Fettarme Milch gegen Bluthochdruck
Bonn, 05.08.2009: Der Verzehr von fettarmen Milchprodukten wirkt vermutlich der Entstehung von Bluthochdruck entgegen. Bei übergewichtigen Menschen ist der Effekt besonders deutlich, hat eine niederländische Langzeitstudie gezeigt. An der Untersuchung waren über 2 200 Menschen mittleren Alters beteiligt. Die Wissenschaftler hatten die Probanden zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und mehrmals den Blutdruck bestimmt. Im Laufe der Studie wurde in 984 Fällen Bluthochdruck (Hypertonie) diagnostiziert.Wer mehr als vier Portionen fettarme Milchprodukte (691 Gramm) täglich verzehrte, hatte nach Ablauf von zwei Jahren ein etwa dreißig Prozent geringeres Risiko für zu hohe Blutdruckwerte. Nach sechs Jahren ließ sich der Effekt nur im Trend nachweisen.
Wahrscheinlich kann der Verzehr von fettarmen Milchprodukten die Entstehung einer Hypertonie nur verzögern und nicht verhindern, erklären die Forscher. Vermutlich ist der positive Effekt auf bestimmte M. sind anorganische Bestandteile in Boden, Wasser, Luft und Nahrung. Sie liefern dem menschlichen Organismus keine Energie, dienen ihm jedoch als Baustoffe u.a. für Knochen und Zähne. Mineralstoffe wie siehe Calcium
Kalzium, Magnesium und Kalium oder Eiweiße in der Ernährungsphysiologisch ist Milch wegen ihres wertvollen Eiweiß, ihres hohen Calciumgehaltes und ihres leicht verdaulichen Fettes von großer Bedeutung für die menschliche Ernährung. Milch zurückzuführen.
Käse und Milcherzeugnisse mit normalem Fettgehalt hatten keinen Einfluss, da die enthaltenen gesättigten Fettsäuren die positive Wirkung anderer Inhaltsstoffe möglicherweise abschwächen. Jeder vierte Erwachsene in Deutschland leidet an Bluthochdruck. Mit dieser Diagnose steigt das Risiko für ernste Folgekrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
Heike Kreutz
Bild: Angelina Ströbel, pixelio
Autor: AID Infodienst
Weiterführende Informationen:
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Milch, Bluthochdruck":
Stoppt das Massaker an Grindwalen auf den Färöer-InselnWädenswil, 03.08.2010: Mit erschütternden Bildern hat der Film The Cove (Die Bucht) die skrupellose Jagd auf Delphine und das blutige Massaker dokumentiert, das japanische Fischer alljährlich im Dorf Taiji veranstalten. Der Film wurde mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Doch während die Welt empört und erschüttert nach Japan schaut, spielt sich im europäischen Nordatlantik von der Öffentlichkeit weit gehend unbeachtet eine Tragödie ab, die durchaus mit dem japanischen Blutbad vergleichbar ist.
Schulmilch: Wege aus der KriseMilch und Milchprodukte sind wichtig für eine ausgewogene Kinderernährung. Die Europäische Union bezuschusst deshalb schon seit über 30 Jahren den Milchabsatz in Kindergärten und Schulen. Das EU-Schulmilchprogramm erfüllt damit auch eine erzieherische Funktion, denn es fördert die Entwicklung guter Ernährungsgewohnheiten, die hoffentlich möglichst lange erhalten bleiben.
Gefäßschäden durch Rauchen sind nicht umkehrbarDüsseldorf, 11.10.2009: Rauchende Bluthochdruck-Patienten haben häufiger atherosklerotische Gefäßschäden als nichtrauchende Hypertoniker. Wer mit den Zigaretten aufhört, kann das Risiko zwar reduzieren, aber nicht mehr normalisieren, zeigt eine Studie des Universitätsklinikums des Saarlandes, die heute bei der Herbsttagung der Deutschen Kardiologengesellschaft in Dresden präsentiert wurde.
Milchgipfel auf Kosten der KüheGerlingen, 03.10.2009: Verständlich ist die Verzweiflung der Milchbauern. Sinnlos der Blick auf die Politiker des Milchgipfels. Denn die gesamte Milchindustrie ist ein krankes System, das auf der gnadenlosen Ausbeutung von Kühen basiert und demnach keine Zukunft haben kann. Eine gesunde und zukunftsweisende Landwirtschaft baut auf pflanzliche Milch-Alternativen: Hafermilch, Reismilch, Mandelmilch, Sojamilch. Hier sollte eine von den Agrarministern geforderte Hilfe der EU ansetzen: Förderung ...
Milch fördert KlimawandelGerlingen, 19.09.2009: Weder die Landwirtschafts- und Tierproduktionsbranche noch der Deutsche Bauernverein (DBV), als mächtige Standesorganisation des agrarindustriellen Komplexes, scheinen über eine nachhaltige Politik nachzudenken. Rufe nach einer Produktionssteigerung von Milchprodukten, sogar an die EU gerichtet, ignorieren völlig deren klimaschädlichen Aspekt.
ÖKO-TEST testet MilchFrankfurt, 30.08.2009: Milch ist ein wertvolles Lebensmittel - und derzeit so billig wie lange nicht. Ob sich der Kauf von teurer Bio- und Marken-Milch dennoch lohnt, testeten wir an 32 Produkten. Das Ergebnis: Die Milchqualität war fast immer in Ordnung, und auch der Geschmack überzeugte meistens. Wenn in den vergangenen Wochen ...
Fettarme Milch gegen BluthochdruckBonn, 05.08.2009: Der Verzehr von fettarmen Milchprodukten wirkt vermutlich der Entstehung von Bluthochdruck entgegen. Bei übergewichtigen Menschen ist der Effekt besonders deutlich, hat eine niederländische Langzeitstudie gezeigt. An der Untersuchung waren über 2 200 Menschen mittleren Alters beteiligt. Die Wissenschaftler hatten die Probanden zu ihren Ernährungsgewohnheiten ...
Schokoladenblumen im GartenBonn, 30.07.2009: Wenn sie sich öffnen, liegt ein Hauch von Vollmilchschokolade, Zartbitter oder Kakao in der Luft. Die Rede ist nicht von Pralinenschachteln, sondern von den Blüten einiger Schokoladenpflanzen. Ja, es gibt tatsächlich Pflanzen, deren Blüten ein Schokoladenaroma verbreiten. Eine der bekanntesten ...
Nach "Schulmilch" jetzt "Schulbier"?Bad-Orb, 01.07.2009: Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) startete am Freitag eine bundesweite sogenannte "Aufklärungskampagne" zur "Bedeutung von Milch", und die Presse berichtet völlig unkritisch darüber. Die Tierrechtsverletzungen durch Tiermilchproduktion werden dabei ...
Walfleisch macht Ureinwohner krankWädenswil, 11.06.2009: Studie zur Tagung der Internationalen Walfangkonferenz (IWC) in Madeira (22. bis 26. Juni 2009): Weltweit erkranken Menschen durch belastetes Walfleisch. Volksgruppen, die Wal- und Delphinfleisch essen, leiden häufiger an Gedächtnisstörungen, Parkinson-Erkrankungen und Immunschwächen. Dies zeigt ein Bericht, den die Artenschutzorganisation Pro Wildlife zusammen ...
Stand: 5. August 2009
Erstellt: 5. August 2009
Erstellt: 5. August 2009




















Druckansicht