Umweltjournal.de | Geld und Finanz  | Artikel Nr.: 1082

Die Preise müssen die ökologische Wahrheit sagen





Berlin, 07.03.2002: Ist die Ökosteuer ungerecht, weil jeder Energieverbrauch und motorisierte Verkehr ökologisch besteuert wird? Schließlich braucht jeder Haushalt eine gewisse Menge Strom und Heizenergie.

Und auch Mobilität gehört zu den Grundbedürfnissen. Trotzdem: Bei der ökologischen Steuerreform geht es nicht um Bestrafung und auch nicht um zusätzliche Steuern. Die ohnehin notwendigen Steuern und Abgaben werden umgeschichtet: Weg von der Belastung der Arbeit hin zur Belastung des Umweltverbrauchs.
Die Preise müssen die ökologische Wahrheit sagen.
Dieser Slogan geht zurück auf die volkswirtschaftliche Theorie der externen Kosten. Wenn bei der Produktion oder dem Gebrauch eines Produktes Schäden entstehen, die nicht der Verursacher zahlt, sondern Dritte, spricht man von externen Kosten. Der Straßenverkehr, zum Beispiel, verursacht jährlich externe Kosten in Höhe von 160 Milliarden Mark (das ist mehr als das Vierfache der Ökosteuer-Einnahmen im Jahr 2003). Das sind zum Beispiel Unfallkosten, Schäden an Gebäuden und Kosten für Lärmschutzmaßnahmen. Wenn die externen Kosten mittels Ökosteuern in den Benzinpreis eingerechnet werden, wird das Verursacherprinzip und damit ein Stück Gerechtigkeit verwirklicht.
Autor: Matthias Seiche
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Stand: 7. März 2002
Erstellt: 7. März 2002
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