Aktionsplan gegen Allergien
Berlin, 25.06.2007: Der im März dieses Jahres von Bundesverbraucherminister Horst Seehofer vorgestellte "Aktionsplan gegen Allergien" erhält nun deutliche Konturen auch bei den Maßnahmen gegen die hochallergene Pflanze Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia). Das Bundesverbraucherministerium hat die Bundesländer informiert, dass die Beifuß-Ambrosie im Rahmen des Pflanzenschutzgesetzes bekämpft und somit ihre weitere Ausbreitung mit Nachdruck eingedämmt werden kann.Das Bundesministerium für Ernährung, Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat damit die zuständigen Behörden der Bundesländer benachrichtigt, wie sie nach den Regeln des Pflanzenschutzrechts handeln können. Bei Bedarf kann der Pflanzenschutzdienst jedes Bundeslandes Bekämpfungsmaßnahmen wie das Vernichten der allergenen Pflanzen oder eine Meldepflicht anordnen.
Vor allem wegen ihres immensen Allergiepotenzials wird die bereits im 19. Jahrhundert aus Nordamerika importierte Beifuß-Ambrosie in vielen europäischen Ländern beobachtet und bekämpft. So bestehen in der Schweiz seit 2006 gesetzliche Regelungen, um die Ausbreitung der Pflanze zu stoppen. Aber auch als Ackerunkraut in der Landwirtschaft verursacht sie bereits in Ungarn und Frankreich Probleme.
Die Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt für Land- und F. ist die planmäßige Bewirtschaftung von Wäldern zur Holzgewinnung. Forstwirtschaft (BBA) gehen davon aus, dass auch jetzt wieder verstärkt Ambrosia-Pflanzen gefunden werden. Die Pflanze wächst vorzugsweise auf offenen Böden und Freiflächen, zum Beispiel an Straßenrändern, in Neubaugebieten oder auf Schutthalden. Mit Ambrosia-Samen verunreinigtes Vogelfutter kann zu immer neuen Funden auch im eigenen Garten führen.
Um die weitere Die in Luft, Wasser oder Boden verdünnten Emissionen werden als A. bezeichnet. Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie zu verhindern, hat die Biologische Bundesanstalt, die das Thema seit einigen Jahren verfolgt, mit Ärzten, dem Deutschen Wetterdienst, Universitäten und anderen Behörden für 2007 ein Aktionsprogramm erarbeitet.
Hauptziel ist, die Pflanze möglichst vor der ab Juli beginnenden Blüte zu beseitigen. Daneben möchten die Wissenschaftler ein genaueres Bild über das Vorkommen der unscheinbaren, bisher bei Botanikern wenig beachteten Pflanze in Deutschland gewinnen. Auch die Bürger können Fundorte der Pflanze über ein Formular auf der Website der BBA melden. Ausführliche Informationen sind hierzu unter: www.bba.bund.de abrufbar. Für Mitteilungen und Fragen zum Thema Ambrosia wurde außerdem die E-Mail ambrosia@bba.de eingerichtet.
Autor: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Weiterführende Informationen:
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Allergien":
Die Soja-Lüge: Von den dunklen Seiten der hellen BohneMünchen, 17.08.2010: Soja macht gesund, schlank und schön, soll gegen Haarausfall, Allergien und Wechseljahrbeschwerden helfen und vorbeugend gegen Krebs wirken Jungbrunnen und Wellnesswunder in einem.
Irrtümer rund um AllergienBonn, 10.12.2009: Irrtümer entstehen und verbreiten sich, wenn etwas logisch und einleuchtend klingt. Dafür bedarf es keiner wissenschaftlichen Beweise - es reicht, wenn man jemanden kennt, der es auch schon mal erlebt hat. Und so kennt fast jeder jemanden, dessen Kind oder Kinder möglicherweise allergiegefährdet sind oder bereits eine Allergie haben. Die meisten Allergien im Kleinkindalter betreffen Kuhmilch.
