Umweltjournal.de | Gesundheit und Kosmetik  | Artikel Nr.: 328

Die KATALYSE e.V. gibt Verbraucher-Ratgeber zu BSE heraus und zeigt Lücken in den BSE-Maßnahmen auf





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Verbraucherinnen und Verbraucher können auch „in Zeiten von BSE“ ihr Risiko minimieren, wenn sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten und auf besonders riskante Produkte verzichten.

Im neuen KATALYSE Ratgeber „BSE und die Folgen“ zeigt das KATALYSE Institut, wie sie beim täglichen Einkauf „BSE-verdächtige“ Produkte erkennen und damit vermeiden können.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher fragen sich, was sie „in Zeiten von BSE“ überhaupt noch kaufen und essen können. So reicht es heute nicht mehr aus, beim Einkauf auf die Herkunft von Rindfleisch zu achten, vielmehr müssen gerade verarbeitete Produkte, wie etwa Fertiggerichte auf enthaltene Inhalts- und Zusatzstoffe aus Rinderbestandteilen überprüft werden.

Bis zum November 2000 war die Welt in Deutschland noch in Ordnung. Obwohl bis dahin bereits sechs BSE-Fälle bei importierten Rindern festgestellt wurden, galt Deutschland als BSE-frei. Der erste deutschen BSE-Fall weitete sich schnell zum politischen Skandal aus, zwei Minister verloren sogar ihr Amt.

Die intensive Berichterstattung zum Thema BSE führte uns in aller Deutlichkeit vor Augen, welche zum Teil sehr riskanten Gewebe aus Rindern bis zum Herbst 2000 zur Herstellung von Nahrungsmitteln verwendet wurden. Das heute immer noch Hirn und Rückenmark von Kälbern unter 12 Monaten und von allen Schweinen in Lebensmitteln verarbeitet werden dürfen, ist angesichts des mangelnden Kenntnisstandes über BSE und seine Ansteckungswege als Skandal zu bezeichnen. Die Schnelltests haben als nicht absolut zuverlässig erwiesen und europaweit wurden nicht alle möglichen Übertragungswege über das Futter geschlossen, wie etwa die Verfütterung von Tiermehlen an Fischen und Wildtieren. Hier fordert das KATALYSE Institut dringend umfassende Nachbesserung.
Ob die BSE-Welle nun Deutschland und das übrige Europa mit voller Wucht treffen wird, kann zur Zeit niemand mit Sicherheit sagen. In einigen europäischen Staaten wie Frankreich und Deutschland steigen derzeit die Zahlen von BSE-erkrankten Rindern noch an, während in der Schweiz und Großbritannien die Zahl der BSE-Erkrankungen, wenn auch von hohem Niveau, rückläufig sind.

Vorwort des Herausgebers
Bis zum November 2000 war die Welt in Deutschland in Ordnung. Obwohl bereits sechs BSE-Fälle bei importierten Rindern festgestellt wurden, galt Deutschland als BSE-frei. Im Zeitraum von 1991 bis 1999 wurden in Deutschland insgesamt etwa 19.000 Rindergehirne von Tieren mit zentralnervösen Symptomen untersucht, ohne dass BSE-Infektionen nachgewiesen werden konnten. In Nordrhein-Westfalen führte man in einem Modellvorhaben vom März bis Juni 1999 zusätzlich mehr als 5.000 Schnelltests an Rindern durch, ebenfalls ohne positiven Befund.
Das Auftreten des ersten originär deutschen BSE-Falls weitete sich schnell zum politischen Skandal aus, zwei Minister verloren sogar ihr Amt. Ob die BSE-Welle nun Deutschland und das übrige Europa mit voller Wucht treffen wird, kann zur Zeit niemand mit Sicherheit sagen. In einigen europäischen Staaten wie Frankreich und Deutschland steigen derzeit die Zahlen von BSE-erkrankten Rindern noch an, während in der Schweiz und Großbritannien die Zahl der BSE-Erkrankungen, wenn auch von hohem Niveau, rückläufig sind.

Die in jüngster Zeit intensive Medienberichterstattung zum Thema BSE führte uns in aller Deutlichkeit vor Augen, welche zum Teil sehr riskanten Gewebe aus Rindern bis zum Herbst 2000 zur Herstellung von Nahrungsmitteln verwendet wurden.

Viele Verbraucher fragen sich, was sie „in Zeiten von BSE“ überhaupt noch kaufen und essen können. Dabei steht die Frage im Vordergrund, in welchen Produkten sich Rohstoffe vom Rind verbergen. So reicht es heute nicht mehr aus, beim Einkauf auf die Herkunft von Rindfleisch zu achten, vielmehr müssen gerade verarbeitete Produkte, wie etwa Fertiggerichte auf enthaltene Inhalts- und Zusatzstoffe aus Rinderbestandteilen überprüft werden. Aber die Verbraucher können auch „in Zeiten von BSE“ ihr Risiko minimieren, wenn sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten und auf besonders riskante Produkte verzichten.

In dem vorliegenden Ratgeber „BSE und die Folgen“ geben wir Ihnen einen Überblick über die Ausbreitung von BSE und die daraus resultierenden Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier. Im Abschnitt „Verbrauchertipps“ zeigen wir Ihnen, wie Sie beim täglichen Einkauf „BSE-verdächtige“ Produkte erkennen und damit vermeiden können.
Warum die BSE-Krise auch als Chance für eine Wende in der Agrar- und Ernährungspolitik verstanden werden kann, und was seitens der Politik, Landwirtschaft, Industrie, des Handels, aber auch der Verbrauchern getan werden muss, zeigen wir im dritten Abschnitt auf. Mit den Massenschlachtungen von Rindern, einem neuen Prämiensystem in der Tierhaltung und der verstärkten Förderung des Ökologischen Landbaus, hat die Politik erste Zeichen gesetzt. Um die ursächlichen Probleme zu beseitigen, bedarf es jedoch eines umfassenden gesellschaftlichen Wandlungsprozesses, an dem sich auch die Verbraucher durch bewusste Kaufentscheidungen, verstärkte Nachfragen nach „sicheren“ und qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln beteiligen müssen!
Über Anregungen und Kritik zu dem vorliegenden Ratgeber würden wir uns freuen.
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Frank Waskow und Martin Engelbert im März 2001
KATALYSE Umweltinstitut
Remigiusstr. 21
50937 Köln
Email: bse@katalyse.de
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ISBN: 3-89533-333-6
Preis: DM 8,80

Ihre Ansprechpartner:
Dr. Thomas Wardenbach
Frank Waskow
Autor: KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung e.V.
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Stand: 21. März 2003
Erstellt: 19. April 2001

Weiterführende Informationen:

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