Bauen, Wohnen und Garten
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Artikel Nr.: 16448
Berlin, 15.12.2009: Jedes Jahr um die Weihnachtszeit beginnt der Wettlauf um die schönste Tanne, die der naheliegende Baumhändler in seinem Sortiment anzubieten hat. Doch woher stammt eigentlich der Brauch, sich zum Weihnachtsfest das ja eigentlich die Geburt Jesu Christi feiern soll - eine Tanne ins heimische Wohnzimmer zu stellen und ihn zu schmücken? Denn in Betlehem dürfte es vor 2.000 Jahren doch schwierig gewesen sein, eine Tanne aufzutreiben.
Doch fand der immer reichlicher geschmückte Baum nicht nur Freunde unter der Christenheit. Der Weihnachtsbaum galt lange als Symbol des Protestantismus, mit dem man sich deutlich von der Tradition des katholischen Krippenspiels abheben wollte. 1870 in Frankreich eingeführt, beklagte zwei Jahrzehnte später auch so mancher Franzose die Annäherung an das Deutschtum.
Das Schmücken des Baumes trieb bisweilen seltsame Blüten. Ist durch Herzogin Dorothea Sybille von Schlesien im Jahre 1611 der erste Kerzenschmuck bekannt, berichtet der preussische König Friedrich der Große davon, den Baum mit vergoldeten Kartoffeln zu schmücken, die die Paradiesfrucht auf besondere Art darstellen sollte.
Das erste gläserne Symbol des verbotenen Apfels wurde 1830 zur Christbaumkugel geblasen. In Amerika wurden Ende des 19. Jahrhunderts Christbäume aus Eisen hergestellt, durch dessen Äste Gase sind Substanzen, bei denen die einzelnen Moleküle so weit voneinander entfernt sind, daß sie praktisch keine Anziehungskraft mehr aufeinander ausüben und daher nicht mehr wie bei Flüssigkeiten oder Feststoffen aneinander haften. Gas lief und an den Stellen, wo sonst Kerzen standen, züngelten kleine Gasflammen hervor.
Tobias Hofmann
Erschienen in The Epoch Times Deutschland Nr. 46
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