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Artikel Nr.: 6127
Luftballons: Bunt, fröhlich, giftig
Hamburg, 18.02.2004: Zu einem richtigen Fest gehören Luftballons. Die lustigen bunten Dinger aufzublasen, gehört zum Spaß dazu. Wir raten trotzdem zum Verzicht: Luftballons sind giftig, hat der aktuelle Test des Greenpeace EinkaufsNetzes ergeben. Besonders Kinder sollten die Ballons nicht in den Mund nehmen. Greenpeacer und Greenpeacerinnen haben sich im Februar auf Einkaufstour begeben. In Kaufhäusern, Spielwarengeschäften, Drogeriemärkten und bei McDonald's kauften sie 21 verschiedene Kinder- und Partyballons und ließen alle Marken in zwei verschiedenen Speziallabors testen.
Das Ergebnis: Keiner der Ballons war "clean". 17 enthielten gefährlich hohe Konzentrationen
Durch eine bösartige Geschwulst verursachte lebensbedrohliche Erkrankung, wobei die Geschwulst in gesundes Organgewebe hineinwächst, bis schließlich das gesamte Organ durch Tumor-Gewebe zerstört ist. Krebs erzeugender
N. (N-Nitrosoverbindungen)können sich aus Nitrit und Aminen im Magen-Darm-Trakt bilden. Nitrosamine. Rückstände des Gifts fanden sich auch in den restlichen vier Ballons.
Der Spitzenreiter unter den getesteten Ballons, "Funny Farm" von Karstadt, enthielt 464 Mikrogramm Nitrosamine pro Kilogramm. Auf Platz 2 folgte "everts" von Woolworth mit 245 Mikrogramm. Geringer belastet waren Ballons der Handelsketten Schlecker und dm.
Zum Vergleich: Das Bundesinstitut für Risikobewertung und -kommunikation (BfR) empfiehlt einen Nitrosamin-Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Kilogramm. "Funny Farm" überschreitet diesen Wert um das 46-fache.
Nitrosamine gehören zu den stärksten bekannten Krebs auslösenden Stoffen beim Menschen. Sie können vor allem Leber- und Magentumore erzeugen. Seit den sechziger Jahren ist bekannt, dass sie beim Vulkanisieren von Gummiprodukten entstehen. Für Babyschnuller aus
K. wird in Natur-K. und Synthese-K. unterschieden. Natur-K., auch Latex genannt, wird aus dem weißen, milchigen Saft des Hevea-Baumes gewonnen. Kautschuk oder Lebensmittel gelten darum scharfe
Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen. Grenzwerte.
Unser Test hat bestätigt, dass solche Grenzwerte berechtigt sind. Der giftige Stoff kann beim Aufblasen leicht über den Mund aufgenommen und verschluckt werden. Greenpeace fordert Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) darum auf, Rückstände von Nitrosaminen in Luftballons und anderen Produkten umgehend zu verbieten. Eine Antwort steht bislang aus.

Unser Chemieexperte Manfred Krautter rät derweil, nur noch Luftballons zu kaufen, die sich im Test als gering belastet herausgestellt haben. "Kinder sollten zum Aufpusten nur Luftballonpumpen verwenden und Ballons nicht in den Mund nehmen. Der Handel sollte eventuell belastete Ballons zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten." Für Babys und Kinder unter drei Jahren sind Luftballons grundsätzlich nicht geeignet. Sie können beim Aufpusten oder Lutschen besonders viel
N. (N-Nitrosoverbindungen)können sich aus Nitrit und Aminen im Magen-Darm-Trakt bilden. Nitrosamine aufnehmen.
Autor: Greenpeace e.V.
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Stand: 18. Februar 2004
Erstellt: 18. Februar 2004
Weiterführende Informationen:
@Umweltlexikon?- Durch eine bösartige Geschwulst verursachte lebensbedrohliche Erkrankung, wobei die Geschwulst in gesundes Organgewebe hineinwächst, bis schließlich das gesamte Organ durch Tumor-Gewebe zerstört ist. Krebs, N. (N-Nitrosoverbindungen)können sich aus Nitrit und Aminen im Magen-Darm-Trakt bilden. Nitrosamine, Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen. Grenzwerte
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