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Umweltjournal.de | Gesundheit und Kosmetik  | Artikel Nr.: 15546

Reizend!

Berlin, 18.04.2009: In Deutschland leiden über 30 % der Gesamtbevölkerung an einer Allergie. Allergien nehmen zu, vor allem in den Industrieländern. Neben den Erbfaktoren spielen Umwelteinflüsse, hygienische Bedingungen und Infekte im Kindesalter eine Rolle. Eine Broschüre der VERBRAUCHER INITIATIVE beschäftigt sich nun mit diesem Thema. Ob Pollenflug, Bienen oder Lebensmittel – Allergien haben viele Gesichter.


"Allergien sind eine übersteigerte Abwehrreaktion des Immunsystems gegenüber körperfremden Substanzen", so Susanne Moosmann von der VERBRAUCHER INITIATIVE. Stoffe, die normalerweise für den Menschen ungefährlich sind, werden bei einer Allergie als schädlich eingestuft und bekämpft. Symptome sind beispielsweise Niesen, Husten, Juckreiz, Hautausschläge oder Durchfall.

Die Beschreibung der Symptome, das zeitliche Auftreten und die Dauer geben bereits Hinweise auf eine Allergie. „Hilfreich ist das Führen eines Allergietagebuchs“, rät Susanne Moosmann. Hier wird z. B. erfasst, welche Beschwerden auftreten und zu welcher Zeit, wie lange sie anhalten, wo man sich gerade aufgehalten, welche Aktivitäten man ausgeübt und welche Lebensmittel, Getränke und Medikamente man zu sich genommen hat.

Zur Absicherung der Diagnose stehen verschiedene medizinische Testverfahren zur Verfügung. „Der Prick-Test ist eine der gebräuchlichsten Methoden, um eine allergische Sofortreaktion nachzuweisen“, erklärt Susanne Moosmann. Hierbei werden standardisierte Lösungen der verdächtigen Allergene auf die Haut am Unteram oder am Rücken gegeben. Beim Intrakutantest werden die Allergen-Lösungen unter die Haut gespritzt. Er wird z. B. bei Insektengiftallergien angewendet. Der Reibetest kann z. B. bei Allergien gegen Tierhaare eingesetzt werden. Mit einer ausreichend großen Menge Tierhaare wird für etwa eine Minute leicht über die Haut, meist an der Innenseite des Unterarms, gerieben. Besteht der Verdacht auf eine Kontaktallergie (allergische Spätreaktion) oder eine Neurodermitis, findet der Epikutantest Anwendung. Die Allergene werden mit Hilfe von standardisierten Testpflastern auf die Haut gebracht. Bei einer positiven Reaktion tritt eine Entzündungsreaktion auf, erkennbar z. B. an Rötungen, Bläschen und Knötchen.

Ausführliche Informationen bietet das 24-seitige Themenheft “Allergien“. Die Broschüre kann für 4,00 Euro (inkl. Versand) bei der VERBRAUCHER INITIATIVE, Elsenstr. 106, 13425 Berlin oder unter www.verbraucher.org bestellt bzw. heruntergeladen werden.

Autor: Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.

Weiterführende Informationen:


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Stand: 18. April 2009
Erstellt: 18. April 2009