Top-News
Täglich frisch auf den Tisch:
Unser Tagesrückblick erreicht Sie stets früh morgens mit den aktuellsten Meldungen vom Vortag. Bestellen Sie jetzt Ihren kostenlosen Tagesrückblick!.
Umweltlexikon

Auszeichnung

Kristine Dahmen wird Landwirtin des Jahres 2010

Jahresbericht

Bund und Länder legen Jahresbericht zum Pflanzenschutz-Kontrollprogramm 2008 vor

Vegetarismus

Meat Abolition Day - Tag zur Abschaffung von "Fleisch"

Fazit

Grüne Woche muss sich von der vorgetäuschten heilen Agrarwelt verabschieden

Expertentipp

Stark durch den Winter, frisch in den Frühling


Wiesenhof

Wiesenhof-Skandal / PETA erstattete im Voraus Strafanzeige wegen falscher Anschuldigung

Klima

„Weniger CO2 heißt auch weg vom Ei“

Grüne Woche

Landwirte für Umweltschutz belohnen

Wiesenhof

PETA erstattet Strafanzeige gegen deutschen Marktführer für Geflügel-Produktion

Produktempfehlung


Die 50 größten Bio-Lügen
Preis 16,90€ im Shop



Warnung: Monsanto-Gentech-Mais zeigt starke Schwankungen im Giftgehalt

Wien, 07.04.2008: Der Gehalt an Insektiziden im Gentech-Mais des US-Konzerns Monsanto schwankt erheblich, womit sich die Grundlage für die Risikobewertung durch die Firma Monsanto als falsch erweist. Dies ist das überraschende und besorgniserregende Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Gen-ethischen Netzwerk e.V. (GeN).


Die Untersuchung zeigt auf, dass nicht nur schwankende Temperaturen und unterschiedliche Düngergaben, sondern zum Beispiel auch der Einsatz von Spritzmitteln zu Schwankungen des Gehaltes von Insektengift in dem Gentech-Mais geführt haben. Die Bekanntheit des Gehaltes an Insektiziden ist aber für eine Abschätzung der Risiken, die mit dem Anbau des so genannten MON810-Mais verbunden sein können, unabdingbar.

„Dieses Ergebnis zeigt, dass für die Risikobewertung vorgelegte Unterlagen von Monsanto falsch sind und die Bewertung der zuständigen europäischen Behörde auf unzulänglichen Daten basiert. Ohne zu wissen, wie viele Insektizide im Gentech-Mais vorhanden sind, ist es nicht möglich, seine Wirkung auf beispielsweise Bienen und Schmetterlinge abzuschätzen. Dieser Umstand macht die Zulassung fahrlässig“, kommentiert Jens Karg, Gentechniksprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

Besonders auffällig sei laut Untersuchung, dass viele der gemessenen Werte nicht mit denen aus den Antragsunterlagen der Firma Monsanto übereinstimmen. Der Monsanto-Mais wird derzeit einer Neubewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) unterzogen. Bis Mitte des Monats bleibt den EU-Mitgliedstaaten Zeit, die zahlreichen Bedenken gegen den Monsanto-Mais der Behörde zu übermitteln. „Das vorliegende Datenmaterial spricht eindeutig gegen eine Zulassung. Nicht ohne Grund gibt es in fünf Ländern der EU ein Anbauverbot für diese Risikopflanze. Minister Pröll muss nun aus dieser Allianz auch endlich Ergebnisse erzielen und die Wiederzulassung verhindern“, so Karg.

Das Gen-ethische Netzwerk e.V. (GeN) wurde 1986 von kritischen Wissenschaftlerinnen, JournalisteInnen, TierärztInnen, MedizinerInnen, PolitikerInnen und anderen an der Gentechnik interessierten Menschen gegründet. Es vermittelt Informationen und Kontakte zum Thema Gentechnologie. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 ist Mitglied im Gen-ethischen Netzwerk e.V..


