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Wie am Samstag bekannt wurde, soll dem angeblichen „Bio“-Stall von Eierproduzent Hennenberg in Velbert jetzt das Bio-Siegel entzogen werden.


Das bedeutendste Fanggebiet im sogenannten Korallen-Dreieck will seine Fangmethoden zertifizieren lassen.



Die aktuellen Ergebnisse aus dem BNN-Monitoring für Obst und Gemüse beweisen erneut: Frischware im Naturkosthandel ist sicher. 2009


„fish international“ zeigt Produkte und Verarbeitungsmethoden. In den Bremer Messehallen sind zurzeit allerlei Sprachen zu hören.



fish international 2010 wurde in der Messe Bremen eröffnet.





Seit dem 8. Februar 2010 gibt es einen Sieger beim Wettbewerb um das neue EU-Bio-Logo:



Die belgische Stadt Gent hat es 2009 vorgemacht, Bremen ist seit 2010 dabei. Beide Städte haben einen vegetarischen Wochentag eingeführt – aus Klimaschutz-Gründen.


Immer mehr Lebensmitteleinzel-
handelsunternehmen listen Eier mit der Kennzeichnung 03-Käfighaltung aus ihrem Sortiment aus.

Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 13977

Risiko von Gentech-Pflanzen ist nicht beherrschbar

Wien, 07.04.2008: Eine soeben veröffentlichte Studie von WissenschaftlerInnen der schwedischen Lund Universität belegt: Gentech-Pflanzen sind auch bei sorgfältigem Umgang nicht beherrschbar. Die Untersuchung zeigt, dass Gentech-Pflanzen länger als bisher angenommen im Erdreich überdauern. Zehn Jahre lang bleiben laut Studie Samen von gentechnisch verändertem Raps keimfähig im Boden.


Trotz mehrfacher chemischer Behandlung mit Herbiziden, um die Samen zu vernichten, konnte das ForscherInnen-Team immer noch Gentech-Pflanzen auf dem Feld finden. „Wer nach dieser Studie noch behauptet, die Gentechnik in der Landwirtschaft sei beherrschbar, verschließt die Augen vor der Realität. Je größer die Flächen mit gentechnisch-veränderten Pflanzen werden, desto unmöglicher wird eine gentechnik-freie Ernte“, kommentiert Jens Karg, Gentechniksprecher von GLOBAL 2000 die Studie.

Der gentechnisch veränderte Raps war im Jahr 1995 auf einem Versuchsfeld in Schweden angebaut worden. Durch den Einbau eines zusätzlichen Gens waren die Pflanzen unempfindlich gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat. Um eine Verunreinigung von nicht gentechnisch veränderten Pflanzen zu vermeiden, wurden schon bei der Ernte des Raps im Herbst des Jahres besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Und auch direkt nach der Ernte sowie in den folgenden Jahren wurden besondere Schutzmaßnahmen getroffen, um eventuell zurückgebliebene Samen aufzuspüren und zu beseitigen. Doch trotz aller Vorsicht fanden die ForscherInnen nach 10 Jahren noch Überreste des Freisetzungsversuchs auf dem Feld. Insgesamt sammelten sie in drei Stunden 38 Rapspflanzen. Sie behandelten diese mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat. 15 Pflanzen überlebten diese Behandlung, es handelte sich um herbizidrestienten Gentech-Raps.

„Gentechnik hat auf dem Acker nichts zu suchen, das ist ein leichtfertiges Spiel mit dem Feuer, bei dem man sich verbrennt. Niemand ist derzeit in der Lage vor herzusagen, welche Wirkung eine Auskreuzung der künstlichen Gene auf andere wildwachsende Arten und die gesamte Biodiversität hat. Österreich muss zum Schutze der KonsumentInnen und der Umwelt sein Recht auf Gentech-Freiheit in der Landwirtschaft mit allen Mitteln verteidigen. Die EU-Kommission drängt darauf, auch in Österreich Gentechnik auf den Acker zu bringen. Minister Pröll darf dem Druck der EU-Kommission keinesfalls nachgeben“, fordert Jens Karg.


