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Umweltjournal.de | Gesundheit und Kosmetik  | Artikel Nr.: 15736

Protein schuld an Herzversagen

München, 12.06.2009: Ein einziges Molekül ist für die Umstellung von Fett- auf Zuckerverbrennung im Herzen und damit für tödliches Herzversagen verantwortlich. Das haben jetzt Schweizer Wissenschaftler herausgefunden. Wenn Sauerstoffmangel den Stoffwechsel im Herzmuskel verändert, entsteht Stress für das Herz.


Es verbrennt dann nicht mehr wie im gesunden Zustand Fett, stattdessen gewinnt der Herzmuskel Energie aus Zucker und lagert Fett in Zellen ein. Die Zellen verfetten und sterben ab. So wird die Herzmuskelkontraktion gestört, was zu tödlichem Herzversagen führen kann.

Zellbiologen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben nun herausgefunden, dass ein einziges Molekül für die Umstellung von Fett- auf Zuckerverbrennung verantwortlich ist. Das Protein heißt HIF1-alpha und führt nicht nur zu verändertem Stoffwechsel, es aktiviert auch Gene, die den negativen Prozess unterstützen.

Ein Gen davon wirkt HIF1-alpha-regulierend. Schalten die Forscher bei Mäusen dieses Gen aus, wird das Protein nicht aktiv und die Mäuse leiden nicht an Herzkrankheiten. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Mäuse erhöhten Blutdruck haben. Ihre Herzen werden unter diesen Krankheitsbedingungen nicht größer im Unterschied zu Herzen von normalen Mäusen. Sie verbrennen Fett statt Zucker und ihre Herzfunktion ist vergleichbar mit der eines gesunden Herzens.

Um Herzversagen zu bekämpfen, müsste nun ein Stoff gefunden werden, der sich an das Protein HIF1-alpha bindet und es blockiert. Obwohl bereits an der Entwicklung eines entsprechenden Moleküls gearbeitet wird, kann mit einem Erfolg nach Meinung der Wissenschaftler vorerst noch nicht gerechnet werden

Dennoch könnte ein wirksames Gegenmittel das Zivilisationsleiden Herzversagen deutlich mindern.


Bild: © Gerd Altmann, PIXELIO

Autor: Natur + Kosmos

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Stand: 12. Juni 2009
Erstellt: 12. Juni 2009