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Umweltjournal.de | Geld und Finanz  | Artikel Nr.: 11197

Geldanlage Wasser: Water Funds im Fokus der Anleger

Berlin, 13.10.2006: Wasser an sich ist kein knappes Gut, aber Süßwasser, notwendig für die Trinkwasserversorgung sowie die Nahrungsmittelproduktion, hat nur einen Anteil von 2,5 Prozent an der weltweiten vorhandenen Wassermenge. Der Großteil des Süßwassers ist zudem (noch) in Eis oder Permafrost gebunden und kann weder für Produktion, noch für Konsum genutzt werden.


Dementgegen stehen beeindruckende Zahlen: 400.000 Liter Wasser verschlingt die Produktion eines durchschnittlichen Autos, und für ein Kilo Rindfleisch müssen Landwirte rund 5.000 Liter einsetzen. Durch den demographischen Wandel sowie die aufstrebenden Volkswirtschaften insbesondere in Asien steigt generell die Nachfrage nach dem Rohstoff Wasser, der zukünftig für die Produktion genause zum Engpass werden kann, wie es heute das Erdöl ist.

Drei weltweite Trends bestimmen die Entwicklung der Wasserbranche:

Demographie und Industrie
Die Weltbevölkerung wird in den nächsten 50 Jahren voraussichtlich von heute 6.5 auf ca. 9 Mrd. Menschen ansteigen, was zwangsläufig zu einem deutlichen Anstieg des Wasserverbrauchs führen wird.

Überalterte Infrastruktur
Die Überalterung der Wasserinfrastruktur stellt weltweit eine große Herausforderung dar. Die Netze für die Wasserversorgung wurden in den meisten Regionen weltweit gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut. In den letzten Jahrzehnten wurde die Instandhaltung jedoch stark vernachlässigt, was Rohrbrüche und Versickerung durch undichte Leitungen zur Folge hat. Die Europäische Union erwartet Investitionen in die Erneuerung von 170 bis 230 Mrd. Euro in den nächsten zehn Jahren. Und für die USA, in denen 20 % des Trinkwassers schon vor dem Wasserhahn versickern, weil Leitungen teilweise noch aus Holz sind, veranschlagen Experten rund 1 Billionen US-Dollar für die dringenden Sanierungen.

Wasserqualität
Insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern besteht im Bezug auf die Wasserqualität enormer Nachholbedarf. In China sind beispielsweise erst 17 % der Haushalte an die öffentliche Wasserentsorgung angeschlossen, rund 60 % der Abwässer werden ungeklärt in Flüsse und Seen geleitet. Allerdings hat auch dort die Regierung das Problem erkannt, und sieht Wassermangel und –verschmutzung als "größte Sorge für Wirtschaftsentwicklung, Stabilität der Gesellschaft und Gesundheit der Menschen" an.

Wasser ist der wichtigste Rohstoff der Zukunft – und die Wasserbranche steht vor einer langfristigen Wachstumsphase. Anleger haben die Möglichkeit, sich daran zu beteiligen, beispielsweise über Investmentfonds mit dem Schwerpunkt Wasser. Der SAM Sustainable Water Fund (WKN 763763) beispielsweise folgt diesen Trends und investiert unter Beachtung von sozialen und ökologischen Kriterien gezielt in die Bereiche Wasserbehandlung, Wasserverteilung und die effiziente Verwendung des Rohstoffes. Weiterhin wendet er klassische Ausschlußkriterien wie Rüstung, Gentechnik in der Landwirtschaft und Uranverarbeitungsanlagen an. Mit diesem Fokus erreichte der SAM Water Fund in den letzten drei Jahren eine Performance von 19,6 % p.a. (Stand 13.10.2006).

Ein ausführliches Portrait beschreibt detailliert die Anlagestrategie:
www.umweltinvestmentfonds.de

Autor: Umweltfinanz AG, Berlin

Weiterführende Informationen:


Stand: 14. Oktober 2006
Erstellt: 13. Oktober 2006