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Umweltjournal.de | Bauen, Wohnen und Garten  | Artikel Nr.: 15013

Superschlaue Stromzähler

Köln/Brühl, 07.12.2008: Seit kurzem können wenige Yello-Kunden hierzulande so genannte intelligente Stromzähler nutzen. Sie zeigen den Verbrauch in Echtzeit. Die Waschmaschine läuft an, die Kurve auf dem Computer-Monitor schlägt nach oben aus. Das Diagramm zeigt, wie viel Strom die Maschine verbraucht. Und auf dem Bildschirm gibt es noch mehr Funktionen:


Hier kann der Nutzer berechnen, wie viel ihn einmal Wäschewaschen kostet. Und was er sparen würde, wenn die Waschmaschine nachts oder am Wochenende läuft, wenn Strom billiger ist. Statt einer Abschlagszahlung gibt es am Monatsende eine Rechnung mit dem genauen Verbrauch.


Im Dezember startet Yello das erste bundesweite Angebot.


Die grauen oder schwarzen Kästen im Keller, in denen das Zählwerk je nach Verbrauch schneller oder langsamer rotiert, sollen bald Geschichte sein. Der Stromzähler von Yello ist knallgelb und wird mit einem Paket geliefert, mit dem er an das Internet angeschlossen wird. Der Verkauf beginnt im Dezember, schon jetzt können sich Interessierte vormerken lassen. Schon seit Anfang Oktober bietet der Yello-Mutterkonzern EnBW in seinem Netzgebiet in Südwestdeutschland ein blaues Zähler-Kästchen nach dem gleichen Prinzip. Und RWE hat begonnen, bis 2011 mehr als 100.000 Kunden in Mülheim an der Ruhr mit intelligenten Stromzählern auszurüsten. Pilotversuche laufen auch bei anderen Anbietern.

Dass sich Stromzähler über Jahrzehnte nicht geändert haben, hat auch politische Gründe. Bisher hatte der Netzbetreiber ein Monopol für die Stromablesung. Die Kosten für den Zähler und das Ablesen waren im Strom-Grundpreis einkalkuliert. Seit kurzem aber gelten im Zuge der Klimaschutz-Offensive der Bundesregierung neue Gesetze: Das Mess-Monopol wurde abgeschafft. Ab 2010 müssen bei Neubauten und Haussanierungen intelligente Zähler eingebaut werden. Ab 2011 muss jeder Versorger einen Tarif anbieten, der die Tageszeit oder das jeweils verfügbare Stromangebot berücksichtigt.

Trotzdem brechen die neuen Zeiten hierzulande langsam an: "Deutschland hinkt anderen europäischen Ländern hinterher", sagt André Hackbarth, Ökonom an der Universität Aachen und Experte für intelligente Strommessung. "Die gesetzlichen Regelungen sind nicht so scharf wie anderswo." So müssten in Schweden etwa bis 2009 alle Haushalte mit intelligenten Strommess-Systemen ausgestattet sein. Manche Länder hätten auch konkret eine monatliche Stromrechnung vorgeschrieben.


Quelle:



www.yellostrom.de, hier können Sie mit interaktiven hübschen EVE plaudern

Autor: Ursula Heinen

Weiterführende Informationen:


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Stand: 7. Dezember 2008
Erstellt: 7. Dezember 2008