Inserate
Top-News Gesundheit und Kosmetik
ÖKO-TEST Ratgeber – Fit & gesund
Vergiftung und Impotenz auf den europäischen Färöer-Inseln durch kontaminiertes Walfleisch
Patientenquittung würde Behandlungskosten transparent machen
Monopol des Hausärzteverbandes brechen
Rückrufaktion von Gerli – Reaktion auf katastrophale Testergebnisse
ÖKO-TEST Spezial Gesundheit & Fitness – Wellness
Wenn Pflege zu Hause eskaliert: Freiheitsberaubung oder "smarte" Fürsorge?
Kaum sanfte Medizin auf Rezept
Gesundheitsrisiko Luftmatratzen
Ratgeber Psychotherapie - seriöse Angebote erkennen
ÖKO-TEST Kompakt Kosmetik & Mode – Naturkosmetik
Was das Handy nicht kann, kann der Fisch schon lange!
Warum Nichtrauchen so einfach sein kann!
Wollen Sie auf ihre Magenspiegelung warten?
Hohe Ansprüche an die „zweite Haut“
Männer immer noch Vorsorgemuffel
Cremen, pudern, peelen: „grüner Weg“ für eine umweltschonende Kosmetik?
Gesundheitspolitik: Raus aus den ideologischen Schützengräben
Diabetes bei Heimtieren
Hormone aus der Dose: Bier-, Softdrink- und Energydrink-Dosen enthalten Bisphenol A
Inserate
Umweltjournal.de | Gesundheit und Kosmetik  | Artikel Nr.: 14981

Kein Nagelschmuck für Küchen- und Pflegepersonal

Bonn, 29.11.2008: Nach dem gegenwärtigen Wissens- und Sachstand ist das Tragen von künstlichen Nägeln, Nagelverstärkungen oder Nagelschmuck für Küchenpersonal und Pflegekräfte nicht zu verantworten. Zu dieser Schlussfolgerung gelangte Professor Dr. med. vet. Dieter Bödecker, Hygieneberater für Alten- und Pflegeheime, kürzlich bei einem Vortrag im Rahmen des 8. Hygieneforums der Fachzeitschrift Rationelle Hauswirtschaft in Hannover.


Vor allem bei jungen Erwachsenen sind künstliche Fingernägel, Nagelverstärkungen und Nagelschmuck beliebt. Sichtbar ist dieser Trend auch an der großen Anzahl an Nagelstudios, die es nahezu in jeder Ortschaft hierzulande gibt. Bei einer Nagelmodellage werden die Nägel mit Hilfe von Gel, Fiberglas und Seide oder Acryl künstlich verlängert und verstärkt, bei Nagelschmuck zusätzlich Verzierungen aufgemalt oder beispielsweise Strassteine aufgeklebt. Künstliche Nägel werden aufgeklebt.

Zur Vorbereitung derartiger Kunstwerke wird der Naturnagel bearbeitet, meist geschliffen und aufgeraut. Wird dabei nicht ausreichend hygienisch gearbeitet, kann eine Infektion mit einem Nagelpilz oder einem Bakterium wie Pseudomonas die Folge sein. Da das Keratin der Nagelplatte nach der Modellage keinen Kontakt mehr mit der Luft hat, wird der Naturnagel durch die Kosmetik geschwächt, er wird dünner und weich, die aufgeraute Oberfläche empfänglich für eine Besiedlung mit Keimen. Sichtbar werden kann dies als durchscheinende Verfärbung oder Entfärbung unter der Nagelkosmetik.

Vor Kontakt mit Desinfektionsmitteln, die möglicherweise mit den Harzen, Gelen oder Klebern reagieren, wird ausdrücklich gewarnt. Personen, die von Berufs wegen eine regelmäßige Händehygiene durchzuführen haben, wie Küchenmitarbeiter, medizinisches Personal oder Pflegende, empfiehlt Bödecker deshalb, auf künstliche Fingernägel, Nagelverstärkungen oder Nagelschmuck zu verzichten. Zumindest sei die Wahrscheinlichkeit von Keimbesiedlungen durch die Verletzung des Nagels viel höher als bei Naturnägeln und deshalb aus hygienischer Sicht nicht akzeptabel.

Um einer späteren Diskussion Vorschub zu leisten, rät der Experte, Personal bereits bei der Einstellung auf einen freiwilligen Verzicht von aufbauender Nagelkosmetik zu verpflichten.

