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Ernaehrung und Landwirtschaft
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Artikel Nr.: 17092
Regional, bio, gesund? "Die Essensfälscher"
Berlin, 07.09.2010: Schwarzwälder Schinken wird zum Räuchern aus ganz Europa in den Schwarzwald gekarrt. Vermeintlich gesunde Bio-Frühstücksflocken können genauso voller Zucker stecken wie die von Nestlé oder Kellogg's. Und wenn Ferrero das deutsche Sportabzeichen sponsert, ist das nichts als ein Ablenkungsmanöver einer Industrie, die Kindern Zuckerbomben in die Brotbüchse mogelt.In seinem neuen Buch "Die Essensfälscher. Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lü
Funktionelle Einheit der Vererbung; abgegrenzter Bereich auf der DNS, der die Information zur Herstellung eines Proteins (z.B. eines Hormons) beinhaltet. gen", das am 8. September 2010 im S. Fischer Verlag erscheint (224 Seiten, 14,95 Euro), entlarvt
foodwatch ist eine gemeinnützige, politisch und finanziell unabhängige Organisation und wurde im Jahr 2002 gegründet.
foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode die ausgeklügelten Täuschungsstrategien der Lebensmittelkonzerne.
Im Lebensmittelmarkt hat die Irreführung System: Die Konzerne stoßen an Wachstumsgrenzen. Niemand kann mehr essen, als der Magen fasst. Echte Neuheiten sind Mangelware, die letzte wirkliche Innovation war die Tiefkühlkost. Mit milliardenschweren Werbekampagnen jubeln die Hersteller den Verbrauchern deshalb scheinbare Neuheiten unter. Diese sind häufig weder neu noch besser, sondern Zusatzstoffcocktails voller
Der Begriff Z. ist laut EWG-Vorschriften und Z.-Arten-Verordnung geschützt und bezeichnet Weiß- und Raffinade-Z.Zucker und Salz, dafür aber teurer.
Thilo Bode zieht in seinem neuen Buch frappierende Parallelen: Wie die Finanzbranche, die durch immer riskantere Geschäfte versuchte immer mehr Rendite zu erwirtschaften, geht es den Lebensmittelkonzernen nicht mehr darum, die Menschen mit guten, gesunden Lebensmitteln zu versorgen - im Vordergrund steht der Gewinn um jeden Preis. "Das Täuschungsspektrum der Konzerne reicht von dreister Mogelei bis hin zur Körperverletzung durch Irreführung", so Bode. Die Politik agiere dabei als Dienstleister der
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie und setze auf Konsens und Runde Tische statt auf wirksame Gesetze. "Die Essensfälscher" ist ein Appell an die Politiker, sich endlich gegen die Partikularinteressen der Lebensmittelindustrie durchzusetzen. Und an jeden Leser, sich die alltägliche Irreführung nicht länger gefallen zu lassen: Protest lohnt sich.
Autor: foodwatch e.V.
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Stand: 7. September 2010
Erstellt: 7. September 2010
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