Feinstaubbelastung viel zu hoch!
Brüssel, 30.01.2009: Da die Luftqualitätsstandards der EU für gefährliche Feinstaubpartikel (PM10) nicht eingehalten wurden, hat die EU-Kommission Vertragsverletzungsverfahren gegen zehn Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, eingeleitet. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte: "Luftverschmutzung hat ernste Auswirkungen auf die Gesundheit, und die Einhaltung der EU-Standards muss für uns allerhöchste Priorität haben.Die neue Richtlinie sieht zwar unter bestimmten Voraussetzungen Fristverlängerungen für die Einhaltung der geltenden Grenzwerte vor, diese dürfen aber die Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen nicht verzögern.
Hauptverursacher der Feinstaubpartikel sind die Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie, der Straßenverkehr und private Heizungsanlagen. Sie können Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und L. (Bronchial-Karzinom) macht 25% aller Karzinome (Ca) aus; Männer sind häufiger betroffen (4:1); der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen 55 und 60 Jahren.Lungenkrebs auslösen und die Lebenszeit insgesamt verkürzen.
Grund für die Kommission, jetzt zu handeln, ist das Inkrafttreten der EU-Richtlinie über Luftqualität und saubere Die L. besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen. Luft in Der Name E. wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa im vergangenen Juni. Danach kann den Mitgliedstaaten unter bestimmten Bedingungen und für bestimmte Gebiete oder Ballungsräume eine Verlängerung der Frist eingeräumt werden, die für die Einhaltung der vorgeschriebenen PM10-Grenzwerte gilt.
Nachdem sie die Mitgliedstaaten im Juni um bestimmte Auskünfte gebeten hatte, verschickte die EU-Kommission jetzt erste Mahnschreiben an zehn Mitgliedstaaten, in denen die seit 1. Januar 2005 geltenden Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen. Grenzwerte für PM10 noch nicht durchgesetzt sind. Es handelt sich um Zypern, Estland, Deutschland, Italien, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich. Die kritisierte Der Begriff L. fasst eine Vielzahl von Verunreinigungen der Luft mit umwelt- und gesundheitsgefährdender Substanzen zusammen.Luftverschmutzung betrifft 83 Millionen Menschen in 132 verschiedenen Luftqualitätsgebieten.
Die genannten Mitgliedstaaten haben für die Luftqualitätsgebiete, in denen eine Überschreitung der PM10-Grenzwerte festgestellt wurde, bisher keine Anträge auf Fristverlängerung gestellt. Die Kommission hat nach Eingang der Anträge neun Monate Zeit, um zu prüfen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, oder gegebenenfalls Einwände zu erheben.
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
Weiterführende Informationen:
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Feinstaub":
Neue EU-Luftqualitätsrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt Berlin, 06.08.2010: Heute (6. August 2010) treten in Deutschland strengere Vorgaben für die Luftqualität in Kraft. Damit wird die neue EU-Luftqualitätsrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Erstmals werden Luftqualitätswerte für die besonders gesundheitsschädlichen kleinen Feinstäube (Durchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer; PM2.5) festgesetzt.
Feinstaubbelastung viel zu hoch!Brüssel, 30.01.2009: Da die Luftqualitätsstandards der EU für gefährliche Feinstaubpartikel (PM10) nicht eingehalten wurden, hat die EU-Kommission Vertragsverletzungsverfahren gegen zehn Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, eingeleitet. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte: "Luftverschmutzung hat ernste Auswirkungen auf die Gesundheit, und die Einhaltung der EU-Standards muss für uns allerhöchste Priorität haben.
Feinstaub-Kontrollteams unterwegsBerlin, 07.01.2009: Ein Jahr nach dem Start der ersten Umweltzonen in Deutschland setzen 32 Kommunen und Ballungszentren auf das Instrument "Umweltzone". Zum Jahresbeginn 2009 kamen allein acht Städte mit Einfahrbeschränkungen für "Dieselstinker" hinzu. "Feinstaub-Kontrollteams" der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) haben in allen Umweltzonen die Einhaltung durch die Autohalter kontrolliert und diese vor Ort über ...
