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Umweltlexikon
Inserate
Der Geflügelhof Schukraft in Gemmingen präsentiert sich als Bauernhof-Idylle mit Hofladen und Café. Doch hinter den Kulissen leiden Tausende Legehennen in verdreckten Käfigen zwischen ihren verwesenden Artgenossen.


Kommenden Dienstag können die Abgeordneten im zuständigen Ausschuss des EU-Parlaments den Weg frei für die Ampelkennzeichnung machen.


In einem persönlichen Brief erhielt Griechenland von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. ein attraktives Angebot.



Erste warme Sonnenstrahlen, zarte Knospen und Schneeglöckchen kündigen es an: Der Frühling kommt und bald ist Ostern.


Kurz vor Beginn der Konferenz des CITES in Doha am 13. März spaltet der Antrag Monacos noch immer die EU:



Insbesondere die Kinder im Land dürften sich über den vielen Schnee und die niedrigen Temperaturen in den vergangenen Wochen gefreut haben.


Wie am Samstag bekannt wurde, soll dem angeblichen „Bio“-Stall von Eierproduzent Hennenberg in Velbert jetzt das Bio-Siegel entzogen werden.


Das bedeutendste Fanggebiet im sogenannten Korallen-Dreieck will seine Fangmethoden zertifizieren lassen.


Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 16525

Landwirte für Umweltschutz belohnen

Berlin, 14.01.2010: Der WWF fordert zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin die Bauern finanziell zu entlohnen, die aktiv den Schutz von Klima, Wasser und biologischer Vielfalt betreiben. Spätestens mit dem Inkrafttreten der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik im Jahr 2014 müssen Agrarsubventionen grundsätzlich an ökologische Kriterien gekoppelt werden.

Der WWF stützt sich bei seinen Forderungen auf ein aktuelles Gutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU). Das Beratungsgremium der Bundesregierung fordert von der Landwirtschaft nicht mehr nur die preiswerte Produktion von Lebensmitteln, sondern zugleich einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Dies sei das wichtigste öffentliche Gut, das zukünftig von der Landwirtschaft bereitgestellt werden müsse. „Auch wenn es Agrarlobbyisten alter Schule nicht gerne hören, wir müssen uns davon verabschieden, immer mehr, immer billiger zu produzieren“, so WWF-Agrarreferent Matthias Meissner. Man brauche ein neues Leitbild für die europäische Landwirtschaftspolitik.

Der WWF fordert die Bundesregierung auf, den Rat ihrer eigenen Experten zu befolgen. Ein derart wichtiges Politikfeld dürfe nicht den Interessen der ausschließlich an kurzfristigen Gewinnen orientierten Agrarindustriellen überlassen werden. „Einige Vertreter der Agrarlobby spielen noch immer Blinde Kuh und wollen die essentielle Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz für die wirtschaftliche Zukunft der heimischen Landwirtschaft einfach nicht sehen“, sagt Meissner.

Nachhaltigkeit müsse endlich Leitmotiv werden. Dabei müsse die Agrarpolitik europaweit an den gleichen Umweltstandards gemessen und durch ein einheitliches Subventionssystem gefördert werden. Ausdrücklich begrüßt der WWF die Vorschläge des SRU zur Beseitigung der bisher praktizierten Einkommensübertragung an Landwirte durch die Einführung einer Landwirtschaftpolitik, die Leistungen für den Natur-, Klima- und Ressourcenschutzes honoriere. Sinnvoll sei z.B. eine ökologische Grundprämie, die an etwa zehn Prozent ökologische Vorrangflächen auf der landwirtschaftlicher Nutzfläche und andere Öko-Mindestleistungen gekoppelt sei. Die Vorschläge des SRU, Agrarumweltmaßnahmen auf die Grundprämie aufzusatteln und die Naturschutzleistungen auch ohne zwingenden Bezug zur Landwirtschaft zu fördern, gingen ebenfalls in die richtige Richtung.

In Zeiten von knapperen öffentlichen Mittel müsse genau überlegt werden, welche Reformen langfristig und nicht nur kurzfristig für alle rentabel sind, so der WWF. Vorrang sollten nachhaltig und umweltverträglich arbeitende Bauern erhalten, die die natürlichen Grundlagen für die Landwirtschaft kommender Generationen schützen. Eine flächendeckend intakte Natur sei von wachsender Bedeutung für das wirtschaftliche Wohlergehen der ländlichen Räume.
Autor: WWF Deutschland