Bild: www.pixelio.de, mondzart-hohenlohe
Autor: Global 2000 Umweltschutzorganisation

Weiterführende Informationen:


Die letzten 15 Meldungen zum Thema "Gentechnik":
Deutschland muss gentechnikfrei bleiben!
Berlin, 15.10.2009: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die künftigen Koalitionäre von Union und FDP aufgefordert, das Anbauverbot des Genmais MON 810 beizubehalten und sich von ihrem Pro-Gentechnikkurs zu verabschieden. Die Ankündigung, die Nulltoleranz für in der Europäischen Union nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen zu kippen, wäre „der Anfang vom Ende der Gentechnikfreiheit in Deutschland“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
Schwarz-Gelb ist kein Votum pro Atomenergie und pro Gentechnik
Berlin, 30.09.2009: Auch die neue Regierung muss Bürgerwillen respektieren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in dem Wahlergebnis der Bundestagswahl vom 27. September 2009 kein Votum pro Atomkraft und pro Gentechnik. Sämtliche Umfragen im Umfeld der Wahlen hätten gezeigt, dass es stabile Mehrheiten gegen längere Laufzeiten für Atommeiler und gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft gebe.
"Ohne Gentechnik" ist Mogelpackung
Frankfurt, 12.09.2009: Die Möglichkeit, Lebensmittel mit dem Zusatz "Ohne Gentechnik" auszuzeichnen, gibt es bereits seit Mai 2008 – umgesetzt wurde sie bislang jedoch nur von wenigen Herstellern. Nun soll ein einheitliches Label des Bundesverbraucherministeriums für neuen Schub sorgen. Auch das Marketing wurde aufgehübscht.
Genmais gefährdet Schmetterlinge
Berlin, 13.07.2009: Der NABU kritisiert, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) keine Bedenken gegen den Anbau der gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 hat. Zu begrüßen sei jedoch, dass die EU-Behörde erstmals mögliche Risiken für Schmetterlinge und andere so genannte Nicht-Ziel-Organismen einräumt. Sie rät daher in ökologisch sensiblen ...
Teuflischer Zwirn
Darmstadt, 05.06.2009: Wissenschaftler um Prof. Dr. Ralf Kaldenhoff von der TU Darmstadt haben ein gentechnisches Verfahren entwickelt, mit dem Nutzpflanzen gegen Angriffe des Teufelszwirns gewappnet werden können. Der Teufelszwirn (Cuscuta), ein pflanzlicher Parasit, verursacht vor allem in wärmeren Ländern immense ...
Gentechnik-Forschung geht am Markt vorbei
BUND und Bioland fordern mehr Transparenz bei der staatlichen Forschungsförderung. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Bioanbauverband BIOLAND forderten anlässlich des morgigen "Runden Tisches" der Bundesforschungsministerin Annette Schavan mehr Transparenz bei der Forschungsförderung im Bereich der Agro-Gentechnik.
Gentechnisch veränderte "Amflora"-Kartoffeln freigesetzt
Berlin, 05.05.2009: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat am 30. April der BASF Plant Science GmbH die Freisetzung gentechnisch veränderter Kartoffeln unter Auflagen genehmigt. Gestattet wurde die Freisetzung der so genannten "Amflora"-Kartoffel auf einer Fläche in der Gemeinde Bütow (Mecklenburg-Vorpommern). Geplant ist, die gentechnisch veränderten Kartoffeln in den Jahren 2009 und 2010 auf einer Fläche von ...
Grüne Gentechnik – Koexistenz und Haftung
Köln, 27.02.2009: Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte der Berliner Zeitung: "Die grüne Gentechnik bringt dem Menschen hierzulande bisher keinen erkennbaren Nutzen." Die Ministerin kündigte an, die Zulassung der einzigen in Deutschland zugelassenen gentechnisch veränderten Maissorte "MON 810" des US-Herstellers Monsanto noch einmal zu überprüfen.
