Rückblicke
Webvideothek
Wahlprüfstein Tierschutz
Die jüngsten TV-Wahl-Duelle behandelten viele Brennpunkte, nicht jedoch den Tierschutz. Für viele Wähler ist er aber ein Kriterium für die Bundestagswahl.
Video >>
Aufstand des Gewissens
Jean Ziegler, Soziologe, Globalisierungskritiker und Politiker, sollte im Juli 2011 die Salzburger Festspiele eröffnen. Nach seiner Einladung wurde er überraschend wieder ausgeladen.
Video >>
Elefantendressur
Auszeichnung für Elefanten-Quälerei: Im Januar 2012 wurde Rene Casselly für seine Elefantendressur beim Zirkusfestival von Monte Carlo mit dem ersten Preis prämiert.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News Gesundheit und Kosmetik
Luftverschmutzung: Weltweit Todesursache Nummer eins (Ein Kommentar von Franz Alt)

Hautpflegeprodukte im naturwissenschaftlichen Unterricht

Gegen Husten und zur Wundheilung Spitzwegerich - Arzneipflanze des Jahres 2014

Adipöse Grundschüler mit schlechteren Noten: Zu wenig soziale Anerkennung?

Erbgut verändert durch Lebensstil Krankheitsrisiko erhöht?

Quarantäne nach Masern-, Mumps- und Rötel-Impfungen notwendig!

30 Prozent der Nivea-Produkte enthalten hormonell wirksame Stoffe

Legionellen-Ausbruch in Warstein

Neues Themenheft der VERBRAUCHER INITIATIVE informiert über Kosmetik

Gesundgevögelt: Jeder redet über Sex, nur nicht den eigenen

Inserate
Tipp
Umweltlexikon
Pfeil Umweltjournal.de | Pfeil Gesundheit und Kosmetik  | PfeilArtikel Nr.: 21163

Luftverschmutzung: Weltweit Todesursache Nummer eins (Ein Kommentar von Franz Alt)

Baden Baden, 28.03.2014: Immer mehr Autos, immer mehr Hochhäuser, immer mehr Holzkochstellen. Der weltweite technologische Fortschritt fordert seinen Preis: Abgase, Aerosole, Gifte. Die Folgen sind tödlich.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat soeben bestätigt, dass wegen dieses technischen Fortschritts jedes Jahr sieben Millionen Menschen durch Luftverschmutzung sterben. Drei Viertel davon in China und Indien.

Damit ist die Luftverschmutzung die Todesursache Nummer eins. Bisher scheut China davor zurück, durch Schadstofffilter bei Kohlekraftwerken, sein hohes Wachstum zu gefährden. Jeder achte Todesfall geht inzwischen auf Smog zurück. Städte wie Peking, Shanghai oder Kalkutta sind eigentlich unbewohnbar. Für Herz und Kreislauf sind Staub und Gase in der Luft besonders gefährlich.

Die WHO-Direktorin Maria Neira: „Die häufigsten durch Luftverschmutzung bedingten Todesursachen sind Schlaganfälle und Erkrankungen der Herzgefäße, gefolgt von chronischen Lungenerkrankungen“. Die Umweltmedizinerin Barbara Hoffmann vom Leibniz-Institut in Düsseldorf sagte der Süddeutschen Zeitung, dass Asthmatiker bei hohen Smogwerten mehr Anfälle bekämen.

Wie heute in China so war es auch noch bis in die Achtziger im Ruhrgebiet unmöglich, frisch gewaschene Wäsche im Freien zu trocknen, weil sich sichtbarer Schmutz dort absetzte. Auch in Europa führt die Luftverschmutzung zu massenhaften Todesfällen. Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass in Deutschland 2013 über 47.000 Menschen wegen schlechter Luft, hauptsächlich durch Feinstäube in Großstädten, gestorben sind.

Die Probleme sind nicht schicksalhaft, sie sind lösbar. Wirtschaftswachstum muss nicht weiter zu immer höheren Schadstoffbelastungen führen. Wenn erneuerbare Energieträger Kohle, Gas und Öl in Zukunft ersetzen und wenn die Elektromobilität das Benzinauto obsolet macht, dann wird die Luftverschmutzung dramatisch reduziert.

Eine rasche Energie- und Verkehrswende führt zu mehr Gesundheit, zu Millionen neuen Arbeitsplätzen und zu riesigen Exportchancen. Die größte Chance für ein neues ökologisches Wirtschaftswunder hat unter allen Industrienationen Deutschland mit seinen ausgezeichneten Ingenieuren.

Vielleicht versteht auch der deutsche Wirtschafts- und Energieminister diese Zusammenhänge und redet dann künftig weniger von den Kosten der Energiewende und weist stattdessen mehr auf die riesigen Chancen hin. Ökologie und Wachstum müssen nicht länger Gegensätze bleiben. Aber zur Überwindung dieses Gegensatzes bedarf es einer intelligenten Politik.

