Glühlampen-Blues
Zellingen, 25.09.2009: 100 Watt Glühlampen sind Stromfresser! Neon, Halogen, LED und Energiesparlampe die Alternativen im Vergleich. Seit dem 1 September 2009 dürfen innerhalb der EU keine 100 Watt Glühlampen (Glühbirnen) mehr produziert werden und die Regale der Einzelhändler werden sich nach und nach leeren. 75, 60 und 40 Watt Lampen haben noch eine gestaffelte Schonfrist. Doch 2012 ist die Glühbirne endgültig Geschichte.Die Ablösung, durch die Energiesparlampe ist sehr umstritten. Anfängliche Kinderkrankheiten werden nach und nach von den Herstellern abgearbeitet. So wurde der Blaufarbanteil, der das Kaltlichtempfinden fördert verringert und mit warmem Gelblicht angereichert. Die langen Anlaufphasen beim Anschalten wurden deutlich verkürzt, wodurch die Energiesparlampe schneller ihre Leuchtkraft erreicht.
Dennoch gibt es weiterhin Kritikpunkte!
Der Glühfaden, wie wir ihn aus der Glühlampe kennen, ist in der Energiesparlampe durch Chemisches Element, Symbol Hg, Ordnungszahl 80, Schmelzpunkt -38,84 Grad C, Siedepunkt 356,58 Grad C, Dichte 13,6 g/Kubikzentimeter.Quecksilber ersetzt. Dieser Anteil ist zwar deutlich geringer als in alten Quecksilberthermometern, jedoch ist bei einer Beschädigung der Lampe, die Wahrscheinlichkeit einer Gesundheitsgefährdung genauso groß.
Hierzu sollte folgendes beachtet werden:
E., auch Kompaktleuchtstofflampen genannt, stellen eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Leuchtstoffröhre dar. Energiesparlampen sind immer Sondermüll! Derzeit müssen defekte Energiesparlampen am Wertstoffhof abgegeben werden. Zukünftig ist zusätzlich die Rückgabe beim Einzelhändler geplant.
Beschädigte Energiesparlampen sollen immer in geschlossene Behältern entsorgt werden. Hierfür sind Einwegschraubgläser besonders geeignet.
Quecksilber kann über die Haut und durch die Atmung in den Körper gelangen. Darum sollten die Räume, in denen eine Energiesparlampe zerbrach, ca. 12 Stunden vollständig gelüftet werden. Hierzu empfiehlt es sich, die Türen zu anderen Räumen, schnell zu schließen und die Fenster sind Teile der umschließenden Außenhaut eines Gebäudes und damit Grenzflächen zwischen innen und außen. Fenster vollständig zu öffnen (nicht nur auf Kipp).
Falls verfügbar, sollten Sie mit Feinstaubmaske und Einweghandschuhen die zerbrochenen Reste der Energiesparlampe, mit Besen und Schaufel zusammenkehren und entsorgen.
Der Begriff E. beschreibt das Phänomen, daß wir infolge fortschreitender Elektrifizierung in immer größerem Umfang niederenergetischer elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt sind, die wir mit unseren Sinnesorganen nicht wahrnehmen können. Elektrosmog Empfindliche und Menschen mit Schlafstörungen oder der Neigung zu Kopfschmerzen, sollten im Schlafzimmer, am Schreibtisch und im Essbereich, Energiesparlampen durch LED oder auch Halogenleuchten ersetzen.
Das elektrische Störfeld von Glüh-, LED- und H. funktionieren nach dem Prinzip der Glühbirne. Ihrem Füllgas wird aber ein Halogen zugesetzt, das sich mit dem verdampften Wolfram verbindet und es mit der Wärmeströmung in der Lampe wieder zur Wendel zurückführt. Halogenlampen ist in den Bereichen von 20cm bis 1m messbar. Der Störfeldbereich einer Energiesparlampe liegt im Vergleich dazu bei ca. 2m.
Stromverbrauchsrechnung (Quelle: www.wendepunkt.de)
Vergleich:
- Eine 100 Watt (W) Glühlampe verbraucht in 10 Stunden, 1Kilowatt (KW).
- Eine 20W Halogenlampe verbraucht in 50 Stunden, 1KW.
- Eine 20W Neonröhre verbraucht ebenfalls erst nach 50 Stunden, 1KW.
- Eine 10W Energiesparlampe verbraucht in 100 Stunden, 1KW.
- Eine 1W LED-Lampe verbraucht in 1000 Stunden, 1KW.