Umweltjournal-Buchtipp: Mit Gift und Genen
Köln/Brühl, 08.02.2009: Die Machenschaften von Monsanto, einer schon unzählige Male verklagten amerikanischen Firma, erklärt uns die Autorin Marie-Monique Robin in ihrem neuesten Buch "Mit Gift und Genen". Der Chemie- und Biotech-Riese Monsanto spielt mit seinen Produkten wie Pestiziden und genmanipulierten Pflanzen eine umstrittene Rolle in der Weltnahrungsmittelproduktion. Durch den Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut erzielt ...
Das Gen, das die Lebensuhr zurückdreht
München, 07.02.2009: Früher war die Sache klar: Sobald ein Mensch geboren ist, gibt es kein Zurück. Ob Leber, Muskel oder Haut - keine Körperzelle, so schien es, kann je wieder etwas anderes werden als sie ist. Dieses Dogma freilich ist inzwischen widerlegt. Selbst ausgereifte Zellen, so weiß man heute, lassen sich in einen embryonalen Zustand zurückversetzen - wenn auch nur mithilfe krebsfördernder Gene und heikler ...
Heilsversprechen der Gentechnik-Industrie sind unrealistische Science Fiction!
Wien, 18.01.2009: Die Ankündigungen der Gentech-Konzerne schon bald könne mit gentechnisch veränderten Nutzpflanzen der Welthunger bekämpft, die Energieversorgung gesichert oder dem Klimawandel begegnet werden, halten nach Analysen von GLOBAL 2000 einer Überprüfung nicht Stand. Eine für GLOBAL 2000 und seine deutsche Partnerorganisation BUND erstellte Studie mit dem Titel "Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie - ein Realitäts-Check" zeigt, ...
Buchrezension: Genetik für Ahnungslose - eine Einstiegshilfe für Studierende
Köln, 15.05.2008: Wie der Titel schon erahnen lässt geht es in diesem Buch um einen Überblick und Basiskenntnisse der Genetik. Die Autorin, Michaela Aubele, will Studierenden der Fächer Biochemie, Pharmazie, Agrarwissenschaft und Medizin, in denen die Genetik zunehmend Einzug erhält, die benötigten Basics zu liefern, auf die im Studium nicht hinreichend eingegangen wird.
Babys werden zum Spielball eines Menschenversuchs
Wien, 02.05.2008: Bei einer im Auftrag von GLOBAL 2000 durchgeführten Analyse wurden bei 60 Prozent der untersuchten zehn Soja-Produkte gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Davon betroffen ist auch Säuglingsnahrung. "Das Schockierende für uns ist, dass ausgerechnet in Säuglingsnahrung die höchste Kontamination gefunden wurde. Es handelt sich um Produkte für Säuglinge, die bereits mit ...
Risiko von Gentech-Pflanzen ist nicht beherrschbar
Wien, 07.04.2008: Eine soeben veröffentlichte Studie von WissenschaftlerInnen der schwedischen Lund Universität belegt: Gentech-Pflanzen sind auch bei sorgfältigem Umgang nicht beherrschbar. Die Untersuchung zeigt, dass Gentech-Pflanzen länger als bisher angenommen im Erdreich überdauern. Zehn Jahre lang bleiben laut Studie Samen von gentechnisch verändertem Raps keimfähig im Boden.
Gen-Kartoffeln freigesetzt
Berlin, 02.04.2008: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am 31. März 2008 dem Unternehmen BASF Plant Science die Freisetzung gentechnisch veränderter Kartoffeln unter Sicherheitsauflagen genehmigt. Gestattet wurden Freisetzungen auf Flächen in den Gemeinden Falkenberg/Elster (Brandenburg), Thulendorf (Mecklenburg-Vorpommern) und Ausleben, Ortsteil ...

Stand: 7. April 2008
Erstellt: 7. April 2008

Achtung: Umweltjournal.de übernimmt keine Haftung für veröffentlichtes Textmaterial der Autoren. Die Artikel unterliegen dem Urheberrecht der Autoren und sind nur nach ausdrücklicher Genehmigung frei zum weiterverarbeiten!

Webmaster: André Sepeur
© 1999 - 2010 by André Sepeur Medienberatung