Umweltjournal.de | Gesundheit und Kosmetik  | Artikel Nr.: 14684

Essen Sie keine Wildschweinleber





Düsseldorf, 21.09.2008: Aufgrund von Untersuchungen von Wildschweinelebern im Jahr 2007 empfiehlt das Ministerium vom Verzehr von Lebern von in Nordrhein-Westfalen erlegten Wildschweinen möglichst abzusehen. Im Jahr 2007 wurden Wildschweinelebern auf unterschiedliche Umweltkontaminanten untersucht. Bei einem hohen Anteil von Wildschweinelebern wurden die Schwermetalle Blei und Cadmium in Konzentrationen nachgewiesen, die über den EU-weit festgelegten Höchstwerten liegen.


Außerdem wurden bei mehreren Untersuchungen stark erhöhte PFT-Werte festgestellt. Für diese Perfluorierten Tenside gibt es keine Grenzwerte. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt jedoch eine tägliche tolerable Aufnahme von 1,5 mg/kg Körpergewicht. Mit den höchsten Werten, die bei den Untersuchungen gemessen wurden, würde ein erheblicher Teil der Jahresmenge, die noch tolerabel ist, mit einer Mahlzeit aufgenommen.

Durch ihre Lebensweise sind Wildschweine besonders auffällige Indikatoren für Umweltbelastungen. Diese Verzehrsempfehlung bezieht sich auch ausdrücklich nur auf die Lebern, die derartige Stoffe besonders stark anreichert. Zurzeit hat das Ministerium weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben, um festzustellen, ob der Verzehr von Wildschweinefleisch weiterhin unbedenklich ist.

Mit diesen Untersuchungsergebnissen soll nicht die Jagd und der Verzehr von Wildschweinefleisch verleidet werden. Bevor jedoch diese Lebern auch in Erzeugnissen wie Wildschweineleberwurst oder Ähnlichem verarbeitet werden, muss geprüft werden, ob nicht zu hohe Belastungen vorliegen.


Bild: © Andreas Müller, PIXELIO
Autor: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW
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Stand: 21. September 2008
Erstellt: 21. September 2008

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