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Umweltjournal.de | Gesundheit und Kosmetik  | Artikel Nr.: 8461

Tabakkonsum: Stopp gefährlicher Substanzen im Tabak

Berlin, 02.06.2005: Der Verbraucherzentrale Bundesverband unterstützt die Antitabak-Kampagne "Help" der Europäischen Kommission, deren zweite Phase heute in Brüssel vorgestellt wird. "Es kann nicht genug Prävention und Aufklärung über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens geben", so der Vorstand Prof. Dr. Edda Müller. Dies könne jedoch nur Teil einer Gesamtstrategie sein, um vor allem den hohen Anteil von jungen Rauchern zu reduzieren.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert das sofortige Verbot suchtmachender und krebserregender Zusatzstoffe in Tabakprodukten und die konsequente Umsetzung des Werbeverbots. "Kinder und Jugendliche müssen stärker geschützt werden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert ein unverzügliches Verbot von Zusatzstoffen, die nachgewiesen krebserregend oder suchtfördernd sind.

"Zusatzstoffe, die der Zigarette einen besseren Geschmack verleihen und eine tiefere Inhalation ermöglichen, erhöhen die Suchtgefahr und erleichtern den Einstieg", so Edda Müller. Sie seien somit nicht nur für eine höhere Sterberate durch das Rauchen, sondern auch für den hohen Raucheranteil im Kinder- und Jugendalter verantwortlich.

Bundesverbraucherministerin Künast hatte kürzlich eine Liste der Zusatzstoffe in Zigaretten veröffentlicht und eine Überprüfung der gesundheitlichen Auswirkungen der Substanzen angekündigt. "In vielen Fällen können wir uns die Überprüfung und somit wichtige Zeit sparen, da bereits schon jetzt nachgewiesen ist, dass sie krebserregende oder andere gesundheitsschädliche Wirkungen haben", so Edda Müller.

Der vzbv begrüßt den Beschluss der Bundesregierung, Werbung in Massenmedien künftig zu untersagen. "Werbung verleitet insbesondere Kinder und Jugendliche zum Tabakkonsum", so Edda Müller. Darüber hinaus übe die Tabakindustrie durch ihre Webeetats indirekt auch Druck auf die öffentliche Meinungsbildung aus.


Für weitere Infos:

Aktuelle wissenschaftliche Studien zu Zusatzstoffen von Zigaretten, Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg: WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle - www.tabakkontrolle.de


Die Tabakverordnung


EU-Kampagne "Help - Für ein Leben ohne Tabak"

Autor: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Weiterführende Informationen:



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Komplette Suchausgabe zum Thema "Rauchen"

Stand: 26. Mai 2005
Erstellt: 26. Mai 2005