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Kein Eco-Label für Lebensmittel

Berlin, 18.10.2008: Die EU-Kommission plant ein europäisches Umweltzeichen für Konsumgüter ("Eco-Label“). Auch Lebensmittel sollen damit gekennzeichnet werden. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) tritt diesem Ansinnen entschieden entgegen, denn: "Die Kennzeichnung von konventionellen Lebensmitteln mit dem Attribut "Eco“ ist mit der EU-Öko-Verordnung nicht vereinbar und irreführend für die Verbraucher“, so Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW.


Die EU-Öko-Verordnung schreibt eindeutig vor, dass nur entsprechend dieser Verordnung angebaute und verarbeitete Produkte mit Begriffen wie „Eco, Öko, Bio, etc.“ gekennzeichnet werden dürfen. Damit werden Verbraucher wirkungsvoll vor missbräuchlicher Kennzeichnung von ökologisch hergestellten Lebensmitteln geschützt.

Der BÖLW begrüßt grundsätzlich die Einführung eines Umweltzeichens. „Gerade die Geschichte des deutschen Bio-Siegels zeigt, dass damit eine für den Verbraucher einfache und klare Kennzeichnung von umweltfreundlich erzeugten Produkten möglich ist und zu einer steigenden Nachfrage nach solchen Produkten führt“, so Gerber. „Bei Lebensmitteln ist die Rechtslage jedoch schon jetzt eindeutig: Nur Bio-Produkte können mit „eco“ ausgelobt werden“. Der BÖLW fordert daher angesichts der anstehenden EU-Ministerratssitzungen die Minister Gabriel und Seehofer auf, sicher zu stellen, dass das geplante Eco-Label nicht für Lebensmittel verwendet werden darf.


Bild: © Jürgen Acker, PIXELIO

Autor: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)

Weiterführende Informationen:


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Stand: 18. Oktober 2008
Erstellt: 18. Oktober 2008