Stoppt das Gift!München, 31.08.2009: Gemäß des neuen Chemikaliengesetzes REACH kann sich jeder über Gifte in Produkten bei dem jeweiligen Hersteller informieren. Man muss es nur tun. Giftige Chemikalien sind in vielen Alltagsprodukten versteckt und stehen in Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten wie Allergien, ...
Lebensmittel-Frische ohne SchwefeldioxidBremerhaven, 19.06.2009: Wenn Obst und Gemüse zu Lebensmitteln wie Wein und Snacks verarbeitet werden, ist in den meisten Fällen Schwefeldioxid (SO2) mit im Spiel. Die Hauptfunktion dieses Zusatzstoffes ist die Verhinderung von enzymatischer und nicht-enzymatischer Bräunung in Lebensmittelprodukten aus Obst und Gemüse.
Schluckimpfung gegen Allergien?Frankfurt, 26.05.2009: Wissenschaftler haben zwei Keime ausfindig gemacht, die beim Menschen keine Krankheiten auslösen, bei Mäusen aber die Entwicklung eines allergischen Asthmas verhindern konnten. An der Berliner Universitätsklinik Charité läuft inzwischen eine Studie mit Säuglingen, die Bestandteile der Bakterien als Schluckimpfung verabreicht bekommen.
Gute Nachrichten für 15 Millionen Pollenallergiker in DeutschlandDüsseldorf, 27.04.2009: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) eröffnet gemeinsam mit Bundesforschungsministerin Professor Dr. Annette Schavan seine Pollenflugzentrale in Freiburg. Bis Ende 2011 wird in Deutschland ein Messnetz von fünfzehn automatischen Pollenmonitoren aufgebaut. Diese Geräte, die von der Firma Hund in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) Sankt Augustin, und dem ...
Reizend!Berlin, 18.04.2009: In Deutschland leiden über 30 % der Gesamtbevölkerung an einer Allergie. Allergien nehmen zu, vor allem in den Industrieländern. Neben den Erbfaktoren spielen Umwelteinflüsse, hygienische Bedingungen und Infekte im Kindesalter eine Rolle. Eine Broschüre der VERBRAUCHER INITIATIVE beschäftigt sich nun mit diesem Thema. Ob Pollenflug, Bienen oder Lebensmittel Allergien haben viele Gesichter.
Allergiker zu Karneval: Tipps für die unbeschwerte FeierBonn, 23.02.2009: Ob Karneval, Fasching oder Fastnacht, für viele Jecken oder Narren ist es die schönste Zeit des Jahres. Dabei gehören ausgefallene Verkleidung und Maskerade ebenso dazu wie das Wurfmaterial - die "Kamelle" - und das traditionelle Fettgebäck. Aber was machen Menschen mit Allergien gegen Inhaltsstoffe in Schminke, Textilien oder Lebensmitteln?
Gefahr für Allergiker - Trickserei bei SchafskäseDüsseldorf, 08.02.2009: Viele Restaurants und Imbissbuden tricksen und täuschen ihre Kunden mit falschem Schafskäse: Nur in wenigen Salaten ist die echte Spezialität tatsächlich drin. Stattdessen wird meist Käse mit Kuhmilch verwendet. Ein klarer Fall von Verbrauchertäuschung mit möglicherweise fatalen Auswirkungen für Kuhmilch-Allergiker, die im guten Glauben in Gaststätten Schafskäse wählen.
Stich ohne SchreckenMünchen, 29.01.2009: Es kann mit einem harmlosen Wespenstich beginnen: Innerhalb kürzester Zeit kommt es zu einem dramatischen Abfall des Blutdrucks, Herzrasen, asthmaartiger Luftnot und schließlich zum lebensbedrohlichen Versagen des Herz-Kreislauf-Systems. Der anaphylaktische Schock ist die extremste Form einer akuten allergischen Reaktion.
Stand: 25. Juni 2007
Erstellt: 25. Juni 2007
Erstellt: 25. Juni 2007




















Druckansicht