Bild: www.picturediscount.net, Regina Hachmeister
Autor: Global 2000 Umweltschutzorganisation

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Gentechnik":
Deutschland muss gentechnikfrei bleiben!
Berlin, 15.10.2009: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die künftigen Koalitionäre von Union und FDP aufgefordert, das Anbauverbot des Genmais MON 810 beizubehalten und sich von ihrem Pro-Gentechnikkurs zu verabschieden. Die Ankündigung, die Nulltoleranz für in der Europäischen Union nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen zu kippen, wäre „der Anfang vom Ende der Gentechnikfreiheit in Deutschland“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
Schwarz-Gelb ist kein Votum pro Atomenergie und pro Gentechnik
Berlin, 30.09.2009: Auch die neue Regierung muss Bürgerwillen respektieren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in dem Wahlergebnis der Bundestagswahl vom 27. September 2009 kein Votum pro Atomkraft und pro Gentechnik. Sämtliche Umfragen im Umfeld der Wahlen hätten gezeigt, dass es stabile Mehrheiten gegen längere Laufzeiten für Atommeiler und gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft gebe.
"Ohne Gentechnik" ist Mogelpackung
Frankfurt, 12.09.2009: Die Möglichkeit, Lebensmittel mit dem Zusatz "Ohne Gentechnik" auszuzeichnen, gibt es bereits seit Mai 2008 – umgesetzt wurde sie bislang jedoch nur von wenigen Herstellern. Nun soll ein einheitliches Label des Bundesverbraucherministeriums für neuen Schub sorgen. Auch das Marketing wurde aufgehübscht.
Genmais gefährdet Schmetterlinge
Berlin, 13.07.2009: Der NABU kritisiert, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) keine Bedenken gegen den Anbau der gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 hat. Zu begrüßen sei jedoch, dass die EU-Behörde erstmals mögliche Risiken für Schmetterlinge und andere so genannte Nicht-Ziel-Organismen einräumt. Sie rät daher in ökologisch sensiblen ...
Teuflischer Zwirn
Darmstadt, 05.06.2009: Wissenschaftler um Prof. Dr. Ralf Kaldenhoff von der TU Darmstadt haben ein gentechnisches Verfahren entwickelt, mit dem Nutzpflanzen gegen Angriffe des Teufelszwirns gewappnet werden können. Der Teufelszwirn (Cuscuta), ein pflanzlicher Parasit, verursacht vor allem in wärmeren Ländern immense ...
Gentechnik-Forschung geht am Markt vorbei
BUND und Bioland fordern mehr Transparenz bei der staatlichen Forschungsförderung. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Bioanbauverband BIOLAND forderten anlässlich des morgigen "Runden Tisches" der Bundesforschungsministerin Annette Schavan mehr Transparenz bei der Forschungsförderung im Bereich der Agro-Gentechnik.
Gentechnisch veränderte "Amflora"-Kartoffeln freigesetzt
Berlin, 05.05.2009: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat am 30. April der BASF Plant Science GmbH die Freisetzung gentechnisch veränderter Kartoffeln unter Auflagen genehmigt. Gestattet wurde die Freisetzung der so genannten "Amflora"-Kartoffel auf einer Fläche in der Gemeinde Bütow (Mecklenburg-Vorpommern). Geplant ist, die gentechnisch veränderten Kartoffeln in den Jahren 2009 und 2010 auf einer Fläche von ...
Grüne Gentechnik – Koexistenz und Haftung
Köln, 27.02.2009: Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte der Berliner Zeitung: "Die grüne Gentechnik bringt dem Menschen hierzulande bisher keinen erkennbaren Nutzen." Die Ministerin kündigte an, die Zulassung der einzigen in Deutschland zugelassenen gentechnisch veränderten Maissorte "MON 810" des US-Herstellers Monsanto noch einmal zu überprüfen.
Umweltjournal-Buchtipp: Mit Gift und Genen
Köln/Brühl, 08.02.2009: Die Machenschaften von Monsanto, einer schon unzählige Male verklagten amerikanischen Firma, erklärt uns die Autorin Marie-Monique Robin in ihrem neuesten Buch "Mit Gift und Genen". Der Chemie- und Biotech-Riese Monsanto spielt mit seinen Produkten wie Pestiziden und genmanipulierten Pflanzen eine umstrittene Rolle in der Weltnahrungsmittelproduktion. Durch den Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut erzielt ...
Das Gen, das die Lebensuhr zurückdreht
München, 07.02.2009: Früher war die Sache klar: Sobald ein Mensch geboren ist, gibt es kein Zurück. Ob Leber, Muskel oder Haut - keine Körperzelle, so schien es, kann je wieder etwas anderes werden als sie ist. Dieses Dogma freilich ist inzwischen widerlegt. Selbst ausgereifte Zellen, so weiß man heute, lassen sich in einen embryonalen Zustand zurückversetzen - wenn auch nur mithilfe krebsfördernder Gene und heikler ...

Stand: 7. April 2008
Erstellt: 7. April 2008