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Umweltlexikon
Inserate
Der Geflügelhof Schukraft in Gemmingen präsentiert sich als Bauernhof-Idylle mit Hofladen und Café. Doch hinter den Kulissen leiden Tausende Legehennen in verdreckten Käfigen zwischen ihren verwesenden Artgenossen.


Kommenden Dienstag können die Abgeordneten im zuständigen Ausschuss des EU-Parlaments den Weg frei für die Ampelkennzeichnung machen.


In einem persönlichen Brief erhielt Griechenland von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. ein attraktives Angebot.



Erste warme Sonnenstrahlen, zarte Knospen und Schneeglöckchen kündigen es an: Der Frühling kommt und bald ist Ostern.


Kurz vor Beginn der Konferenz des CITES in Doha am 13. März spaltet der Antrag Monacos noch immer die EU:



Insbesondere die Kinder im Land dürften sich über den vielen Schnee und die niedrigen Temperaturen in den vergangenen Wochen gefreut haben.


Wie am Samstag bekannt wurde, soll dem angeblichen „Bio“-Stall von Eierproduzent Hennenberg in Velbert jetzt das Bio-Siegel entzogen werden.


Das bedeutendste Fanggebiet im sogenannten Korallen-Dreieck will seine Fangmethoden zertifizieren lassen.


Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 15181

Grüne Woche: Von wegen Grün

Berlin, 16.01.2008: Mit einer überdimensionierten Kuh hat der WWF zum Auftakt der Grünen Woche ein klimafreundliches Umsteuern in der Agrarpolitik gefordert. Als Früchte und Gemüse verkleidete WWF-Aktivisten verteilten vor dem Eingang Luftballons mit der Aufschrift "Landwirtschaft klimafreundlich machen!" Hintergrund der Aktion: Der Anteil der Landwirtschaft an den klimaschädlichen Treibhausgasen liegt weltweit bei mindestens 14 Prozent – und damit genauso hoch wie in den Bereichen Transport und Industrie.


"Trotzdem stellen sich die Landwirtschaftsverbände gerne als grün und umweltfreundlich dar. Aber auch von ihnen brauchen wir ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz und einen Plan, wie die Landwirtschaft die selbst verursachten Klimagase zurückfahren will“, sagt WWF-Agrarexperte Matthias Meißner. Die Politik müsse die Bauern dabei finanziell unterstützen und wo nötig mit Gesetzen Verbesserungen erzwingen.

Die Landwirtschaft emittiert die drei Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Besonders problematisch sind Methan und Lachgas. Sie sind um ein Vielfaches klimaschädlicher als CO2: Eine Tonne Methan entspricht in ihrer klimaschädlichen Wirkung 21 Tonnen Kohlendioxid, Lachgas ist sogar 310mal so klimawirksam. Lachgas entsteht unter anderem in Böden, die mit stickstoffhaltigen Düngern behandelt wurden, Methan in der Viehhaltung durch Wiederkäuer wie Rinder und Schafe.

„Wenn die Landwirtschaft konsequent klimafreundlich arbeitet, kann sie viel zum Schutz des Weltklimas beitragen, und zwar schon mit relativ einfachen Maßnahmen“, sagt WWF-Experte Meißner. So lasse sich der Ausstoß von Lachgas und Methan drastisch reduzieren, indem Mist und Gülle in geschlossenen Behältern gelagert würden. Beides müsse zudem in großem Umfang in dezentralen Biogasanlagen verarbeitet werden. Aus Sicht des WWF muss außerdem die Düngungspraxis viel effizienter werden. Um übermäßiges Düngen einzudämmen, könnte beispielsweise auch eine Stickstoff-Steuer helfen.

In Europa ist die Landwirtschaft für neun Prozent aller Treibhausgase verantwortlich, in Deutschland für sechs Prozent. Allerdings sind dies nur die direkten Emissionen. WWF-Experte Meißner: „Rechnet man hinzu, wie viele Klimagase etwa durch den Import von Futtermitteln entstehen, ist die Bilanz wesentlich schlechter. Denn oft werden Wälder gerodet und Moore trockengelegt, um Viehfutter zu erzeugen. Bei diesen Landnutzungsänderungen entstehen weltweit noch einmal 18 Prozent aller Klimagase.“


