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Gesundheit und Kosmetik
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Artikel Nr.: 700
Chance auf Reform der EU-Chemikalienpolitik vertan! - WWF: Neue Chemikalienpolitik ignoriert weiterhin Gesundheit und Umwelt
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Bremen/Brüssel, 16.11.2001 - Das Europäische Parlament hat gestern in Brüssel das Weißbuch für eine neue Ausrichtung der Chemikalienpolitik verabschiedet, die den Schutz von Gesundheit und Umwelt nicht berücksichtigt.Gefährliche
Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen.Chemikalien, die sich im menschliche Körper anreichern, dürfen weiterhin verwendet werden, auch hormonell wirksame Stoffe sollen keiner strengen Kontrolle unterliegen. Wir sind entsetzt über die Entscheidung des Parlaments. Es ist ein Skandal, dass die kurzfristigen Interessen der chemischen
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie höher bewertet werden als der Schutz der menschlichen
Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Gesundheit und der
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt, kritisierte
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF-Chemieexpertin Patricia Cameron. Damit sind die Parlamentarier ihrer Verpflichtung, sich für den Schutz der Bevölkerung einzusetzen, nicht nachgekommen. Der
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF und auch der Europarat hatten gefordert, dass Chemikalien nur noch dann verwendet werden dürfen, wenn sie nachweislich weder die menschliche Gesundheit noch die Umwelt schädigen. Alle Chemikalien, die derzeit im Umlauf sind, sollten auf ihre Wirkung überprüft werden. Gefährliche Stoffe, für die es noch keine Alternative gibt und die gesellschaftlich unverzichtbar sind, müssen einer strengen Zulassungspflicht unterliegen. Alle diese Forderungen sollen nun auch künftig nicht berücksichtigt werden. 30 000 Chemikalien sind zur Zeit auf dem Markt, ohne dass vorher untersucht
wurde, ob sie schädliche Auswirkungen haben. Selbst Giftstoffe wie Organozinnverbindungen (z.B. TBT),
W. sind feste oder flüssige, organische Verbindungen, die als Additive eine weichmachende Wirkung auf Kunststoffe, Textilien, Lacke, Zellglas und Dichtungsstoffe ausüben.Weichmacher oder bromierte
Sammelbezeichnung für anorganische und organische Verbindungen, die Holz, Kunststoffe und Textilien flammfest machen, d.h. die Entzündung behindern bzw. die Verbrennung erschweren. Flammschutzmittel,die das Hormonsystem schädigen können, werden in Gebrauchsgegenständen wie
Die Herstellung von K. ist gesetzlich geregelt durch das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz.Kinderspielzeug,
C. (bzw. allgemein Mikroelektronik) sind in Sachen Umwelt Helfer und Sünder zugleich. Computer oder
P. (Polyvinylchlorid)ist ein Kunststoff mit einem breiten Einsatzspektrum und wird v.a. für die Herstellung von Verpackungen und Spielwaren und im Baubereich verwendet.PVC-Bodenbelägen eingesetzt, obwohl sie mit einer zunehmenden Anzahl von Prostatakrebs und abnehmenden Spermienzahlen in Verbindung gebracht werden. Hormonell wirksame
Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen.Chemikalien können bereits in geringsten Konzentrationen in das Hormonsystem von Ungeborenen und Kleinkindern eingreifen. Dort können sie die Fortpflanzungsfähigkeit schädigen sowie das Zentralnervensystems stören und dadurch zu späteren Verhaltensveränderungen und Intelligenzverminderung führen. Besonders gefährlich ist die gleichzeitige Einwirkung eines ganzen Hormoncocktails auf Natur und Mensch, dessen Einzeleffekte sich addieren und somit trotz einzelner geringer Konzentrationen zu einer gefährlichen Gesamtmenge führen können.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 3. Jänner 2002
Erstellt: 20. November 2001
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