© Franz Alt 2014 – www.sonnenseite.com


Weitere Informationen
Umweltbundesamt: Luftqualität 2013
Hintergrund // Februar 2014
Süddeutsche.de: "Millionen Tote wegen Luftverschmutzung"
Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm: Sieben Millionen Menschen sterben nach einer WHO-Analyse jedes Jahr an den Folgen der Luftverschmutzung. Das ist jeder achte Todesfall weltweit.
Autor: Franz Alt
7686 Aufrufe
Stand: 28. März 2014
Erstellt: 28. März 2014

Weitere Meldungen zum Thema "Aerosol":

Luftverschmutzung: Weltweit Todesursache Nummer eins (Ein Kommentar von Franz Alt)Luftverschmutzung: Weltweit Todesursache Nummer eins (Ein Kommentar von Franz Alt)
Baden Baden, 28.03.2014: Immer mehr Autos, immer mehr Hochhäuser, immer mehr Holzkochstellen. Der weltweite technologische Fortschritt fordert seinen Preis: Abgase, Aerosole, Gifte. Die Folgen sind tödlich.
Chemie über den Wolken ... und darunter Chemie über den Wolken ... und darunter
Köln, 21.03.2012: Das offizielle Buch der Gesellschaft Deutscher Chemiker zum Internationalen Jahr der Chemie 2011.
Blei in der Luft beeinflusst das Klima!Blei in der Luft beeinflusst das Klima!
Mainz, 04.05.2009: Die Bleibelastung der Luft regt die Bildung von Eisteilchen in den Wolken an. Ein Team von Wissenschaftlern aus den USA, Deutschland und der Schweiz hat herausgefunden, dass bleihaltige Partikel sehr gute Keime für die Entstehung von Eiskristallen in Wolken sind. Das wirkt sich nicht nur auf die Bildung von Regen und Niederschlägen aus, sondern möglicherweise auf das gesamte Erdklima.
MAK- und BAT-Werte-Liste 2006MAK- und BAT-Werte-Liste 2006
Köln, 18.09.2006: Die Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Bundesminister für Arbeit und Soziales die MAK- und BAT-Werte-Liste 2006 vorgelegt. Sie enthält gegenüber dem Vorjahr 155 Änderungen und Neuauf­nahmen.
Zahl der Vergiftungsfälle durch Bad-Spray auf 70 gestiegenZahl der Vergiftungsfälle durch Bad-Spray auf 70 gestiegen
Düsseldorf, 05.04.2006: Die Zahl der Verletzten durch ein neues Bad- und WC-Spray ist bis zum Montag auf 70 Menschen gestiegen. 65 Fälle wurden den Giftzentralen bekannt, darunter war auch der einer 41 Jahre alten Frau aus der Schweiz, die das Produkt über das Internet gekauft hatte. Hinweise auf fünf weitere Fälle habe der Hersteller bekannt gegeben, berichtete das Giftinformationszentrum Nord.
Globale Verschmutzung der Erdatmosphäre mit Antimon steigtGlobale Verschmutzung der Erdatmosphäre mit Antimon steigt
Heidelberg, 12.11.2005: Antimon-Messungen von Schnee- und Eisproben aus der kanadischen Arktis zeigen, dass die Anreicherung dieses potenziell toxischen Elements in Aerosolen in den letzten dreißig Jahren um 50% stieg - Am Institut für Umwelt-Geochemie der Universität Heidelberg finden Forscher überraschende Ergebnisse - weit reichende Auswirkungen für die Qualität der Luft weltweit.
Schadstoffausstoß wird international begrenztSchadstoffausstoß wird international begrenzt
Berlin, 18.05.2005: Als bedeutenden Schritt zur internationalen Reduzierung von Luftschadstoffen hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin das Inkrafttreten des sogenannten "Multikomponentenprotokolls" bezeichnet. Trittin: "Die Minderung von Feinstäuben in der Luft ist die drängendste Aufgabe der Luftreinhaltung.
Trittin startet Klimaforschung per LinienflugTrittin startet Klimaforschung per Linienflug
Berlin, 14.12.2004: Bundesumweltminister Jürgen Trittin weihte gestern auf dem Flughafen Frankfurt/Main das per Linienflug betriebene europäische Klimaforschungsprojekt CARIBIC ein. Der erste Flug des mit Messgeräten ausgerüsteten Lufthansa-Airbus A340-600 brachte den Minister am Abend nach Buenos Aires zur 10. Weltklimakonferenz.
Buchrezension: Gefährdungsabschätzung von UmweltschadstoffenBuchrezension: Gefährdungsabschätzung von Umweltschadstoffen
Köln, 13.12.2004: Der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen hat für den Bereich der Umweltstandards bereits 1996 transparente Verfahren, eingehende Begründungen und Veröffentlichungen in jedermann zugänglichen Publikationen gefordert. Das ergänzbare Handbuch zur "Gefährdungsabschätzung von Umweltschadstoffen" setzt diese Anregung seit Jahren in vorbildlicher Weise um..
Algen helfen im Kampf gegen globale ErwärmungAlgen helfen im Kampf gegen globale Erwärmung
Berlin/Brüssel, 21.07.2002: Im Rahmen des von der EU geförderten Forschungsprojekts Parforce wurde entdeckt, dass die von Meeresalgen erzeugten Joddämpfe der globalen Erwärmung entgegenwirken können. Während Treibhausgase die von der Erdoberfläche ausgehende Wärme speichern, können die von den Algen abgegebenen Dämpfe verhindern, dass Wärme den Erdboden und die Ozeane erreicht.