|
Berlin, 02.03.2010: Paprika, Tomaten und Äpfel ohne jeglichen Rückstand. Die aktuellen Ergebnisse aus dem BNN-Monitoring für Obst und Gemüse beweisen erneut: Frischware im Naturkosthandel ist sicher. 2009 gab es bei über 96 Prozent der untersuchten Proben keinerlei Grund zur Beanstandung.Die in der EU geltende Höchstmenge hielten lediglich 0,4 Prozent der Proben nicht ein. Ein weiteres erfreuliches Ergebnis: Bei Äpfeln, Auberginen, Paprika und Tomaten aus Bioanbau wurden überhaupt keine chemisch-synthetischen
P. sind nach dem Pflanzenschutzgesetz Stoffe, die Pflanzen vor Schadorganismen schützen, Nährstoffmangel verhindern oder beheben oder die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegenüber Schädigungen (Viren, Bakterien, Unkräuter) erhöhen. Pflanzenschutzmittel nachgewiesen.
Betrachtet man die Ergebnisse der letzten sechs Jahre, so zeigt sich, dass die niedrige Zahl der Verunreinigungen und Rückstände auf dem Bio-Frischmarkt tendenziell weiter zurückgeht abgesehen von kleineren Auf- und Abwärtsbewegungen. Dies ist auch auf die sorgfältige Ursachenrecherche bei Pestizidnachweisen zurückzuführen, die ein wesentlicher Baustein des BNN-Monitorings ist. Dieser Mechanismus greift auch, wenn der selbst gesetzte Wert der Naturkostbranche, der BNN-Orientierungswert für
Pestizide sind bioaktive Substanzen, die ubiquitär in der Umwelt verteilt sind. Der Begriff Pestizide steht auch häufig als Synonym für Pflanzenschutzmittel oder Schädlingsbekämpfungsmittel.Pestizide von 0,01 mg/kg, nicht eingehalten wird, wie es 2009 bei 3,7 Prozent der Proben der Fall war.
Seit bereits mehr als sechs Jahren lassen Großhändler und Frucht-Importeure der Naturkostbranche Bio-Obst und Bio-Gemüse systematisch analysieren und erfassen die Ergebnisse in einer gemeinsamen Datenbank. Dieses Monitoring wird koordiniert vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V.
Der konventionelle Handel hat sich dagegen jahrelang gegenüber Forderungen nach mehr Sicherheit bei
Die wichtigsten O.-Arten werden wie Gemüse zur Vermarktung nach Handelsklassen eingeteilt. Obst und Gemüse taub gestellt. Kritiker wurden sogar regelmäßig der Panikmache" bezichtigt. Nun konnte aber auch der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) berechtigte Verbraucherwünsche nach sicheren Lebensmitteln nicht länger ignorieren. Er kündigte an, ein Rückstandsmonitoring für Obst und Gemüse aufzubauen. Mit im Boot sind Edeka, Globus, Kaiser`s Tengelmann, Metro, Rewe und tegut, nicht jedoch Lidl und Aldi.
Damit reagiert der HDE endlich auf seit Jahren überhöhte Rückstandswerte und regelmäßige Überschreitungen der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte, insbesondere bei frischen Kräutern, Zitronen und Feldsalat. Nach neuesten Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sind im Handel nach wie vor mehr als die Hälfte aller pflanzlichen Proben mit Pestiziden belastet (58,6 Prozent). Zudem ist bei weit mehr als einem Drittel mehr als ein Wirkstoff nachweisbar. Bei 4,1 Prozent der Proben das ist mehr als jedes 25. Lebensmittel! - stellen die Labore Höchstmengenüberschreitungen fest.
Im Naturkosthandel hat man mit einem überbetrieblichen System der Qualitätssicherung für Obst und Gemüse bereits langjährige Erfahrung. Die Zahl der Teilnehmer ist ständig gewachsen. Alle Ergebnisse fließen in eine gemeinsame Datenbank ein, so dass jeder auffällige Lieferant auf einen Blick erkennbar ist. Doch noch wichtiger als Statistiken ist im BNN-Monitoring die Ursachenrecherche: Sie schreckt mögliche schwarze Schafe ab und führt seit sechs Jahren zu einer kontinuierlichen Verbesserung der sowieso schon hohen Qualität auf dem Bio-Frischmarkt.
Anders als die konventionellen Handelshäuser glauben machen wollen, kann die regelmäßige Aufnahme von Pestiziden mit an sich gesundem Obst und Gemüse durchaus eine Gesundheitsgefährdung darstellen, insbesondere für Kinder und andere empfindliche Personen. Mehrfachrückstände geben besonderen Anlass zur Sorge, wenn die Forschung hier auch noch am Anfang steht. Sicherer ist es in jedem Fall, vorsorglich möglichst wenige Pestizide zu sich zu nehmen. Bio-Produkte sind dabei, das zeigen die neuesten Ergebnisse aus dem BNN-Monitoring, nach wie vor erste Wahl.
Gleichzeitig ist der Verzicht auf synthetische Spritzmittel, wie er im Ökolandbau selbstverständlich ist, ein Gewinn für die
Artenvielfalt ist die biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Artenvielfalt. Erst jüngst kamen Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen zusammen mit Forschern aus acht europäischen Ländern bei einer breit angelegten Analyse zu einem klaren Ergebnis: Hauptursache für die Verringerung der Tier- und Pflanzenvielfalt in
Der Name Europa wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa sind Spritzmittel wie
Pestizide zur Bekämpfung von Insekten. Bei den I. unterscheidet man vier Gruppen von Wirkstoffen: Chlorierte zyklische Kohlenwasserstoffe (wie DDT, HCB, Endrin) Organische Phosphorsäureester (wie Chlorpyrifos, Parathion), Carbaminsäureester (wie Carbofuran, Methiocarb)und Dithiocarbamate (wie Maneb, Ziram).Insektizide und
Chemikalien zur Bekämpfung parasitärer Pilze und unerwünschter Mikroorganismen in der Landwirtschaft sowie bei Textilien, Teppichen, Farben, Futtermitteln und in der Medizin.Fungizide.
Autor: Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V.