Abwehr der Vogelgrippe
Berlin/Brüssel, 27.10.2005: Die EU-Mitgliedstaaten haben im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCFCAH) den Vorschlag der EU-Kommission zur Verhängung eines Einfuhrverbots für Ziervögel angenommen. Mit diesen Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Vogelgrippe reagiert die EU auf einen Fall hoch pathogener Vogelgrippe, der in der vergangenen Woche bei einem in Quarantäne gehaltenen Vogel im Vereinigten Königreich festgestellt wurde.Das Einfuhrverbot gilt für in Gefangenschaft gehaltene lebende Vögel (außer Geflügel), die zu kommerziellen Zwecken importiert werden. Die jüngsten Entscheidungen sehen einige Ausnahmeregelungen vor. So dürfen Vögel zwischen anerkannten Zoos und ähnlichen Einrichtungen befördert werden. Bruteier von anderen Vögeln als Geflügel dürfen zur Verwendung in zugelassenen Brütereien dann eingeführt werden, wenn ihre Schale bei der Einfuhr desinfiziert wird oder wenn die
E. des Hausgeflügels sowie mancher Wildvögel dienen als Lebensmittel. Hühnereier werden derzeit in Deutschland zu 90 Prozent in Massentierhaltung (intensive Legehennenproduktion) erzeugt. Eier an Zoos versandt werden.
Was die Mitführung von Vögeln durch ihre Besitzer betrifft, so können die Mitgliedstaaten die Einfuhr von bis zu fünf Vögeln aus Drittländern erlauben, sofern diese Tiere in zugelassenen Drittländern 30 Tage in Quarantäne gelebt haben. Andernfalls müssen sie im Bestimmungsmitgliedstaat 30 Tage lang in Quarantäne gehalten werden. Auch Vögel, die gegen
Grippe können auch Vögel bekommen. Der Erreger ist das Influenza A-Virus. Alle Influenza-Viren vom Subtyp H5 und H7 können Vögel infizieren. Es erkranken allerdings nicht alle Vögel. Wildvögel sind weitestgehend immun gegen die Vogelgrippe. Vogelgrippe geimpft oder während einer 10-tägigen
siehe Wärmedämmung
Isolation negativ auf
Grippe können auch Vögel bekommen. Der Erreger ist das Influenza A-Virus. Alle Influenza-Viren vom Subtyp H5 und H7 können Vögel infizieren. Es erkranken allerdings nicht alle Vögel. Wildvögel sind weitestgehend immun gegen die Vogelgrippe. Vogelgrippe getestet wurden, können mitgeführt werden.
In Norwegen, der Schweiz, Liechtenstein, Andorra, Island, Grönland, auf den Färöer-Inseln und in San Marino gelten keine derartigen Beschränkungen für die Mitführung von Vögeln.
Die getroffenen Entscheidungen werden bis zum 30. November 2005 gelten. Dann wird der SCFCAH die Lage erneut überprüfen.
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
Weiterführende Informationen:
Die letzten 15 Meldungen zum Thema "Vogelgrippe":
 |
Rezension: BSE, Vogelgrippe & Co. |
|
Köln, 20.01.2009: Der europaweite BSE-Skandal liegt noch nicht einmal zehn Jahre zurück, die Vogelgrippe scheint nur momentan ausgeflogen. Dafür halten wir uns mit Gammelfleisch und mit PCB verseuchten irischen Schweinen auf Trab. Skandale, gerade Lebensmittelskandale, scheint es immer zu geben. Das ist wohl gar nicht so überraschend, wenn man sich dem Thema unter soziologischen ...
|
 |
Vogelgrippe im Landkreis Görlitz |
|
Brüssel, 11.10.2008: Deutsche Behörden haben die EU-Kommission darüber informiert, dass in einem Geflügelhof im sächsischen Landkreis Görlitz ein Fall von Vogelgrippe mit Verdacht auf die hoch ansteckende Variante H5N1 entdeckt worden ist. Zur Klärung, ob es sich tatsächlich um das Virus HPAI H5N1 handelt, wurden Laborproben angefordert.
|
 |
Intelligentes Medizinsystem |
|
Brüssel/Berlin, 14.08.2007: Die Europäische Kommission hat ein neues medizinisches Intelligenzsystem entwickelt. Es durchsucht und sortiert Informationen aus mehr als 1000 Nachrichten- und 120 Gesundheits-Websites in 32 Sprachen. Ergänzend zu herkömmlichen Verfahren wird das neue System mit der Bezeichnung MediSys den Gesundheitsbehörden Informationen über Krankheitsausbrüche oder Industrieunfälle in ...
|
 |
Vogelgrippe: Friedrich-Löffler-Institut verrät sich als Lobbyist der Massengeflügelhalter |
|
Heikendorf/Kiel, 15.07.2007: Die Thüringer Hausgans, die Ende letzter Woche angeblich an Vogelgrippe gestorben war und damit eine Massentötung von 1.200 Vögeln ausgelöst hatte, war möglicherweise gar nicht H5N1-positiv. Zu diesem Schluss kommt Mathias Güthe, Vorstandsmitglied von PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V.. Die Gans wurde nämlich zunächst in einem Institut in Bad Langensalza negativ getestet. Erst beim ...
|
 |
Japan stellt Import von deutschem Geflügel ein |
|
Frankfurt a.M., 11.07.2007: Nachdem in Deutschland der erste Fall von Vogelgrippe bei einem Nutztier aufgetreten ist, wird Japan zunächst kein deutsches Geflügel mehr ins Land holen. Das gilt für Hühner, Wachteln, Puten, Strauße und Eintagsküken. Weder lebendige Tiere, noch Fleisch oder Eier dürfen die japanische Grenze überschreiten. Pressereferent Hubertus von der Goltz vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und ...
