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Umweltlexikon
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Der Geflügelhof Schukraft in Gemmingen präsentiert sich als Bauernhof-Idylle mit Hofladen und Café. Doch hinter den Kulissen leiden Tausende Legehennen in verdreckten Käfigen zwischen ihren verwesenden Artgenossen.


Kommenden Dienstag können die Abgeordneten im zuständigen Ausschuss des EU-Parlaments den Weg frei für die Ampelkennzeichnung machen.


In einem persönlichen Brief erhielt Griechenland von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. ein attraktives Angebot.



Erste warme Sonnenstrahlen, zarte Knospen und Schneeglöckchen kündigen es an: Der Frühling kommt und bald ist Ostern.


Kurz vor Beginn der Konferenz des CITES in Doha am 13. März spaltet der Antrag Monacos noch immer die EU:



Insbesondere die Kinder im Land dürften sich über den vielen Schnee und die niedrigen Temperaturen in den vergangenen Wochen gefreut haben.


Wie am Samstag bekannt wurde, soll dem angeblichen „Bio“-Stall von Eierproduzent Hennenberg in Velbert jetzt das Bio-Siegel entzogen werden.


Das bedeutendste Fanggebiet im sogenannten Korallen-Dreieck will seine Fangmethoden zertifizieren lassen.


Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 15394

Bilanz - Acrylamidgehalte konnten binnen sechs Jahren gesenkt werden



Berlin, 12.03.2009: Bund und Länder legen Bericht über die Einhaltung von Vorschriften des Pflanzenschutzrechts beim Verkauf und bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vor.




Im Pflanzenschutz-Kontrollprogramm werden der Handel und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln systematisch überwacht. Die Durchführung der Kontrollen und die Ahndung von Verstößen liegen in der Zuständigkeit der Bundesländer. Das BVL koordiniert das Programm auf Bundesebene und gibt jährlich einen zusammenfassenden Bericht heraus.

Insgesamt bewegten sich im Jahre 2007 die Beanstandungsraten auf dem Niveau der Vorjahre. Die Ergebnisse sind jedoch nicht repräsentativ, da ein Teil der Kontrollen auf Grund von Anzeigen oder Verdachtsmomenten erfolgte. Bei diesen anlassbezogenen Kontrollen ist die Beanstandungsrate naturgemäß hoch. Auch die Schwerpunktkontrollen richten sich insbesondere auf Bereiche, in denen Verstöße zu erwarten sind. Die Kontrollen zeigen, dass die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Regel korrekt erfolgt.

Im Bereich der Verkehrskontrolle wurden 2007 insgesamt 3.050 Handelsbetriebe überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass 16 Prozent der Handelsbetriebe den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln nicht vorschriftsmäßig angezeigt hatten. In 30 Prozent der Betriebe fanden die Kontrolleure ein oder mehrere Pflanzenschutzmittel vor, die nicht verkehrsfähig waren. Meist handelte es sich um Packungen für die Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich, die nach dem Auslaufen einer Zulassung nicht aus dem Verkauf genommen waren. In jeweils sieben Prozent der kontrollierten Verkaufsstellen wurden die fehlende Sachkunde beim Verkaufspersonal und die Missachtung des Selbstbedienungsverbots beanstandet. Zur Verkehrskontrolle gehört auch die Überwachung des Internet- und Versandhandels.

Die Kontrolleure nahmen im Handel 197 Proben von Pflanzenschutzmitteln für eine Laboranalyse. Überprüft wurde, ob die jeweiligen Produkte in ihrer Zusammensetzung der Zulassung entsprechen und die vorgeschriebenen Spezifikationen einhalten. Hier waren zwölf Prozent der Originalprodukte und 29 Prozent der Parallelimporte zu beanstanden. Häufig lagen die Gehalte von Beistoffen und Verunreinigungen außerhalb des Toleranzbereichs.

