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Inhaltliche Konzepte statt Hahnenkämpfe hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in der Gesundheitspolitik gefordert und Anforderungen an eine verbrauchergerechte Gesundheitsreform vorgelegt.



In Deutschland leiden rund 40.000 Hunde und Katzen an Diabetes.




In vielen Getränkedosender Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die riskante Chemikalie Bisphenol A nachgewiesen



eine Aktion der Welthungerhilfe




Teilnahme von mehr als 2.200 Pflegekräften an Befragung zum OP-Barometer 2009



Ziel sei es, die Kompetenzen aus Gesundheitswirtschaft, -ökonomie und -recht zu bündeln, so ZGWR-Direktor Thomas Busse.


Männer haben nämlich ein doppelt so hohes Herzkreislaufrisiko, wenn sie Ärger immer nur unbewältigt verdrängen.



Ein Arzt aus einem der Krankenhäuser in der Provinz Hebei berichtete, dass die Schweinegrippe in ganz China außer Kontrolle geraten ist.

Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 10623

Tumorzellen wird durch Glukoseentzug der „Treibstoff“ genommen!

Aachen, 22.06.2006: Beim dritten Internationalen Diätetik Kongress referierte am 18. Juni im Karman-Auditorium der RWTH Aachen der renommierte Tumorwissenschaftler Doktor Johannes F. Coy, Darmstadt, über eine bahnbrechende Richtungsänderung in der Krebsdiagnostik und -therapie.

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass eine Untergruppe besonders aggressiver, metastasierender Krebszellen ihre Energie nicht durch normal ablaufende Verstoffwechslung von Glukose (Traubenzucker) unter Sauerstoff, wie üblich, gewinnt, sondern anaerob (ohne Sauerstoff) durch Vergärung, wobei Laktat (Milchsäure) entsteht.

Erstmalig ist es jetzt möglich, derartige Tumore zu identifizieren, durch entsprechende Glukoseverringerung in der Nahrung dem Tumor seine Lebensgrundlage zu entziehen und einen neuen Therapieweg einzuschlagen, berichtet heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin Bettina Geier von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik aus Aachen.


Die Hypothese, dass die zellspezifisch abweichende Form der Energiegewinnung eine Rolle bei der Krebsentstehung trägt, stellte bereits der berühmte Zellbiologe und Nobelpreisträger Otto Warburg vor über 80 Jahren auf. Dem Team um Doktor Coy gelang es jetzt erstmalig mit der Entdeckung des Enzyms Transketolase-like-1 (TKTL1) die Warburg-Theorie zu erklären. Transketolasen spielen im sauerstofffreien Glukosestoffwechsel als Enzyme bei der Herstellung von Bestandteilen unseres Erbgutes (Ribosen) eine wichtige Rolle. Bei bestimmten Tumorarten werden große Mengen des TKTL1-Enzyms produziert. Dadurch können sich die Krebszellen auch besonders schnell vermehren und machen diese Krebsarten extrem gefährlich. Wahrscheinlich wurde das TKTL1-Enzym erst deshalb so spät entdeckt, weil es nur im Krankheitsfall produziert wird. Es trägt durch die Steuerung des Vergärungsstoffwechsels erheblich dazu bei, dass Krebszellen "aggressiv" werden, weitere Gewebe befallen und metastasieren. Ebenso geht mit der Vergärung eine steigende Resistenz gegen Chemotherapeutika einher. Das Wissen um die abweichende Krebsform birgt völlig neue Therapiechancen, da der vergärende Zelltyp spezifisch auf Glukose zur Energiegewinnung angewiesen ist.

Studien an Krebspatienten zeigen, dass bei den betreffenden Subgruppen durch eine verminderte Glukosezufuhr und daraus folgende Hemmung des Transketolasestoffwechsels das Tumorwachstum und die Metastasierung gravierend verringert waren (1). Für die Krebsdiagnostik ist entscheidend, dass der Nachweis von TKTL1 in den Krebszellen aufzeigt, dass der Tumor einen vergärenden Zelltyp und damit eine aggressive Krebsform darstellt. Um diese glukose- sensitive Krebsart zu identifizieren wird ein Test angeboten, der bei jedem Krebspatienten durchgeführt werden kann. Die Kosten werden bislang leider nicht von den Krankenkassen übernommen. Wenn bei einem Patienten diese Tumorart vorliegt, kann er durch eine Ernährungsweise, die glukoseliefernde Lebensmittel wie Zucker, Brot, Getreide, Reis, Kartoffel und Stärkeprodukte stark ausklammert, aktiv in den Kampf gegen die lebensgefährliche Krankheit eintreten, so Bettina Geier abschließend. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik hat Herrn Dr. Coy das Amt des Leiters „Tumorbiologie“ angetragen.