Bild: © Natalia Giza / WWF
Autor: WWF Deutschland

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Klimaschutz, Landwirtschaft":
Tag des Waldes – Regenwaldschutz durch Waldinvestments
Bonn, 19.03.2010: Am internationalen Tag des Waldes am 21. März gedenkt man bereits seit den 70er Jahre der globalen Waldvernichtung. Trotzdem ist dieser wichtige Umwelttag in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Dabei ist seine Botschaft – die weltweite Waldzerstörung zu stoppen – heute aktueller denn je: Jährlich werden weltweit 20 Millionen Hektar Regenwald vernichtet, eine Fläche fünf Mal so groß wie die Schweiz.
Hagener „Wal- und Delfinschutz-Forum“ im Gutachterausschuss des Bundesministeriums
Hagen-Hohenlimburg, 17.03.2010: Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat am Montag den Geschäftsführer und Gründer des Hohenlimburger „Wal- und Delfinschutz-Forum“ (WDSF), Jürgen Ortmüller, in den Gutachterausschuss zur Überarbeitung des Säugetiergutachtens für die in Deutschland in Zoos gehaltenen Delfine einberufen.
Was kostet die Welt?
Berlin, 04.03.2010: Landwirtschaft, Fischerei, Tourismus, riesige Wirtschaftzweige sind auf eine intakte Natur angewiesen. Wissenschaftler schätzen, dass die Natur Jahr für Jahr ein Bruttosozialprodukt von 32 Billionen Dollar erwirtschaftet.
Earth Hour 2010: Weltweit gehen die Lichter aus
Berlin, 03.03.2010: Am Brandenburger Tor in Berlin gehen am 27. März genauso die Lichter aus wie im New Yorker Empire State Building und im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai. Die Verdunklungsaktion ist Teil der vom WWF ins Leben gerufenen Initiative „Earth Hour“.
Nahrungsmittelproduktion ist nicht Teil des Kyoto-Protokolls
Berlin, 19.02.2010: Sonnleitner: Die Leistungen der Bauern in die gesellschaftliche Diskussion bringen. Seit 1990 habe die Landwirtschaft die CO2-Emissionen um 17 Prozent gesenkt. Diese Leistung der deutschen Bauern verdeutlichte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, im Interview mit der Frankfurter Rundschau.
Fleischfreier Wochentag soll das Klima retten
Gerlingen, 17.02.2010: Die belgische Stadt Gent hat es 2009 vorgemacht, Bremen ist seit 2010 dabei. Beide Städte haben einen vegetarischen Wochentag eingeführt – aus Klimaschutz-Gründen. Denn die Fleischproduktion trägt massiv zur Klimaerwärmung bei.
Solaranlagen-Diebe unterwegs
Bonn, 15.02.2010: Der Solarboom in Deutschland scheint eine Diebstahlserie ausgelöst zu haben. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn berichtet, witterten Kriminelle offensichtlich das schnelle Geschäft, weil viele Herstellerfirmen mit der Produktion von Solaranlagen und ihren Komponenten kaum nachkommen könnten.
Schönfärberei bei Agrarsubventionen
Frankfurt a. M., 12.01.2010: Am Freitag trifft sich die Bundes- agrarministerin Ilse Aigner mit ihren Länderkollegen in Berlin, um die Verteilung der EU-Agrarbeihilfen für die Zeit nach 2013 zu besprechen. Die Ministerin will am derzeitigen Verteilungssystem festhalten. Nach Einschätzung des WWF hat dieses jedoch vollständig versagt.
Grüne Woche muss sich von der vorgetäuschten heilen Agrarwelt verabschieden
Berlin, 24.01.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zog zum Ende der Internationalen Grünen Woche ein zwiespältiges Fazit der diesjährigen Landwirtschaftsmesse. „Das oftmals beschworene Bild einer schönen heilen Agrarwelt mit friedlich weidenden Kühen, freilaufenden Schweinen und Eiern von glücklichen Hühnern muss endlich einer realistischen Betrachtung der Verhältnisse weichen“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
„Weniger CO2 heißt auch weg vom Ei“
Aachen, 14.01.2010: „Landwirtschaft und Klimawandel – neue Konzepte von Politik und Wirtschaft“ kündigt das Bundeslandwirtschaftsministerium als zentrales Thema zur Freitag beginnenden Internationalen Grüne Woche in Berlin an. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert von der Bundesregierung, diesen Absichten auch Taten folgen zu lassen, die Menschen, Tieren und Umwelt gerecht werden.

Stand: 16. Januar 2009
Erstellt: 16. Januar 2009