Ute Gomm

Autor: AID Infodienst

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Nagelpilz, Bakterien, Hygiene":
Kinderzahncremes: Farbstoffe auf der Bürste Kinderzahncremes: Farbstoffe auf der Bürste
Frankfurt, 28.08.2010: Weil kleine Kinder beim Putzen mehr Zahncreme verschlucken als ausspucken, ist es besonders wichtig, dass diese frei von bedenklichen Inhaltsstoffen ist.
Bakterien-Käse: foodwatch stellt StrafanzeigeBakterien-Käse: foodwatch stellt Strafanzeige
Berlin, 22.05.2010: Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung hat foodwatch Strafanzeige gegen Lidl, die Firma Prolactal und das baden-württembergische Verbraucherministerium gestellt. Grund ist die Informationspolitik der Verantwortlichen im Falle des listerien-belasteten Harzer Käses.
PETA erstattet Strafanzeige gegen deutschen Marktführer für Geflügel-ProduktionPETA erstattet Strafanzeige gegen deutschen Marktführer für Geflügel-Produktion
Osnabrück / Gerlingen, 12.01.2010: Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. erstattet heute Strafanzeige gegen „Wiesenhof“ – den deutschen Marktführer für Geflügel-Produktion. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, Verstöße gegen die Tierschutz-Schlacht- und Transportverordnung, gegen Seuchen- und Hygieneverordnungen sowie gegen Umweltschutzgesetze und weitere Gesetzlichkeiten.
Heisse BakterienHeisse Bakterien
Bremen, 20.09.2009:Im eiskalten Meeresboden vor Spitzbergen haben Wissenschaftler des Bremer Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie große Mengen thermophiler (wärmeliebender) Bakterien gefunden, die aufgrund ihrer Physiologie viel höhere Temperaturen bevorzugen. Diese Thermophilen überdauern in der Arktis in Form von Sporen, ...
Schweinegrippe - Empfehlung HändedesinfektionSchweinegrippe - Empfehlung Händedesinfektion
Greifswald, 28.08.2009: Der Leiter des Greifswalder Instituts für Hygiene und Umweltmedizin, Prof. Axel Kramer, zugleich Präsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, empfiehlt die Händedesinfektion als wirksame und praktische Alternative zur Händewaschung. "Das ...
Hollywood entwickelt Impfstoff in zwei TagenHollywood entwickelt Impfstoff in zwei Tagen
Heidelberg, 14.08.2009: Ob Bakterien, Viren oder Parasiten - Krankheitserreger sind nicht nur Objekte intensiver Forschung, sondern mitunter auch Hollywood-Filmstars. Eine besondere Ausgabe der Zeitschrift "Biotechnology Journal" befasst sich mit diesem "Doppelleben".
Wiener Würstchen mit Scheuermittel-Geruch?Wiener Würstchen mit Scheuermittel-Geruch?
Berlin, 30.07.2009: Ob kalt beim Picknick, warm in Suppen oder zu Gemüsegerichten – der Appetit auf Würstchen ist groß. 60 Stück gönnt sich der Durchschnittsdeutsche im Jahr, am liebsten isst er Wiener Würstchen. Stiftung Warentest hat für die August-Ausgabe der Zeitschrift test 20 Marken Wiener Würstchen aus dem Kühlregal, dem ...
Die neue Nies-EtiketteDie neue Nies-Etikette
Hamburg, 10.07.2009: Der Druck hinter den Augen steigt, das Kribbeln in der Nase nimmt zu und breitet sich über die Oberlippe, die zu zittern beginnt, nach vorne aus, die Augen schließen sich während noch versucht wird die Lippen geschlossen zu halten, der Kopf legt sich immer weiter in den Nacken als würde er Anlauf nehmen. Und dann? ...
Bakterien als SchmerzkillerBakterien als Schmerzkiller
Berlin, 08.04.2009: Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass bestimmte Bestandteile von Bakterien im entzündeten Gewebe schmerzlindernd wirken. Bislang war man davon ausgegangen, dass bakterielle Entzündungen generell Schmerz verstärken. Die Forscher um Prof. Christoph Stein und Privatdozent Dr. Alexander Brack von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin ...
Antibiotika aus TabakAntibiotika aus Tabak
München, 02.04.2009: Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam und dem Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene der Universität Rostock ist es mit einer neuen Strategie gelungen, von Viren geborgte Gene für die Bildung antibiotisch-wirksamer Eiweiße in Pflanzen zu nutzen.

Stand: 29. November 2008
Erstellt: 29. November 2008