Inserate
Top-News Ernährung und Landwirtschaft
Putenmastskandal: Eidesstattliche Versicherungen der Betriebe nicht gerichtsfest
ÖKO-TEST Kompakt E-Nummern
Ministerin Grotelüschen in Tierquälerei-Skandal verwickelt
: Kühe auf dem „Horrorhof“ in Datzetal wieder geprügelt
ÖKO-TEST Eistee: Zuckerwasser mit Aromen-Mix
Neues PETA-Motiv mit Pamela Anderson verboten
Russischer Zupfkuchen / Neue Folge der „Alles Vegan!“-Kochshow auf PETA TV
Erst lesen, dann lecken
Bei Hitze lieber Gänsewein
Asia-Salate, Endivie und Feldsalat aus eigenem Anbau
Deutschland weiter Weltmeister vor den USA und Frankreich
ÖKO-TEST Apfel-Direktsäfte: Beste Noten für Streuobst
Das traurige Leben der Edeka-Kaninchen
Ampel auf Grün schalten!
Zur Fußball-WM: Eine kulinarische Reise nach Südafrika
Überkapazität der Fangflotte bedroht Bestand des Roten Tuns
Dicker Dorsch, dünner Hering
Lebensmittel: Bilanz aus 85 Tests
Bakterien-Käse: foodwatch stellt Strafanzeige
PETA-Video: Fleischesser lernen vegane Spezialitäten schätzen
Inserate

Hühnerquälerbande Ringstorff, Wulff und Rüttgers

Bonn, 05.04.2006: Der Bundesrat wird sich am 7. April erneut mit der Legehennenhaltung beschäftigen. Auf Antrag der Landesregierungen Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen soll der Bundesrat das ab 1.1.2007 geltende Verbot der Käfighaltung von Legehennen aufkündigen. Die Bundesländer werden damit zu Erfüllungsgehilfen der Legehennenindustrie, stellt der Deutsche Tierschutzbund klar. Er startet heute seine Kampagne "Hühnerquälerbande".


"Stoppt die Hühnerquälerbande!" Mit dieser Schlagzeile unter den Fotos der drei Ministerpräsidenten Harald Ringstorff, Christian Wulff und Jürgen Rüttgers macht der Deutsche Tierschutzbund mobil. Er ruft die Bevölkerung zu Protesten auf. „Die Landespolitiker tragen persönlich die Verantwortung, wenn der Bundesrat auf deren Betreiben für die Fortführung der millionenfachen Tierqual votiert. Da hilft auch keine Begriffskosmetik. Kleingruppenhaltung ist nichts anders als Hühnerhaltung im Käfig“. Mit diesen Worten gab Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, den Startschuss für die Kampagne.

Den vorliegenden Informationen zufolge sieht ein Antrag, den die drei Länder gemeinsam einreichen vor, die Hühner zukünftig u. a. in Käfigen mit einer Grundfläche von 800cm² je Tier zu halten. Da in den Käfigen bis zu 60 Hennen leben sollen, beschönigen die Länder die Haltungsform mit dem Begriff „Kleingruppe“.

Neben den emotionalen Argumenten sprechen auch die wissenschaftlichen und rechtlichen Fakten eine klare Sprache: Die Kleingruppenhaltung ist der ausgestaltete Käfig. Der ist nicht tiergerecht. Das bestätigt eine Vielzahl an seriösen Wissenschaftlern. In dem vom Bundesrat offenbar favorisierten Käfigsystem ist kein verhaltensgerechtes Scharren oder Sandbaden möglich. Auch die geschützte Eiablage ist kaum möglich und ein Aufflattern ist in dem System völlig unmöglich. Damit verstößt dieses Haltungssystem eklatant gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1999 und gegen das Staatsziel Tierschutz. Aber auch im wirtschaftlichen und arbeitspolitischen Sinn führt der Käfig in eine Sackgasse. Durch alternative, tiergerechte Haltungen können mehr Arbeitsplätze geschaffen werden als in jeder agrarindustriell geprägten Landwirtschaft.

"Ringstorff, Wulff und Rüttgers wollen den Hühnern nur einen Lebensraum in der Größe eines Aktendeckels zugestehen. Nicht nur, dass die Bundesländer damit einen Verfassungsbruch riskieren. Es ist schlicht und einfach tierquälerisch. Das Etikett „Hühnerquäler“ haftet an ihnen“, so Apel. „Die Kritik des Deutschen Tierschutzbundes richtet sich im Übrigen auch gegen die Schweinehaltungsverordnung, die am gleichen Tag beschlossen werden soll. Auch die darin vorgesehenen Haltungsvorschriften sind aus Tierschutzsicht ungenügend."