|
 |
Vogelgrippe: Friedrich-Loeffler-Institut ändert Bewertung |
|
Insel Riems, 07.07.2007: Die Funde von infizierten Wildvögeln in nunmehr vier Bundesländern veranlassen das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), die Risikobewertung einer Einschleppung von hochpathogenem aviärem Influenzavirus H5N1 ("Vogelgrippe") in Nutzgeflügelbestände in Deutschland wieder als "hoch" zu bewerten. Infektionen von Wildvögeln mit Vogelgrippevirus vom ...
|
 |
Hoch pathogene Aviäre Influenza bei Wildvögeln nachgewiesen |
|
Berlin, 27.06.2007: "Der erneute Ausbruch der Vogelgrippe kommt vom Zeitpunkt her überraschend. Unsere Wissenschaftler haben jedoch immer darauf hingewiesen, dass das Virus unter Wildvögeln in Europa noch verbreitet sein könnte. Wie es nach Nürnberg kam, kann derzeit noch niemand erklären. Fest steht: Das Virus ist nicht verschwunden, sondern in der Umwelt immer noch präsent. Deshalb ist ...
|
 |
Aktueller MKS-Ausbruch in der Türkei! |
|
Köln, 12.04.2007: Vor einigen Jahren ließen BSE und MKS die Verbraucher aufschrecken. Heute sind es die Vogelgrippe sowie Ekel- und Gammelfleisch-Skandale. Diese haben BSE und MKS vielleicht aus dem Gesprächsalltag verdrängt, vom Tisch (im wahrsten Sinne des Wortes) sind diese Krankheiten jedoch keineswegs. Erst im Dezember 2006 wurde der 142. bayrische BSE-Fall offiziell bestätigt.
|
 |
EU verbietet Wildvogelimport dauerhaft |
|
München/Brüssel, 13.01.2007: PRO WILDLIFE begrüßt die Entscheidung der EU, die Einfuhr von Wildvögeln dauerhaft zu verbieten. Ausschlaggebend hierfür war ein Gutachten der Europäischen Lebensmittelbehörde, das das große Gesundheitsrisiko durch den Wildvogelimport betonte. Es bestätigte zudem skandalöse Tierschutzprobleme, u.a. den Tod von über 50% der gefangenen Vögel.
|
 |
Vogelgrippe rettet Millionen Wildvögel |
|
München, 28.10.2006: Das Einfuhrverbot von Wildvögeln in die EU jährt sich. Es war aus Angst vor der Vogelgrippe in Kraft getreten und scheint nicht nur bei der Seuchenbekämpfung erfolgreich zu sein. Artenschützer melden, dass es bis zum Jahresende rund vier Millionen Wildvögel gerettet hat. Das Verbot war verhängt worden, nachdem importierte Papageien in einer englischen Quarantänestation an Vogelgrippe gestorben waren.
|
 |
Geflügelpest und pandemische Influenza |
|
Brüssel/Berlin, 18.10.2006: Die EU-Kommission hat 28,3 Millionen Euro für neue Forschungsprojekte im Bereich der Geflügelpest und der pandemischen Influenza zugesichert. Ingesamt wurden 17 Projekte innerhalb des sechsten Forschungsrahmenprogramms der EU ausgewählt. Gegenstand dieser Projekte ist die Gesundheit sowohl von Menschen als auch von Tieren.
|
 |
Schutz gegen Grippepandemie? |
|
Brüssel/Berlin, 07.06.2006: Markos Kyprianou, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, bedauert, dass die EU-Gesundheitsminister sich nicht zum Aufbau eines europäischen Vorrats für Medikamente zur Bekämpfung einer Grippepandemie einigen konnten. Ein solcher Vorrat war zur EU-weiten Vorsorge für eine mögliche Pandemie diskutiert worden und wäre bei Bedarf in der EU verteilt worden.
|
 |
Vogelgrippe, Stallpflicht und kein Ende |
|
Berlin, 03.05.2006: Die Ursachen der Vogelgrippe liegen nicht bei den artgerechten Freilandhaltungen. Wer Tiere ökologisch und artgerecht hält, muss davon in Zukunft auch profitieren können. Wie wäre es mit kostenlosen Impfungen gegen Vogelgrippe für alles Freilandgeflügel? Eine bundesweite Dauerstallpflicht ist unverhältnismäßig und verstößt gegen das Übermaßverbot.
|
 |
Kampf der Vogelgrippe |
|
Brüssel/Berlin, 29.04.2006: Die Europäische Kommission wird 100 Millionen Euro voraussichtlich vollständig vor dem Zieldatum bereitstellen. Auf der Pekinger Konferenz zur weltweiten Bekämpfung der Vogelgrippe hatte sie diese Mittel zugesagt. Ziel ist, ärmeren Ländern zu helfen, die Vogelgrippe bei Tieren einzudämmen und besser auf eine mögliche Pandemie beim Menschen vorbereitet zu sein. Am 6. und 7. Juni kommen in Wien ....
|
Stand: 22. Februar 2006
Erstellt: 27. Oktober 2005
Achtung: Umweltjournal.de übernimmt keine Haftung für veröffentlichtes Textmaterial der Autoren. Die Artikel unterliegen dem Urheberrecht der Autoren und sind nur nach ausdrücklicher Genehmigung frei zum weiterverarbeiten!
Webmaster:
André Sepeur
© 1999 - 2010 by André Sepeur Medienberatung