Honigbienen verhungern mitten im Sommer

Darmstadt, 10.08.2009: Die Honigbienen in Deutschland leiden mitten im Sommer an Futtermangel und würden verhungern, wenn sie nicht vom Imker mit Zuckerwasser am Leben erhalten würden. "Der Futtermangel in der Natur ist dramatisch" erklärt Imkermeister Günter Friedmann, Sprecher der biodynamischen Demeter Imker und Träger des Förderpreises ökologischer Landbau.
Beobachtungen an seinen eigenen Bienenvölkern und beunruhigende Meldungen von Imkerkollegen aus ganz Deutschland, veranlassen ihn, jetzt einen Alarmruf zu starten." Wenn nicht rasch ein Umdenken und ein neues Handeln in der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft erfolgt, werden wir stumme Sommer erleben - und sehen, dass die Bienen für die Bestäubung und damit auch für die Ernten unersetzlich sind".
Friedmann ist seit 30 Jahren Berufsimker, aber mit einer solchen Situation wurde ich noch nie konfrontiert betont er, obwohl sich diese Entwicklung eigentlich seit mehreren Jahren anbahnt und auch zu den Bienenverlusten der letzten Jahre beigetragen hat Nach der Rapsblüte, Mitte bis Ende Mai, beginnt für die Bienen in vielen Regionen Deutschlands eine Zeit des Mangels und oft auch des Hungerns. Gerade in den Jahren, in denen es aus dem Wald keinen Honig zu gewinnen gibt, wird deutlich, dass auf den Feldern und Wiesen mittlerweile zu wenig blüht, um den Insekten ausreichend Nahrung zu bieten.
Verantwortlich für diesen Zustand ist nach Ansicht von Friedmann die sich immer weiter beschleunigende Intensivierung der Landwirtschaft. Insbesondere der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und die Gewinnung von B. gehört zu den regenerativen Energiequellen. B. entsteht beim bakteriellen Abbau von organischem Material (z.B. pflanzliche und tierische Abfälle) unter Luftabschluß in Anwesenheit von Wasser und innerhalb eines Temperaturbereiches von 20 bis 55 Grad C.Biogas wirken sich besondes dramatisch aus. In vielen Regionen dominiere zudem der Maisanbau und die Wiesen werden zur Gewinnung von Silage jeweils vor der Blüte so oft gemäht, dass dort für blütenbesuchende Insekten nichts mehr zu holen ist.
Viel schlechter als den Honigbienen geht es Wildbienen und Schmetterlingen, deren Lobby zu klein sei. Imker Friedmann befürchtet für die Zukunft stumme Sommer.
Bestärkt wird er in dieser Ansicht von den Forschungen der Bienenwissenschaft. Professor Dr. Jürgen Tautz vom Biozentrum der Universität Würzburg bestätigt, dass sich sowohl durch die fehlende Menge als auch durch die mangelnde Vielfalt des noch vorhandenen Blütenangebotes die Unter Fitness wird in der Medizin der körperliche, geistige und emotionale Zustand eines Menschen im Verhältnis zu seinen Leistungen verstanden.Fitness der Völker der Honigbienen zum Teil drastisch verschlechtert hat und ein zu geringes und zu einseitigesBlütenangebot zur Schwächung und im Extremfall zum Zusammenbruch der Bienenvölker führt.
Die Imker bringen Verständnis für die schwierige Situation der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft auf. Aber es sei doch eine absurde Situation, dass z.B. die Bauern immer größere Mengen an Ernährungsphysiologisch ist Milch wegen ihres wertvollen Eiweiß, ihres hohen Calciumgehaltes und ihres leicht verdaulichen Fettes von großer Bedeutung für die menschliche Ernährung. Milch zu immer niedrigen Milchpreisen produzieren müssen, und dass dadurch unsere Bienen verhungern so Friedmann. In dieser Situation ist die Politik gefordert, die steuernd eingreifen muss, damit die Entwicklung sowohl den Landwirten , als auch grundlegenden Bedürfnissen der Menschen und der Natur gerecht werden kann.
Bild: © Grubier, PIXELIO
Autor: Demeter Marktforum e.V.
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Stand: 10. August 2009
Erstellt: 10. August 2009
Erstellt: 10. August 2009




















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