Die Anwendungskontrolle erfasste 2007 5.811 landwirtschaftliche und gärtnerische Betriebe. Bei Betriebskontrollen werden beispielsweise die Sachkunde der Anwender und die Geräte überprüft. Bei den eigentlichen Anwendungskontrollen geht es unter anderem um den zulassungskonformen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und die Einhaltung von Anwendungsvorschriften. Für das Jahr 2007 hatten die Länder neben dem üblichen Programm zwei gemeinsame Kontrollschwerpunkte vereinbart: die Einhaltung der Mindestabstände zu Gewässern und der zulassungskonforme Einsatz der verwendeten Insektizide in Gemüsekulturen. Für die Anwendungskontrollen wurden über 2.800 Bodenproben, Pflanzenproben oder Proben von Behandlungsflüssigkeiten entnommen und analysiert; dieses aufwändige Verfahren stellt häufig die einzige Möglichkeit dar, um Fehlanwendungen eindeutig nachzuweisen. Die Anwendungskontrollen ergaben, dass auf sechs Prozent der kontrollierten Landwirtschaftsflächen Mittel eingesetzt wurden, die für die fragliche Kultur keine Zulassung haben oder gar nicht in Deutschland zugelassen sind. Bei den 1.692 Kontrollen zur Einhaltung von Anwendungsverboten und Beschränkungen nach der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung wurde lediglich eine verbotene Anwendung des Wirkstoffes Atrazin in Mais ermittelt. Auf drei Prozent der Flächen hatten die Anwender Bienenschutzvorschriften, Mindestabstände zu Gewässern oder andere Anwendungsbestimmungen missachtet.

Häufige Verstöße, vorrangig durch nicht professionelle Anwender, waren bei der Anwendung von PSM auf Wegen, an Wegrändern und auf befestigten Flächen zu verzeichnen. Nach dem Pflanzenschutzgesetz dürfen Pflanzenschutzmittel nur auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen angewendet werden. Für befestigte Flächen oder Wegränder sind Ausnahmegenehmigungen erforderlich. Nach Anzeigen oder Hinweisen wurden 1.357 solcher Flächen überprüft und in 24 Prozent eine nicht genehmigte Pflanzenschutzmittelanwendung festgestellt. Die Bundesländer haben daraufhin vereinbart, in diesem Punkt die Pflanzenschutzberatung zu verstärken und die Kontrollen zu intensivieren.

Verstöße gegen das Pflanzenschutzrecht werden von den Länderbehörden verfolgt. Ordnungswidrigkeiten können mit Bußgeldern geahndet werden. Zusätzlich können bei Betrieben, die Direktzahlungen erhalten, die Prämien gekürzt werden.

