Umweltjournal.de | Ernaehrung und Landwirtschaft  | Artikel Nr.: 990

Sekundäre Pflanzenstoffe im Wein - Alkoholfreier Wein gegen Herz-, Kreislauferkrankungen





Bonn, 13.02.2002: Wein, insbesondere Rotwein, ist durch das sogenannte "French Paradoxon" positiv ins Gerede gekommen: Die französische Bevölkerung leidet trotz eines höheren Fettkonsums weniger an Herz- und Kreislauferkrankungen als die amerikanische.

Der höhere Konsum der Franzosen an Wein, insbesondere an Rotwein, wird hiermit in Verbindung gebracht. Polyphenolische Verbindungen, die überwiegend in Rotwein enthalten sind, haben eine antioxidative Wirkung und können Sauerstoffradikale abfangen. Diese stehen in Verdacht, Alterungsprozesse auszulösen bzw. sie zu beschleunigen. Wein hat allerdings, wie jedes alkoholische Getränk, nur in Maßen genossen positive Eigenschaften. Wer ganz auf Alkohol verzichten möchte oder muß, kann sich freuen: auch in alkoholfreiem Wein oder Sekt bleiben polyphenolische Verbindungen erhalten, wie das Forschungszentrum für Ernährung, Stuttgart, kürzlich analysiert hat.

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Bedingt durch den Herstellungsprozess ist der Gehalt an polyphenolischen Verbindungen in Rotwein weitaus höher als in Weißwein. So findet man in herkömmlichem Rotwein ca. 500-5000 mg/l phenolische Verbindungen, wobei der höhere Wert wärmeren Anbaugebieten zuzuordnen ist, der niedere eher den kühleren. Weißweine aus dem Mittelmeerraum enthalten ca. 400 mg phenolische Verbindungen pro Liter. Auch in den alkoholfreien Sorten ist dieser Unterschied festzustellen.
Autor: Auswertungs- und Informationsdienst Bonn e.V.
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Stand: 21. März 2003
Erstellt: 13. Februar 2002
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