflügelhof Schukraft in Gemmingen präsentiert sich als Bauernhof-Idylle mit Hofladen und Café. Doch hinter den Kulissen leiden Tausende Legehennen in verdreckten Käfigen zwischen ihren verwesenden Artgenossen.


Kommenden Dienstag können die Abgeordneten im zuständigen Ausschuss des EU-Parlaments den Weg frei für die Ampelkennzeichnung machen.


In einem persönlichen Brief erhielt Griechenland von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. ein attraktives Angebot.



Erste warme Sonnenstrahlen, zarte Knospen und Schneeglöckchen kündigen es an: Der Frühling kommt und bald ist Ostern.


Kurz vor Beginn der Konferenz des CITES in Doha am 13. März spaltet der Antrag Monacos noch immer die EU:



Insbesondere die Kinder im Land dürften sich über den vielen Schnee und die niedrigen Temperaturen in den vergangenen Wochen gefreut haben.


Wie am Samstag bekannt wurde, soll dem angeblichen „Bio“-Stall von Eierproduzent Hennenberg in Velbert jetzt das Bio-Siegel entzogen werden.


Das bedeutendste Fanggebiet im sogenannten Korallen-Dreieck will seine Fangmethoden zertifizieren lassen.


Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 5724

Eierproduzenten verpassen Marktchance

Berlin, 27.11.2003: Durch ihre Blockade der geltenden Legehennenverordnung verbauen sich die deutschen Eier-produzenten den Einstieg in die Märkte der Zukunft. Das erklärte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf einer Pressekonferenz in Berlin. Allein beim größten Lebensmittel-discounter sei der Anteil an Freilandeiern in den letzten fünf Jahren von zehn auf fast vierzig Prozent sprunghaft gestiegen.

Trotzdem würden die hiesigen Eierproduzenten nichts unversucht lassen, um das Ende der tierquälerischen Käfighaltung hinauszuschieben. Hubert Weiger, agrarpolitischer Sprecher des BUND: "Wenn der Bundesrat morgen über die Legehennenverordnung befindet, dient als Entscheidungsgrundlage eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die artgerechte Tierhaltungsformen als tierfeindlich denunziert. Die Studie basiert aber auf Datenmaterial, das weder repräsentativ noch wissenschaftlich seriös ist. Somit ist das Hauptargument für die Beibehaltung von Käfigen obsolet. Die Bundesländer müssen die Legehennenverordnung lassen wie sie ist, sonst missachten sie ihre Verantwortung für mehr Tierschutz, die ihnen vom Bundesverfassungsgericht zugewiesen wurde. Hühnerkäfige gehören ohne Wenn und Aber verboten."

Der BUND hat die Studie über die angeblich negativen Wirkungen der artgerechten Hühner­haltung analysieren lassen. Das Institut für Angewandte Nutztierethologie und Tiergerechte Nutztierhaltung der Universität Kassel kommt zu dem Ergebnis, dass wichtige Fragen der Tierernährung, der Vererbung und der Aufzuchtbedingungen unberücksichtigt blieben. Zudem sei die Stichprobenzahl in der Fragebogen-Studie viel zu gering um repräsentativ zu sein, basiere lediglich auf Selbstauskünften der Hühnerhalter und weise eine Reihe weiterer methodischer Fehler auf.

BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning: "Auch das Argument der Hühnerbarone, sie würden ihre Produktionsstätten wegen des Käfigverbots ins Ausland verlagern, zieht nicht. Jetzt schon importiert Deutschland 3,9 Milliarden Eier überwiegend aus EU-Staaten mit weit höherem Freilandhaltungsanteil als bei uns. Die angeblich für die Produktionsverlagerung in Frage kommenden Drittländer sind außerdem in Kürze ebenfalls Teil der EU, in der konventionelle Käfige ab 2012 verboten sind. Und wenn Käfigeier eindeutig als solche gekennzeichnet sind, werden die Verbraucher sie meiden. Deutschland muss hier seine Marktchancen nutzen. Der Bundesrat sollte die Hühnerbarone morgen an die Leine legen: Die Käfighaltung für Legehennen muss ab 2007 verboten bleiben."
Autor: BUND Freunde der Erde

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Stand: 27. November 2003
Erstellt: 27. November 2003