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Agrarpolitik":
Landwirte für Umweltschutz belohnen
Berlin, 14.01.2010: Der WWF fordert zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin die Bauern finanziell zu entlohnen, die aktiv den Schutz von Klima, Wasser und biologischer Vielfalt betreiben. Spätestens mit dem Inkrafttreten der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik im Jahr 2014 müssen Agrarsubventionen grundsätzlich an ökologische Kriterien gekoppelt werden.
EU-Agrarpolitik ist gescheitert
Frankfurt, 31.05.2009: Zum heute beginnenden informellen Rat der EU-Landwirtschaftsminister im tschechischen Brzno fordert der WWF ein konsequentes Umsteuern in der Landwirtschaftspolitik. "Unterm Strich hat die bisherige EU-Agrarpolitik auf ganzer Linie versagt, weil sie mehr Probleme schafft als sie löst", so WWF-Agrarexperte Matthias Meißner. "Trotz ...
Grüne Woche: Von wegen Grün
Berlin, 16.01.2008: Mit einer überdimensionierten Kuh hat der WWF zum Auftakt der Grünen Woche ein klimafreundliches Umsteuern in der Agrarpolitik gefordert. Als Früchte und Gemüse verkleidete WWF-Aktivisten verteilten vor dem Eingang Luftballons mit der Aufschrift "Landwirtschaft klimafreundlich machen!" Hintergrund der Aktion: Der Anteil der Landwirtschaft an den klimaschädlichen Treibhausgasen liegt weltweit bei mindestens ...
Internationale Grüne Woche in Berlin eröffnet
Berlin, 16.01.2009: Die elementaren Fragen der Welternährung, der Energieversorgung, des Klima­schutzes und des Ressourcenschutzes sind nur mit einer starken Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft und mit vitalen ländlichen Räumen zu lösen. Erste Voraussetzung dafür ist aber die gesellschaftlichen Anerkennung und die gerechte Entlohnung unserer Bauernfamilien. Dies hob der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, ...
Düngen bis zum Umkippen
Berlin/Meißen, 24.09.2008: WWF Studie: Agrarpolitik versagt beim Gewässerschutz. Die Bauern dürfen sich in diesem Jahr über gute Ernten freuen. Doch die hohen Erträge wurden teuer erkauft. Sie gehen auf den massiven Einsatz von Stickstoffdüngern zurück. Gülle und Mineraldünger sorgen aber nicht nur für gefüllte Scheunen, sondern sie belasten die Gewässer, versauern die Böden, verursachen maßgeblich das Artensterben und stellen ...
Energieeffiziente Landwirtschaft
Köln, 29.04.2008: Wieder einmal steht die internationale Agrarpolitik zu Recht in der Kritik und die gesamte Agrarwirtschaft vor einer großen Herausforderung: Immer mehr Menschen benötigen immer größere Mengen an Lebensmitteln. Die landwirtschaftliche Fläche wird aber auch immer stärker zur Erzeugung von nachwachsenden Rohstoffen genutzt.
Viel Geld für fast nichts
Berlin, 10.04.2008: Heute treffen sich die Landwirtschaftsminister der Bundesländer im sächsischen Grimma zur jährlichen Frühjahrs-Agrarministerkonferenz. Ziel ist es, eine gemeinsame Position zum so genannten Gesundheits-Check der Europäischen Agrarpolitik abzustimmen. Der WWF fordert die Minister auf, ihre Blockadepolitik endlich aufzugeben.
Internationale Grüne Woche: Mehr Klimaschutz auf Acker, Ladentheke und Küchentisch
Berlin, 17.01.2008: Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mehr Einsatz der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft beim Klimaschutz. "Was wir heute essen und wie es produziert wird, entscheidet über das Klima von morgen", so Vorstand Gerd Billen. "Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft können einen maßgeblichen Beitrag leisten und ihre Treibhausgase drastisch reduzieren."
"Gesundheitscheck" der Agrarpolitik
Brüssel, 21.11.2007: Die EU-Kommission hat eine Vereinfachung und Modernisierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorgeschlagen. Ein so genannter "Gesundheitscheck” soll die GAP in die Lage versetzen, besser auf neue Herausforderungen und Chancen einer EU mit 27 Mitgliedstaaten einzugehen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, wie Direktbeihilfen effektiver, Marktstützungsinstrumente umgestaltet und neue ...
Nachhaltige Bioenergieproduktion ist machbar
Gülzow, 16.08.2007: Das Büro für Umwelt- und Agrarplanung "agroplan" hat in einer Studie die Ergebnisse einer Umfrage bei Landwirten und Beratern zum Thema "Bioenergie und Biogasförderung nach dem EEG und ihre Auswirkungen auf Natur und Landschaft" zusammengetragen. Das Biogas-Wachstum kann nach Einschätzung der Befragten positive, im Einzelfall jedoch auch negative Umweltfolgen haben. Die Landwirte waren zudem aufgerufen, Vorschläge ...

Stand: 14. Januar 2010
Erstellt: 14. Januar 2010