Umweltjournal.de | Geld und Finanz  | Artikel Nr.: 10800

Solarstrom erstmals billiger als Kohle- und Atomstrom





Baden-Baden, 28.07.2006: Am Donnerstag dieser Woche war Solarstrom an der Leipziger Strombörse erstmals preiswerter als Atom-, Gas- oder Kohlestrom. Strom aus Windrädern war bereits im Februar 2006 erstmals billiger als konventioneller Strom. Kühlwasserprobleme einiger Atom- und Kohlekraftwerke sowie der durch die Sommerhitze gestiegene Strombedarf haben die Strompreise im Juli zeitweise explodieren lassen.


In den letzten Tagen stieg der Preis für herkömmlichen Strom um 600 Prozent. In dieser Situation helfen die inzwischen 200.000 in Deutschland installierten Photovoltaikanlagen, die etwa so viel Strom wie zwei Atom- oder Braunkohlekraftwerke liefern, die Versorgungslücke zu schließen.


Während herkömmliche Kraftwerke im Hitzesommer reihenweise in die Knie gehen, liefern Solarstromanlagen Spitzenwerte. Gleichzeitig wird Solarstrom schneller preiswert als bislang angenommen.


Am 27. Juli kostete Spitzenlaststrom an der Leipziger Strombörse 54 Cent je Kilowattstunde während Solarstrom mit 40 bis 51,8 Cent vergütet wird.


Die Vergütung für Solar- und Windstrom wird nach dem Erneuerbaren Energiengesetz pro Jahr um 5 Prozent reduziert, während Fachleute mit immer höheren Preisen für herkömmlichen Strom rechnen. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen und beschleunigen. Denn weltweit arbeiten Wissenschaftler an effizienteren Technologien für alternative Energieerzeugung.
Autor: Franz Alt
2425 Aufrufe
Stand: 28. Juli 2006
Erstellt: 28. Juli 2006

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