Der 4. Internationale Diätetik Kongress findet am 7. und 8. Oktober 2006 statt. Die Themen Rheuma, Osteoporose, sekundäre Pflanzenstoffe und Allergien bilden dann die Schwerpunkte. Außerdem findet zum ersten Mal ein Diätassistenten-Symposium statt.

Quelle:
(1)Expression of transketolase TKTL1 predicts colon and urothelial cancer patient survival: Warburg effect reinterpretes. British Journal of cancer (2006) 94: 578-85.
Autor: Susanne Sonntag

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Tumor":
Brustkrebs: Gentest soll Therapie erleichtern
Mönchengladbach, 29.07.2009: Etwa 57.000 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs. Damit ist dies die häufigste Krebsart bei Frauen. Um eventuell noch im Körper vorhandene Tumorzellen zu zerstören, bekommen viele Patientinnen nach der Operation eine Chemotherapie. Eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe vom Brustzentrum Niederrhein in Mönchengladbach prüft nun, ob ...
Immuntherapie gegen Hautkrebs
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Unbekannte Viren im Fleisch!
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Überraschender Fund in der Krebsforschung
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Verursacht Eucerin plus UV-Licht Tumore?
Frankfurt a.M., 08.10.2008: Amerikanische Forscher haben Mäuse mit UV-Licht bestrahlt und anschließend mit Feuchtigkeitslotionen behandelt, unter anderem mit Eucerin aus dem Hause Beiersdorf. Bei den mit Feuchtigkeitslotionen behandelten Mäusen bildeten sich häufiger Tumoren als bei denjenigen, die mit einem Placebo eingecremt worden waren.
Krebsmedikament erhöht Sterblichkeit
Freiburg, 27.02.2008: Tumorpatienten leiden häufig unter einer Anämie. Viele Krebspatienten erhalten deshalb Erythropoietine (EPOs) um vermehrt rote Blutkörperchen zu bilden. Jetzt belegt eine Studie der Northwestern Universitys Feinberg School of Medicine (USA) und des Universitätsklinikums Freiburg, dass EPOs das Überleben von Krebspatienten verkürzen. Der Grund hierfür liegt möglicherweise in einer Stimulation ...
Rasterfahndung in der Kräuterapotheke
Heidelberg, 15.02.2008: Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum analysieren systematisch die Inhaltsstoffe aus Heilpflanzen der traditionellen chinesischen Medizin, um neue Wirkstoffe gegen Krebs zu entdecken. Krebs heilen mit Naturprodukten - ein Fall für Schamanen und Kräuterweibchen? Keineswegs, denn viele der in der Schulmedizin verwendeten Chemotherapien gegen Krebs sind Naturprodukte oder ...
Cannabis gegen Krebs
Rostock, 06.02.2008: Pharmakologen vom Universitätsklinikum Rostock ist es gelungen, einen neuen Mechanismus der Antikrebswirkung von Cannabinoiden nachzuweisen. Diese Substanzen, die auch in der Cannabis-Pflanze zu finden sind, blockieren über die Bildung eines Hemmstoffs bestimmte Enzyme, mit deren Hilfe sich Krebszellen ungehindert im Körper ausbreiten.
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Frankfurt a.M., 28.01.2008: Wechselnde Schichten mit Nachtarbeit gelten – ebenso wie UV-Strahlen oder polychlorierte Biphenyle (PCB) – als "wahrscheinlich krebserregend", hat das Internationale Krebsforschungszentrum (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt. Die Risikobewertung beruht vorrangig auf der Untersuchung von Frauen, die nachts arbeiten.
Wirken Bakterien plus Fieber gegen Krebs?
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Stand: 23. Juni 2006
Erstellt: 20. Juni 2006