HINTERGRUNDINFORMATION
Im Jahresbericht zum Pflanzenschutz-Kontrollprogramm des Bundes und der Länder wird die Einhaltung der Vorschriften des Pflanzenschutzrechts beim Verkauf und bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln dokumentiert. Für die Überwachung der Vorschriften des Pflanzenschutzgesetzes sind die Länder zuständig. Das BVL koordiniert diese Kontrollen und gibt jährlich einen zusammenfassenden Bericht heraus. Die Länderbehörden kontrollierten im Jahr 2007 3.050 Handelseinrichtungen und 5.811 Betriebe der Landwirtschaft, des Gartenbaus und der Forstwirtschaft. Die Ergebnisse werden gemeinsam von Bund und Ländern analysiert. Darauf basierend werden Maßnahmen getroffen, um die Zahl der Verstöße gegen das Pflanzenschutzrecht zu reduzieren.
Autor: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Acrylamid":
Bilanz - Acrylamidgehalte konnten binnen sechs Jahren gesenkt werden
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Mutzen, Krapfen & Co
Düsseldorf, 20.02.2009: Berliner, Mutzen, Krapfen und Schmalznudeln – fettgebackene Kalorienbomben gehören zum Karneval wie Konfetti und Pappnasen. An den tollen Tagen schwingen viele Jecken den Teiglöffel, um die süßen Spezialitäten in der heimischen Friteuse zu fabrizieren. Damit der Genuss von Fettgebackenem während der ...
Krebsauslöser in Pommes frites entdeckt
München, 19.08.2008: Weltweit wurde Alarm geschlagen, als 2002 bekannt wurde, dass Acrylamid in erhitzten Lebensmitteln entdeckt worden war. Durch Verbesserung der Rezepturen reduzierte die Industrie den Acrylamid-Gehalt. Bei genauerer Prüfung stellte sich heraus, dass von den in Lebensmitteln enthaltenen Acrylamid-Mengen kaum eine toxische Wirkung ausgeht. Viel gefährlicher ist das Krebs erregende Glycidamid, das ...
Wie viel Acrylamid ist in Knäckebrot und wie viel Schwefel in Benzin?
Berlin, 02.04.2008: Vier neue Referenzmaterialien zum chemischen Nachweis von Acrylamid in Knäckebrot, Schwefel in Benzin, von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und von Legierungen in Akkus stellt die BAM vor auf der Messe ANALYTICA, ERM Messestand 342 in Halle A3. Acrylamid in Knäckebrot heißt das Referenzmaterial ERM®-BD 272, mit dem zuverlässig diese giftige ...
Jacobs setzt Zeichen - Kaffee mit Health Claim
Frankfurt, 24.12.2007: Wer aufmerksam Kaffee kauft, findet auf den Produkten von Jacobs seit Kurzem den Hinweis "Natürliche Quelle an Antioxidantien". Und weiter: "Antioxidantien sind natürliche Pflanzenstoffe, die beispielsweise in Kaffee und grünem Tee enthalten sind und den körpereigenen Zellschutz stärken können." Solche ...
Wenig empfehlenswert
Berlin, 26.02.2007: Rund zwei Kilogramm Pommes frites isst jeder Bundesbürger pro Jahr in Restaurants, Imbissbuden und Kantinen. Eine gestern veröffentlichte Untersuchung der STIFTUNG WARENTEST beschäftigt sich mit fertig zubereiteten Produkten im Großverbraucherbereich. Doch auch zu Hause greifen die Deutschen gern zu Pommes frites, Kroketten und Rösti aus der Tiefkühltruhe. Was der aktuelle ....
Gesund abnehmen im Frühjahr
Berlin, 20.02.2007: Der nahende Frühling ist gut geeignet, um schonend ein paar Kilos zu verlieren. Die Tage werden länger, der Stoffwechsel aktiver und der Appetit auf Frisches steigt. Der 12-wöchige Online-Kurs "Gesund essen & wohlfühlen“ der VERBRAUCHER INITIATIVE bietet den Einstieg zum gesunden Abnehmen. Er beginnt am 30. April 2007. Die Teilnehmer werden von erfahrenen Ernährungswissenschaftlern betreut.
Acrylamid: Einzelne Produkte weiter stark belastet
Berlin, 05.12.2006: foodwatch hat 19 Sorten Weihnachtsgebäck auf Acrylamid getestet. Die Belastung ist sehr unterschiedlich: Die höchstbelasteten Lebkuchen enthalten 60-mal so viel Acrylamid wie der Testsieger.
Acrylamid: Eine überschätzte Gefahr?
Aachen, 18.09.2006: Das seit dem Jahr 2002 kontrovers diskutierte Acrylamid ist nicht als Hauptursache von Krebs anzusehen. Ein erhöhtes Risiko entsteht vielmehr durch Übergewicht, Rauchen oder Alkohol, berichtet heute Ernährungswissenschaftlerin Jolanta Schoida von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
Platzverweis für Pringles
Berlin, 28.06.2006: Verlierer des foodwatch Acrylamid-Tests 2006 ist die Marke Pringles. Die Stapelchips enthalten rund zehnmal soviel Acrylamid wie der Testsieger. Ohne die von foodwatch geforderte Kennzeichnungspflicht fehlt der Anreiz für die Hersteller, ihre Produkte zu verbessern.

Stand: 12. Maerz 2009
Erstellt: 12. Maerz 2009