Durchschnittlich werden Lampen ca. 3 Stunden täglich eingeschaltet. Das ergibt bei ca. 15 Cent pro KW folgende Jahreskosten:
100W Glühlampe = ca. 16,50 Euro
20W Halogenlampe bzw. Neonröhre = ca. 3,50 Euro
10W Energiesparlampe = ca. 1,75 Euro
1W LED-Lampe = ca. 0,20 Euro
Weiterführende Informationen:
Die letzten 15 Meldungen zum Thema "Energiesparlampen, Licht":
| Handel verkauft lieber Glüh- als Energiesparlampen | |
| Berlin, 28.01.2010: Kunden in Bau- und Elektromärkten werden, wenn sie einen Ersatz für Glühlampen kaufen wollen, nur selten gut beraten. Wer nicht ausdrücklich nach energiesparenden Leuchtmitteln fragt, bekommt meist stromfressende Glüh- oder Halogenlampen angeboten. Eine umfangreiche Beratung über mögliche Alternativen bekommen Verbraucher fast nie. |
| Waldkrankheiten weiter ohne Therapie | |
| Berlin, 24.01.2010: BUND fordert von Aigner Maßnahmenkatalog für naturverträgliche Waldbewirtschaftung. Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist der heute von der Bundesregierung veröffentlichte Waldzustandsbericht die Fortschreibung einer Krankenakte, die jährlich besorgniserregende Diagnosen liefert, aber keine geeignete Therapie empfiehlt. |
| Neue BfN-Veröffentlichung präsentiert Strategien und Umsetzungsbeispiele für einen naturverträglichen Tourismus | |
| Bonn, 12.01.2010: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat einen Sammelband zum Thema Nachhaltiger und naturverträglicher Tourismus veröffentlicht. In 14 Beiträgen erläutern Fachleute aus Wissenschaft und Praxis aktuelle Strategien, Erfolgsfaktoren und Beispiele zur Umsetzung im Bereich nachhaltigen naturverträglichen Tourismus, die das Bundesamt für Naturschutz und das Bundesumweltministerium z. T. initiiert und maßgeblich unterstützt haben. |
| Weniger Rückstande von Pflanzenschutzmitteln gefunden | |
| Berlin, 05.01.2010: BVL stellt Ergebnisse der Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2008 vor. In Lebensmitteln finden sich immer weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Auch die Zahl der Proben, in denen die zulässigen Höchstmengen überschritten wurden, nimmt ab. Dies sind zwei wesentliche Ergebnisse aus der Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2008, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute in Braunschweig veröffentlicht hat. |
| Halbgare Verpflichtungen zu nichts | |
| Frankfurt a. M., 21.12.2009: Klimagipfel in Kopenhagen endet enttäuschend. Der Klimagipfel in Kopenhagen endete für den WWF mit einer herben Enttäuschung. Die angereisten Staats- und Regierungschefs hatten zwar teilweise vollmundige Erklärungen im Gepäck, sie schafften es jedoch nicht, ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen auf den Weg zu bringen. |
| Gammelfleisch gehört eingefärbt | |
| Berlin, 19.12.2009: Zur Prävention weiterer Gammelfleisch-Skandale muss die Kennzeichnungspflicht von Schlachtabfällen schnell Gesetz werden - notfalls im nationalen Alleingang. Der vzbv fordert Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einfärbungspflicht rasch umzusetzen. Es müsse verhindert werden, dass so genanntes K3-Material in Fleischprodukten, egal ob Döner oder Tortellini, verarbeitet werde. |
| Vorratsdatenspeicherung: Bundesverfassungsgericht verhandelt Massenklage | |
| Murnau a. Staffelsee: 17.12.2009: Bundesbürger unter Generalverdacht - Vorratsdatenspeicherung grundgesetzwidrig? Przyklenk und Brückner raten zur Prophylaxe: "Seien Sie geizig mit Ihren persönlichen Daten". Seit gestern geht es in Karlsruhe um die umstrittene Speicherpflicht für Telefon- und Internetverbindungsdaten. |
| Licht und Schatten | |
| Hamburg, 17.12.2009: Die EU-Fischereiminister haben sich heute in Brüssel auf Fischfangquoten für Nordsee und Nordostatlantik für das Jahr 2010 geeinigt. Die Fangmöglichkeiten auf Kabeljau, Schellfisch und Seezunge wurden um 15 bis 35 Prozent reduziert. Nach Ansicht der Umweltstiftung WWF spiegeln die angemessenen Entscheidungen vor allem den schlechten Zustand der Fischbestände wieder: Acht von zehn Beständen in EU-Gewässern gelten als überfischt. |
