Rinderwahn und Klimaschutz
Baden-Baden, 16.08.2008: Als Präsident Clinton vor 10 Jahren seinen Mitbürgern erklärte, wenn die US-Amerikaner nur 10 % weniger Fleisch essen, müssten 60 Millionen Menschen weniger hungern, wollte noch niemand diesen Zusammenhang verstehen. Doch inzwischen steigt weltweit der Fleischkonsum vor allem in China und anderen Schwellenländern so stark, dass das Essen von Tieren global die Nahrungsmittelpreise hochschnellen ließ und die Auswirkungen des Klimawandels dramatisch verstärkt hat.Dieser Kontext wird auch von Klimaforschern und Umweltschützern meist verschwiegen. Man will den Leuten die peinliche Wahrheit einfach nicht zumuten. Einer der wenigen Politiker, die den Mut hatten, den neuen Rinderwahn beim Namen zu nennen, ist der bayerische Landwirtschaftsminister Miller: "Wer sich fleischlos oder mit weniger Fleisch ernährt, schützt das Das K.-System setzt sich zusammen aus dem inneren und dem äußeren System.Klima."
Die Fleischindustrie braucht inzwischen 40 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche unserer Erde und außerdem riesige Mengen fossiler Brennstoffe, um den wachsenden Fleischhunger der Menschheit zu stillen. Gleichzeitig aber leiden 850 Millionen Menschen an Hunger. Der US- Umweltaktivist Jeremy Rifkin hat schon vor Jahren vor dem Imperium der Rinder gewarnt und meint, dass unsere Zivilisation nicht überleben kann, wenn wir unseren Fleischkonsum nicht drastisch reduzieren.
Wenn Menschen sich von Pflanzen statt von Fleisch ernähren, können fünfmal soviel gut satt werden. Aber bei gleichbleibender Tendenz wird sich der Fleischkonsum bis 2030 nochmal verdoppeln. Zurzeit wird schon über ein Drittel der Getreideernte an Tiere verfüttert und niemand spricht darüber. Aber nur 3 % der Ernte wird für Biosprit gebraucht, worüber sich alle Welt aufregt.
Tatsache ist, dass die Fleischerzeugung inzwischen die zweitwichtigste Ursache für den Globale Klimaveränderungen sind bereits im Gang und der Mensch ist dafür hauptverantwortlich.
Klimawandel ist, mehr als die Automobilität. 65 % aller Lachgasemissionen stammen aus der Viehzucht, hauptsächlich aus Stallmist. Und Lachgas hat einen 300mal stärkeren Die während des Tages einfallende Sonnenstrahlung (Globalstrahlung) wird von der Atmosphäre und vom Erdboden in Form von Wärme gespeichert und nachts als Infrarotstrahlung in den Weltraum abgegeben. Treibhauseffekt als Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.Kohlendioxid. Rinder erzeugen 37 % des Treibhausgases Methan ist ein farbloses, geruchloses, ungiftiges Gas, das zu Kohlendioxid und Wasser verbrennt. Methan gehört zu den klimarelevanten Treibhausgasen. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas und Biogas und im Holzgas enthalten.Methan, welches 32mal so klimaschädlich ist als Kohlendioxid.
Zu Recht beklagen wir, dass unsere Heizungen und Autos zu viel fossile Als E. wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von E. sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische E., die sich ineinander umwandeln lassen.Energie verbrauchen, aber die Treibhausgasemissionen durch Fleischverzehr werden verdrängt. Dabei ist schon lange bekannt, dass mit dem Anbau von Getreide auf einem Acker fünfmal soviel Eiweiß produziert wird als mit Viehzucht, mit Hülsenfrüchten zehnmal soviel und durch Blattgemüse sogar 15mal soviel. Soviel Fleisch wie wir heute essen ist sogar ungesund.

Die Zeit drängt: Politiker und Journalisten müssen ihre Wähler und Leser endlich darüber aufklären, dass wir nicht nur unser Energieverhalten, sondern auch unsere Essgewohnheiten ändern müssen, wenn unsere Kinder und Enkel eine gute Zukunft haben sollen.
Bild 1: © ccv
Bild 2: © Bigi Alt, www.sonnenseite.com
Autor: Franz Alt
Weiterführende Informationen:
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Stand: 16. August 2008
Erstellt: 16. August 2008
Erstellt: 16. August 2008








Artikel Nr.: 14517
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