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Artikel Nr.: 9861
Tiefschwarze Zahlen auf Kosten der Umwelt
Hamburg, 01.02.2006: Hiobsbotschaften zum Klimawandel hat es in der letzten Zeit viele gegeben. Am Dienstag lässt uns eine Meldung aufhorchen, die als symbolisch für den Klimawandel gelten kann: Exxon Mobil, in Europa unter dem Namen Esso operierend, hat 2005 einen Reingewinn von 36 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Damit fuhr Exxon 2005 den höchsten Nettogewinn ein, den ein privates Unternehmen jemals erzielen konnte.Exxon weiß, dass der Rekordgewinn Anlass zur Kritik gibt. Die privaten Mineralölkonzerne werden in den USA von einer starken Erdöllobby flankiert, der unter anderem US-Präsident Bush und sein Vize Cheney angehören. Diese setzte in der Vergangenheit gewaltige Steuererleichterungen für die Ölwirtschaft durch - trotz gewaltiger Gewinne. Folgerichtig wiegelt Exxon jetzt ab: Die Gewinnmargen seien deutlich geringer als die anderer Industrien, beispielsweise der Pharmaindustrie.
Zahlenspielereien verdeutlichen die Dimensionen von Exxons Rekordjahr: An jedem einzelnen Tag des Jahres 2005 hat Exxon 100 Millionen Dollar Gewinn gemacht. Der Gesamtumsatz des Unternehmen betrug 2005 insgesamt 371 Milliarden Dollar. Im Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt Indonesiens, des bevölkerungsmäßig viertstärksten Landes der Welt, beträgt 245 Millionen Dollar. Theoretisch würde der eingestrichene Nettogewinn ausreichen, um Unternehmen wie BMW aufzukaufen.
Verschiedene US-Senatoren hatten die Ölgesellschaften Ende letzten Jahres dazu aufgefordert, einkommensschwache Familien durch verbilligtes Öl zu entlasten. Der Appell ging an Exxon ungehört vorüber. Das Unternehmen entlohnte vor allem seine Anteilseigner. 23 Milliarden Dollar schüttete Exxon in Dividenden und Aktienrückläufen an die glücklichen Aktionäre aus. Dem Senatorenaufruf folgte nur Citgo, eine Tochtergesellschaft der venezolanschen Ölgesellschaft, mit einem 40-prozentigen Rabatt.
In ökologischer Hinsicht ist der Unternehmenserfolg höchst bedenklich. Jüngste Studien der NASA und der britischen Regierung belegen, dass der von Exxon belächelte
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Klimawandel bereits in vollem Gange ist. Hauptverantwortlich dafür ist das Treibhausgas CO2, das bei der
Als Verbrennung bezeichnet man umgangssprachlich eine chemische Reaktion, bei der sich ein chemisches Element schnell und unter Wärmeabgabe mit Sauerstoff verbindet. Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht. "Die Milliardenprofite des Ölgiganten sind ungeheuerlich" sagt Klimaexperte Karsten Smid. "Es ist ein Skandal, das ExxonMobil seine Milliardengewinne auf Kosten von
Das Klima-System setzt sich zusammen aus dem inneren und dem äußeren System.Klima- und
Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden. Umweltschutz macht."
Bestimmt wird Exxons Strategie von kurzsichtigem marktwirtschaftlichen Profitdenken. Das Feld der Erneuerbaren Energien überlässt der Multi seinen Mitkonkurrenten. Besonders perfide mutet an, dass das Unternehmen von den Hurrikans Rita und Katrina sowie der angespannten politischen Lage im Nahen und Mittleren Osten und den damit steigenden Ölpreisen profitieren konnte.
Autor: Greenpeace e.V.
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Stand: 5. Februar 2006
Erstellt: 1. Februar 2006
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