| „Am Öko-Baum die Lichter brennen“ | |
| Frankfurt a. M., 09.12.2009: - Zum Weihnachtsfest 2009 rät der WWF zum Kauf von Öko-Weihnachtsbäumen aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Die Umweltstiftung möchte Verbraucher mit dem Aufruf ermutigen, auch an Weihnachten einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen jedes Jahr. |
| Der Öko-Baum an Weihnachten | |
| Frankfurt, 09.12.2009: Zum Weihnachtsfest 2009 rät der WWF zum Kauf von Öko-Weihnachtsbäumen aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Die Umweltstiftung möchte Verbraucher mit dem Aufruf ermutigen, auch an Weihnachten einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen jedes Jahr. Etwa 10 Prozent werden aus dem Ausland importiert, vor allem aus Dänemark, aus den Niederlanden, Irland, Österreich, Polen und Tschechien. |
| Gefahr durch Weihnachtslichterketten | |
| Brüssel, 03.12.2009: Die UN-Klimaschutzkonferenz vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen muss zu einem globalen und umfassenden Klimaschutzübereinkommen mit hochgesteckten Zielen führen. Kurz vor Kopenhagen wies die EU-Kommission erneut nachdrücklich darauf hin, wie wichtig ein Abkommen ist, um den gefährlichen Klimawandel abzuwenden. EU-Kommissionspräsident José Manual Barroso rief die führenden Politiker der Welt zu mutigen Entscheidungen auf: |
| Bildungsmagazin und DBU starten bundesweite Aktion „Grüne Schule“ | |
| München, 02.12.2009: Müll trennen, Licht ausschalten, Wasser sparen: Was in den meisten Familien bereits Bestandteil des Alltags ist, ist in vielen deutschen Schulen häufig noch nicht fest etabliert. Aus diesem Grund startet das Bildungsmagazin FOCUS-SCHULE mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Schuljahr 2009/10 die Aktion Grüne Schule. Die gemeinsame Initiative soll Umweltbewusstsein bei Schülern, Lehrern und Eltern fördern und das Thema für junge Leute attraktiver machen. |
| Richtig versichert und dabei Geld gespart | |
| Berlin, 01.12.2009: Ob Hausrat-, Haftpflicht-, Unfall- oder Lebensversicherung - es gibt kaum einen Lebensbereich für den es noch keine Versicherung gibt. Mit dutzenden Modellen und tausenden Angeboten versprechen die Anbieter die komplette Absicherung in allen Lebenslagen. Das neue Finanztest Spezial Versicherungen der Stiftung Warentest will im Dickicht aus Policen und Paragrafen für Durchblick sorgen. |
| Klimaschutzpolitik in Österreich - sehr viel heiße Luft! | |
| Wien, 23.11.2009: Laut dem EU-Fortschrittsbericht ist Österreich Klimaschutz-Schlusslicht. Um das österreichische Kyoto-Desaster zu rechtfertigen, verweist das Lebensministerium darauf, dass die osteuropäischen Staaten und Deutschland ihre Kyotoziele nur erreicht hätten, weil deren Schwerindustrie im Übergang zur Marktwirtschaft zusammengebrochen ist sozusagen eine CO2-Reduktion ohne tatsächliche Klimaschutzpolitik. |
| Studie des Öko-Instituts: Umweltabgabe als Weg aus der Mehrwegkrise | |
| Berlin, 20.11.2009: www.ne-na.de - Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat wegen der immer weiter steigenden Marktanteile umweltschädlicher Einwegflaschen aus Plastik die Einführung einer Umweltabgabe auf Getränkeverpackungen gefordert. Eine Materialsteuer zusätzlich zum Einwegpfand ebne den Weg aus der Mehrwegkrise. Auch würde die Abgabe Hersteller umweltbelastender Getränkeverpackungen ganz im Sinne der Produktverantwortung mehr in die Pflicht nehmen. |
Erstellt: 25. September 2009
Achtung: Umweltjournal.de übernimmt keine Haftung für veröffentlichtes Textmaterial der Autoren. Die Artikel unterliegen dem Urheberrecht der Autoren und sind nur nach ausdrücklicher Genehmigung frei zum weiterverarbeiten!
Webmaster:
André Sepeur
© 1999 - 2010 by André Sepeur Medienberatung









Druckansicht