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CALL A BIKE erfolgreich gestartet in der Pilotstadt München





{b1r}München, 19. Juni 2000: Seit acht Wochen gehören
nun die 2 000 silber-orancagefarbenen Citybikes der
CALL A BIKE AG zum Stadtbild Münchens. Das Interesse an der innovativen Dienstleistung liegt bisher weit über den Erwartungen von CALL A BIKE.


Jeden Tag melden sich - telefonisch oder per Internet - 300 bis 400 neue Interessenten an. Aufgrund der großen Nachfrage herrschte in den Anfangswochen ein deutlicher Engpass bei der Bearbeitung der Vorgänge: "Wir kamen am Anfang dem Ansturm noch nicht ganz hinterher", sagt Christian Hogl, Initiator von CALL A BIKE. "Wir haben das mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen."

Inzwischen hat CALL A BIKE darauf reagiert: Seit vier Wochen arbeiten zusätzlich 10 Festangestellte im hauseigenen Call-Center. Die sind auch notwendig: Jeden Tag gehen zwischen 4 000 und 5 000 Calls ein, Insgesamt wurden bereits über 170 000 Anrufe abgewickelt. Im hauseigenen Customer-Communication-Center 
stehen die Telefone Tag und Nacht nicht still, die Anrufer nutzen den 24-Stunden-Service ausgiebig: "Bis vier Uhr morgens rufen die Leute uns an und wollen Informationen haben oder sich anmelden," erzählt Josef Gundel, Partner von Hogl und ebenso Vorstand der Aktiengesellschaft.

Es wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Vorgänge, die sich anfangs angehäuft haben, abgearbeitet sind und alles so reibungslos läuft, dass Anfragen und Anmel-dungen sofort bearbeitet werden können. Deswegen dauert es immer noch knapp zehn Tage, bis Kunden bei Anmeldung über ihre Bankverbindung ihre Kundennummer in Händen halten und losfahren können. Das Ziel, diesen Zeitraum auf drei Tage zu verkürzen, will CALL A BIKE in den nächsten Wochen erreichen. Für einige ist das ärgerlich, andere freuen sich über den großen Erfolg der Idee: Täglich gehen E-Mails mit Glückwünschen ein.

Die Altersstruktur der Kunden entspricht den Erwartungen an die Kernzielgruppe: Ca. 70% der CALLBIKER sind zwischen 18 und 35 Jahren alt. Es gibt aber auch durchaus einige rüstige Rentner, die den Service von CALL A BIKE gerne in Anspruch nehmen: Der älteste Kunde zählt bereits 84 Lenze.


Mit 20% ist der Anteil an Nichtmünchnern noch relativ niedrig, mit der beginnenden Tourismussaison erwartet Christian Hogl allerdings einen deutlichen Anstieg dieser Zahl: "Das Fremdenverkehrsamt im Rathaus am Marienplatz hat uns darüber informiert, dass immer mehr Touristen und Besucher nachfragen, um was es sich bei den auffälligen Bikes denn handelt - da besteht noch ein sehr großes Potential, das wir noch gar nicht einberechnet haben."

Fast rund um die Uhr sind die Serviceteams unterwegs, um zu gewährleisten, dass die Bikes sich immer in einwandfreiem Zustand befinden. In den Anfangswochen wurden auffällig häufig Klingel oder Vorderlicht der CALLBIKES abgeschraubt und mitgenommen: "Es war wohl so eine Art Souvenirjagd," erläutert Joachim Schindler, Leiter des Bike-Service-Centers. "Inzwischen hat sich das aber wieder gelegt."

Auch auf der EXPO in Hannover ist CALL A BIKE vertreten: Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) präsentiert das Projekt in ihrem Pavillon noch bis Ende Oktober gemeinsam mit anderen Beiträgen innovativer Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Im Themenpark "Mobilität" sind die schnittigen CALLBIKES neben technischen Neuerungen der BMW Group, Man oder Lufthansa zu sehen: Dort werben sie auf dem New Traffic Boulevard für innovative Mobilitätslösungen der Zukunft.
Autor: Brigitte Günther
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Stand: 26. März 2003
Erstellt: 22. August 2000

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