Risiko von Gentech-Pflanzen ist nicht beherrschbar
Wien, 07.04.2008: Eine soeben veröffentlichte Studie von WissenschaftlerInnen der schwedischen Lund Universität belegt: Gentech-Pflanzen sind auch bei sorgfältigem Umgang nicht beherrschbar. Die Untersuchung zeigt, dass Gentech-Pflanzen länger als bisher angenommen im Erdreich überdauern. Zehn Jahre lang bleiben laut Studie Samen von gentechnisch verändertem Raps keimfähig im Boden.Trotz mehrfacher chemischer Behandlung mit Herbiziden, um die Samen zu vernichten, konnte das ForscherInnen-Team immer noch Gentech-Pflanzen auf dem Feld finden. Wer nach dieser Studie noch behauptet, die Gentechnik in der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft sei beherrschbar, verschließt die Augen vor der Realität. Je größer die Flächen mit gentechnisch-veränderten Pflanzen werden, desto unmöglicher wird eine gentechnik-freie Ernte, kommentiert Jens Karg, Gentechniksprecher von Global 2000 ist eine unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation mit Sitz in Wien, welche Umweltthemen auf internationaler Ebene zur Sprache bringt. Das Ziel von Global 2000 ist es gewaltfrei und unter Ausschöpfung aller demokratischer Mittel, nicht nur die Symptome (End of Pipe- Lösungen) zu behandeln, sondern auch Ursachenbekämpfung zu praktizieren.GLOBAL 2000 die Studie.
Der gentechnisch veränderte Raps zählt zu den wichtigsten einheimischen Ölpflanzen. Der mit Kohl verwandte Raps ist ein- oder zweijährig. Das gelbblühende Kraut wird bis 1,2 Meter hoch und hat lange Pfahlwurzel und einen kräftigen bis zu zwei Meter langen Stängel.
Raps war im Jahr 1995 auf einem Versuchsfeld in Schweden angebaut worden. Durch den Einbau eines zusätzlichen Gens waren die Pflanzen unempfindlich gegen das siehe Herbizide.Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat. Um eine Verunreinigung von nicht gentechnisch veränderten Pflanzen zu vermeiden, wurden schon bei der Ernte des Raps im Herbst des Jahres besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Und auch direkt nach der Ernte sowie in den folgenden Jahren wurden besondere Schutzmaßnahmen getroffen, um eventuell zurückgebliebene Samen aufzuspüren und zu beseitigen. Doch trotz aller Vorsicht fanden die ForscherInnen nach 10 Jahren noch Überreste des Freisetzungsversuchs auf dem Feld. Insgesamt sammelten sie in drei Stunden 38 Rapspflanzen. Sie behandelten diese mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat. 15 Pflanzen überlebten diese Behandlung, es handelte sich um herbizidrestienten Gentech-Raps.
Gentechnik hat auf dem Acker nichts zu suchen, das ist ein leichtfertiges Spiel mit dem Feuer, bei dem man sich verbrennt. Niemand ist derzeit in der Lage vor herzusagen, welche Wirkung eine Auskreuzung der künstlichen Gene auf andere wildwachsende Arten und die gesamte Biodiversität hat. Österreich muss zum Schutze der KonsumentInnen und der Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt sein Recht auf Gentech-Freiheit in der Landwirtschaft mit allen Mitteln verteidigen. Die EU-Kommission drängt darauf, auch in Österreich Gentechnik auf den Acker zu bringen. Minister Pröll darf dem Druck der EU-Kommission keinesfalls nachgeben, fordert Jens Karg.
Bild: www.picturediscount.net, Regina Hachmeister
Autor: Global 2000 Umweltschutzorganisation
Weiterführende Informationen:
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Stand: 7. April 2008
Erstellt: 7. April 2008
Erstellt: 7. April 2008








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