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PETA erstattet Strafanzeige gegen deutschen Marktführer für Geflügel-Produktion

Osnabrück / Gerlingen, 12.01.2010: Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. erstattet heute Strafanzeige gegen „Wiesenhof“ – den deutschen Marktführer für Geflügel-Produktion. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, Verstöße gegen die Tierschutz-Schlacht- und Transportverordnung, gegen Seuchen- und Hygieneverordnungen sowie gegen Umweltschutzgesetze und weitere Gesetzlichkeiten.



Auf einer Pressekonferenz im Advena Hotel in Osnabrück berichtete PETA heute Vormittag über die alltägliche Tierquälerei hinter den Kulissen des agrarindustriellen Komplexes und zeigte eine brandneue Undercover-Reportage aus einem Stall im niedersächsischen Twistringen. Besonders brisant: Die angeschuldigten Konzern-Verantwortlichen haben die tierschutzrechtlichen Vorgänge bereits eingeräumt.

„Was hier zu sehen ist muss als Standard-Umgang mit den unter dem Schutz des Grundgesetzes stehenden Mitgeschöpfen gewertet werden“, so Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck von PETA. Der Geflügelproduzent „Wiesenhof“ gehört zur PHW-Gruppe. PETA-Mitarbeiter recherchierten über Monate auf einer Elterntierfarm in Niedersachsen mit ca. 26.000 eingestallten Tieren – und fand dort gravierende, strafrechtlich relevante Missstände: Töten der Tiere durch Genickbruch; sachunkundige Personen, die Impfungen, Blutabnahmen und Tötungen vornahmen; infektiöse Durchseuchung des Tierbestands ohne ordnungsgemäße Behandlung; Transport erkrankter Tiere; brutales Handling der Tiere beim Verladen, das zu erheblichen Verletzungen und Knochenbrüchen führen kann.

Trotzdem trägt „Wiesenhof“ als Unternehmen das QS-Siegel für Qualität und Sicherheit. Angesichts des unfassbaren Tierleids fordert PETA alle Menschen zu einer fleischfreien Ernährung auf. Kostenlose „Veggie Starter Kits“ gibt es auf www.goveggie.de.

Autor: PETA Deutschland e.V.

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Tierschutzgesetz":
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Stand: 13. Januar 2010
Erstellt: 12. Januar 2010