Feinstaubskandal: Merkwürdiger Verkehrsunfall an MessstationLeipzig, 29.11.2008: Am 26.11.2008 ist nach einem Verkehrsunfall die Feinstaubmessstation Leipzig-Mitte ausgefallen. Diese hatte bereits 34 Grenzwertüberschreitungen in diesem Jahr registriert. Nur 35 Tage sind im Jahr laut EUVerordnung und BISchG erlaubt.
Klarer Himmel über PekingBaden-Baden, 27.08.2008: Während der Olympischen Spiele war die Luft in Peking so sauber und der Himmel so klar wie seit 10 Jahren nicht mehr. Ich habe zwei Jahre zuvor die Stadt im Smog erlebt die Sicht nicht weiter als 200 Meter. Doch als am letzten Sonntag die Marathonläufer durch die 10 Millionen-Metropole liefen, strahlte die Sonne, die Luft war klar und der Himmel blau. Bis weit in den Osten war die Silhouette der Westberge zu sehen.
Gesundheit wichtiger als Autos!Baden-Baden, 27.07.2008: Der Europäische Gerichtshof hat das Recht der Bürger auf saubere Luft gestärkt. Wenn die Feinstaubbelastung am Wohnort die EU-Grenzwerte übersteigt, kann jeder Bürger von seiner Kommune einen Sofortplan mit konkreten Maßnahmen einfordern. Ab sofort können also umweltbewusste Bürger ihre schlampigen Politiker unter Druck setzen.
Bessere Luft für EuropaBrüssel, 15.04.2008: Die EU-Kommission hat die Einführung neuer Zielsetzungen für Feinstaubpartikel begrüßt. Die neuen Rechtsvorschriften unterstreichen das ausdrückliche Bemühen der Europäischen Union für eine verbesserte Luftqualität in der EU. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte : "Die Europäische Union hat heute einen entscheidenden Schritt zur Bekämpfung eines der Hauptgründe für Umwelt- und Gesundheitsprobleme unternommen.
Fernsehtipp: Umweltkrankheiten auf dem VormarschFrankfurt, 06.04.2008: Feinstaub, Lärm und Chemikalien setzen dem Körper zu. Er reagiert mit Allergien und anderen Erkrankungen. Doch es sind nicht nur die Giftstoffe, die gesundheitsschädlich sind. Auch der Klimawandel spielt mittlerweile eine unheilvolle Rolle. Umweltkrankheiten sind das Thema bei ZDF.umwelt am 06. April.
Profitiert unsere Gesundheit von Umweltzonen?München, 06.03.2008: "Umweltzonen können für die menschliche Gesundheit weit mehr nützen, als sich aus den routinemäßigen Feinstaubmessungen ablesen lässt. Sie sind umso effektiver, je stringenter sie die Hauptübeltäter aus der Stadt heraus halten, und das sind Diesel-Pkws und Diesel-Lkws ohne Partikelfilter". Zu diesem Ergebnis kommt Professor H. Erich Wichmann vom Helmholtz Zentrum München nach der Auswertung von Studien aus Deutschland ...
Feinstaubkontrolle: Fahrverbote in acht Städten Baden WürttembergsRadolfzell, 29.02.2008: Am 1. Januar 2008 wurden Umweltzonen in Berlin, Hannover und Köln eingerichtet. Zum 1. März ziehen acht Städte in Baden-Württemberg nach: Tübingen, Reutlingen, Stuttgart, Leonberg, Schwäbisch Gmünd, Ludwigsburg, Ilsfeld und Mannheim. Die Deutsche Umwelthilfe und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Baden-Württemberg, begrüßen Umweltzonen in Gebieten massiver Feinstaubbelastung ...
Stand: 30. Januar 2009
Erstellt: 30. Januar 2009
Erstellt: 30. Januar 2009




















Druckansicht