Umweltjournal.de
|
Gesundheit und Kosmetik
|

Artikel Nr.: 14567
Buntstifte: Gefahr für Schulkinder
Berlin, 28.08.2008: In Buntstiften, Malkästen und Co. finden sich Weichmacher, Benzol und Schwermetalle: "Jedes zehnte Produkt hätte nicht verkauft werden dürfen", schreibt die Stiftung Warentest in der September Ausgabe der Zeitschrift test. Die Tester haben Schulbedarf aller Preiskategorien auf Schadstoffe geprüft und sich bei der Bewertung an den europäischen Grenzwerten orientiert.Fast jeder zweite Buntstift enthält in der Lackschicht Phthalat-
W. sind feste oder flüssige, organische Verbindungen, die als Additive eine weichmachende Wirkung auf Kunststoffe, Textilien, Lacke, Zellglas und Dichtungsstoffe ausüben.Weichmacher, die in der EU für Spielzeug verboten sind. Diese
B.-Minen enthalten im Gegensatz zu denen von Bleistiften keinen Ton. Buntstifte hätten gar nicht in den Handel gelangen dürfen. Mit den Buntstiften von Stabilo war auch ein teures Markenprodukt dabei. Auch wenn keine unmittelbare Gefahr besteht, wenn ein Kind am lackierten Stift kaut, sollten die
Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen.Schadstoffe nicht über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden.
Zahlreiche Schadstofffunde gab es auch bei anderen Produkten: In dem Smily-Fasermaler von Woolworth fanden die Tester das krebserzeugende Lösemittel
B. ist der chemische Grundbaustein der Stoffklasse der Aromaten. B. ist eine stark giftige, farblose, brennbare Flüssigkeit, in Wasser wenig löslich, erst unter extremen Bedingungen zersetzbar; B.-Luft-Gemisch explosiv. Gewinnung hauptsächlich aus Erdölraffination, weniger aus Steinkohle und Kokereigas. Benzol.
Blei wird zur Herstellung von Akkumulatoren, Batterien, Kabelummantelungen, Rohren, Legierungen und Farben eingesetzt. Blei ist chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Symbol Pb (lat.: plumbum) und zeigt an frischen Schnittstellen bläulich glänzendes, weiches (mit dem Fingernagel ritzbares) Schwermetall. Blei und chromhaltige Farbe ermittelte sie im Deckfarbkasten von pbs factory. Und auch in Radiergummis fanden sich Schadstoffe, vor allem in solchen aus
P. (Polyvinylchlorid)ist ein Kunststoff mit einem breiten Einsatzspektrum und wird v.a. für die Herstellung von Verpackungen und Spielwaren und im Baubereich verwendet.PVC. Der Radierer Pelikid von Hertie beispielsweise, besteht zu 23 Prozent aus einem fortpflanzungsgefährdenden Phthalat-Weichmacher.
Die Tester raten, nicht wahllos jedes vermeintliche Schnäppchen zu kaufen und auf Prüfsiegel anerkannter Einrichtungen, wie dem des TÜV, zu achten, die etwas mehr Sicherheit geben. Das europäische CE-Zeichen hingegen ist nur eine Selbstauskunft der Anbieter und wird von keiner unabhängigen Stelle kontrolliert.
Der ausführliche Test findet sich in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de.
Bild: © strichcode, PIXELIO
Autor: Stiftung Warentest
4876 Aufrufe
Stand: 28. August 2008
Erstellt: 28. August 2008
Weiterführende Informationen:
Weitere Meldungen zum Thema "Weichmacher":