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Regionale und saisonale Lebensmittel sind erste Wahl fürs Klima

Bonn, 06.01.2010: Der Genuss von Lebensmitteln ist für den Verbraucher im Wesentlichen CO2-neutral. Dies betont der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Denn landwirtschaftliche Kulturen hätten unter Nutzung von Sonnenenergie zuvor deutlich mehr CO2 gebunden, als durch die landwirtschaftliche Produktion insgesamt ausgestoßen würde. Verzichtsstrategien seien bei der Ernährung aus Klimaschutzgründen wenig Ziel führend.


Stattdessen sollte sich der Verbraucher für eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit hochwertigen regionalen und saisonalen Produkten entscheiden.


Die Eigenschaft, CO2 aus der Atmosphäre wieder zu binden, unterscheide die Landwirtschaft von allen anderen Wirtschaftsbereichen, so der RLV. Naturgemäß würden aber auch bei der Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse Treibhausgase, wie Methan oder Lachgas, emittiert – diese machen aber nur 5,5 % der weltweiten Treibhausgas-Emission aus. Unter anderem durch technische Innovation und Effizienzsteigerungen hätten diese Emissionen seit 1990 bereits um rund 20 % gesenkt werden können. Die Landwirtschaft, die unmittelbar von Klimaveränderungen betroffen sei, habe ein ureigenes Interesse an einer konsequenten Klimaschutzpolitik.


Der RLV betont, dass sich die Rinderhaltung wegen der Methanemissionen keineswegs als Sündenbock für den Klimawandel eigne. Gerade die heimische Rinderhaltung diene vorrangig der Milchproduktion, an die die Fleischproduktion häufig gekoppelt ist, und stelle damit eine wesentliche Nutzung von Grünland dar. Hierdurch würden weite Teile der Eifel, des Bergischen Landes und des Niederrheins in Kultur gehalten. Die Kühe setzten das für den Menschen ansonsten nicht nutzbare Gras in wertvolles, lebensnotwendiges Eiweiß in der Milch um. Durch die Nutzung des Grünlandes leiste die Rinderhaltung zugleich einen wesentlichen Beitrag zum Naturschutz und zur Landschaftspflege. Eine nachhaltige, produktive und effiziente Landwirtschaft sei der beste Beitrag zum Klimaschutz, stellt der RLV klar. Die Leistungen der Land- und Forstwirtschaft bei der Erzeugung von nachwachsenden Rohstoffen und Erneuerbaren Energien erhöhten den Beitrag zum Klimaschutz und müssten künftig auch als landwirtschaftlicher Beitrag anerkannt werden, fordert der RLV.

Der RLV empfiehlt allen Verbrauchern, mehr regionale und saisonale Produkte zu verzehren. Schließlich sei die Ökobilanz eines Produktes entscheidend, wenn man den Klimawandel aufhalten wolle. Es sei unglaublich, so der RLV, dass ein Stück Rindfleisch etwa aus Argentinien, das viele tausende Kilometer von der Produktionsstätte bis zum Endverbraucher zurückgelegt hat, kostengünstiger als ein deutsches Stück Rindfleisch sei. Hier machten aber immer noch die Herstellungskosten, die in Deutschland etwa auf Grund sehr guter Qualitäts- und Sicherheitsstandards höher seien, die heimischen Produkte für den Verbraucher unattraktiver, kritisiert der Verband.

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier:



Autor: Rheinischer Landwirtschaftsverband e.V.

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Stand: 6. Januar 2010
Erstellt: 6. Januar 2010