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Ernaehrung und Landwirtschaft
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Artikel Nr.: 11912
Dunkle Geschäfte mit Tiermehl und Schlachtabfällen
Berlin, 22.02.2007: Tierische Abfälle werden europa- und weltweit zum Teil illegal gehandelt. Mit Wissen der Behörden. Das haben Recherchen von foodwatch ergeben. Verbotenerweise können sie so in der menschlichen Nahrungskette landen. foodwatch hat Strafanzeige gegen zuständige Behörden und Unternehmen erstattet.Kategorie 3-Abfälle sind beispielsweise Federn, Häute und Hörner sowie Knochen,
Organische Verbindungen, die aus Glycerin und Fettsäuren aufgebaut sind.Fette, Blut und Gammelfleisch. Diese Abfälle und das daraus hergestellte Tiermehl dürfen keinesfalls in die menschliche Nahrungskette gelangen, sei es als Zutat für Lebensmittel oder als Futter für landwirtschaftliche Nutztiere. Sie dürfen ausschließlich an Heim-, Pelz- oder Zootiere verfüttert oder als Düngemittel verwendet werden. Exporte in Nicht-EU-Länder sind gesetzlich nur erlaubt, wenn ein bilaterales Abkommen diese Verwendung garantiert.
Tiermehl wird an Nutztiere verfüttertNamhafte Firmen wie zum Beispiel Europas größter Fleischkonzern Vion exportieren Tiermehl jedoch auch in Staaten, mit denen es kein entsprechendes Abkommen gibt. Selbst nach Vietnam, wo diese Importe ausdrücklich verboten sind.
foodwatch ist eine gemeinnützige, politisch und finanziell unabhängige Organisation und wurde im Jahr 2002 gegründet.
foodwatch hat vor Ort recherchiert. Ergebnis: In Vietnam wird das Tiermehl an landwirtschaftliche Nutztiere verfüttert und gelangt so in die menschliche
Beziehung zwischen Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden (Räuber-Beute oder Parasit-Wirt).Nahrungskette. Behörden decken nach Erkenntnissen von foodwatch die fragwürdigen Praktiken mit amtlichen Genehmigungen. foodwatch reichte am 20.02.2007 Strafanzeige ein gegen Firmen und Veterinärämter in Deutschlands größter Viehwirtschaftsregion Niedersachsen.
Mitmach-Aktion: foodwatch fordert Herstellerverantwortung Nach der europäischen Abfallgesetzgebung sind Hersteller auch für die
siehe Atommüll, Abfall, kommunale Abfallbeseitigung, Abwässerreinigung
Entsorgung oder Verwertung ihrer Produkte als
Als A. werden bewegliche Gegenstände bezeichnet, deren sich der Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss.
Abfall verantwortlich. foodwatch fordert: Der Umgang mit tierischen Abfällen muss ebenfalls nach diesem Prinzip geregelt werden. Alle Stufen müssen lückenlos dokumentiert und überwacht werden. Am 21.02.2007 hat foodwatch eine Mitmach-Aktion gestartet. Bürger können die Forderungen von foodwatch unterstützen und Bundesverbraucherminister Horst Seehofer per E-Mail auffordern, den illegalen Praktiken ein Ende zu setzen.
Autor: foodwatch e.V.
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Stand: 25. Februar 2007
Erstellt: 22. Februar 2007
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