Autor: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Tierschutz":
Bauernverband Rheinland-Pfalz Süd will mit der Bundeswehr Krieg gegen Wildschweine führenBauernverband Rheinland-Pfalz Süd will mit der Bundeswehr Krieg gegen Wildschweine führen
Hamburg, 01.09.2010: Die internationale Tierschutzschutzorganisation VIER PFOTEN weist Forderungen des rheinland-pfälzischen Bauernverbandes (Süd) nach einem Einsatz der Bundeswehr bei der Jagd auf Wildschweine als absurd zurück.
Japan: Jagd auf Delfine geht wieder losJapan: Jagd auf Delfine geht wieder los
München, 30.08.2010: Tierschützer befürchten das Schlimmste: Am Mittwoch, dem 1. September, startet vor der japanischen Küste wieder die Treibjagd auf Delfine und Kleinwale. Alljährlich werden dort bis zu 15.000 der kleinen Meeressäuger grausam abgeschlachtet.
Rehabilitations-Programm setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen die Ausrottung der Orang-UtansRehabilitations-Programm setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen die Ausrottung der Orang-Utans
Hamburg/Samboja Lestari, 26.08.2010: Im kommenden Winter wird die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN damit beginnen, verwaiste und ehemals misshandelte Orang-Utans in Ost-Kalimantan, dem indonesischen Teil der Tropeninsel Borneo, auszuwildern.
Stoppt das Massaker an Grindwalen auf den Färöer-InselnStoppt das Massaker an Grindwalen auf den Färöer-Inseln
Wädenswil, 03.08.2010: Mit erschütternden Bildern hat der Film „The Cove“ („Die Bucht“) die skrupellose Jagd auf Delphine und das blutige Massaker dokumentiert, das japanische Fischer alljährlich im Dorf Taiji veranstalten. Der Film wurde mit dem „Oscar“ für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Doch während die Welt empört und erschüttert nach Japan schaut, spielt sich im europäischen Nordatlantik – von der Öffentlichkeit weit gehend unbeachtet – eine Tragödie ab, die durchaus mit dem japanischen Blutbad vergleichbar ist.
TV-Tipp: BÄRENWALD Müritz bei Günther JauchTV-Tipp: BÄRENWALD Müritz bei Günther Jauch
Hamburg/Stuer, 22.06.2010: Seit drei Jahren lebt Bärin Maya mit ihren Söhnen Ben und Felix im BÄRENWALD Müritz, dem Tierschutzprojekt von VIER PFOTEN in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Fernsehteam hat die Bären begleitet – wie gut sich die Bären entwickelt haben, zeigt RTL am 23.06.2010 in der Sendung „Stern TV“ um 22.15 Uhr.
Stadttauben – Film über tierschutzgerechtes ManagementStadttauben – Film über tierschutzgerechtes Management
Aachen, 10.06.2010: Der Bundesverband Menschen für Tierrechte präsentiert jetzt einen Dokumentarfilm zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttauben. Das Taubenschlag-Konzept wird mittlerweile von über 50 Städten und Gemeinden umgesetzt.
25 Verbände fordern Absage der Bundesregierung an gefährlichen Walfangkompromiss25 Verbände fordern Absage der Bundesregierung an gefährlichen Walfangkompromiss
München, 14.05.2010: In einem Offenen Brief haben 25 Umwelt- und Tierschutzorganisationen Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, auf ein Ende des kommerziellen Walfangs zu drängen, statt gefährliche Kompromisse einzugehen. Deutschland hat einen Kompromiss zwischen Walfang- und Walschutzinteressen mit ausgehandelt, über den auf der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) im Juni abgestimmt werden soll.
„Germany’s Next Topmodel“ nimmt keine Rücksicht auf Tierschutz „Germany’s Next Topmodel“ nimmt keine Rücksicht auf Tierschutz
Hamburg, 14.05.2010: In der gestrigen Folge der aktuellen Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ sind zum wiederholten Male Elefanten sowie ein Affe als Shooting-und Laufstegpartner genutzt wurden. VIER PFOTEN fordert ProSieben und die Produktionsfirma Tresor TV auf, endlich dem Tierschutz Rechnung zu tragen und in Zukunft auf den Einsatz von Wildtieren zu verzichten.
VIER PFOTEN rettet 19 Damhirsche vor dem Abschuss auf Robben IslandVIER PFOTEN rettet 19 Damhirsche vor dem Abschuss auf Robben Island
Hamburg, 26.04.2010: Auf der südafrikanischen Insel Robben Island, auf der Nelson Mandela jahrelang inhaftiert war, drohte den dort lebenden Damhirschen ein Ende durch Tötung. Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat die Tiere übernommen und bietet ihnen ein Leben in Sicherheit im Wildtierrefugium LIONSROCK Park.
Tierversuchstag 2010Tierversuchstag 2010
Bad Orb, 22.04.2010: Am 24. April ist der "Internationale Tag des Versuchstiers". In Deutschland werden jährlich zwei Millionen Tiere für Tierversuche misshandelt und getötet, in Europa sind es zehn Millionen. Dies ruft vielfach Empörung hervor, die gerechtfertigt ist - jedoch nicht immer.

Stand: 5. April 2006
Erstellt: 5. April 2006