Top-News
Täglich frisch auf den Tisch:
Unser Tagesrückblick erreicht Sie stets früh morgens mit den aktuellsten Meldungen vom Vortag. Bestellen Sie jetzt Ihren kostenlosen Tagesrückblick!.
Umweltlexikon
Urwaldriese

Spenden für Cyber-Elefant und Online-Frosch

Biodiversitätsziel

Neuer Anlauf zum Stopp des Artensterbens

Statusreport

Tiger-Bestände in der Boom-Region Südostasien um 70 Prozent eingebrochen

Moore

Biberburgen im Moor: Nager wandeln Bild des Wurzacher Rieds

Waldbewirtschaftung

Waldkrankheiten weiter ohne Therapie

Klagerecht

NRW-Landtagsabstimmung: CDU und FDP blockieren Tierschutz-Verbandsklage erneut

Mangrovenwälder

Tauchausrüstung für Tiger

Tourismus

Meeresgrund trifft Horizont

Innengehege

Winterzeit ist für viele Säugetiere im Zoo eine Qual

Unternehmen

CO2OL ermittelt CO2-Fußabdruck von Unternehmen

Produktempfehlung


Es gibt keinen Weg. Nur gehen
Preis: 17,00€ im Shop



Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 14388

Umweltkrimi "Die Currywurst-Lüge"

Osnabrück, 12.07.2008: Freundlich brüllte der "Graslöwe" im Park der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und begrüßte 60 Drittklässler mit Migrationshintergrund aus Stadt und Landkreis Osnabrück, die am DBU-Sprachfördercamp teilnehmen. An der Seite von Dr. Fritz Brickwedde, DBU-Generalsekretär, überreichte der Umweltbotschafter den Schülern das Hörspiel "Die Currywurst-Lüge".


„Diesen 60-minütigen Umweltkrimi auf CD vollständig zu verstehen, ist ein Ziel des Sommercamps“, sagte Brickwedde und richtete sich direkt an die Kinder: „Jetzt beginnen drei spiel- und lehrreiche Wochen, in denen wir euch auch neugierig auf Natur machen wollen.“ Los geht das Projekt „Natur und Sprache auf der Spur“ mit der Beteiligung 14 regionaler Partner am 14. Juli und endet mit dem „Markt der Möglichkeiten“ am 1. August im Zoo. In dieser Zeit werden die Schüler ihre Zweitsprache Deutsch im Umweltbildungszentrum Noller Schlucht in Dissen und im Schullandheim Mentrup-Hagen verbessern. 123.000 Euro gibt die DBU dazu.

Eltern beim Auftakt ausnahmsweise dabei

Das DBU-Sommercamp ist erstmals in Deutschland ein Sprachfördercamp mit dem Schwerpunkt Umweltbildung. Wasser, Wald und Tiere sind jeweils für eine Woche ein Schwerpunktthema. Zum heutigen Auftakt mit Infoständen und Bastelstationen kamen – ausnahmsweise – auch die Eltern. Während der drei Camp-Wochen übernachten die Kinder, die insgesamt zehn verschiedene Muttersprachen haben, im Zentrum Noller Schlucht oder im Schullandheim. Nur an den Wochenenden kehren sie zurück in ihre Familien.



An 60 Kinder verteilte der "Graslöwe" den Umweltkrimi "Die Currywurst-Lüge". Auch um Hörverstehen der deutschen Sprache geht es im dreiwöchigen Sommercamp der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).




Fortschritte wie in einem ganzen Schuljahr

Das Programm mit kunst- und theaterpädagogischen Inhalten lehnt an die Sprachfördercamps der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt an. Einen Pilotversuch machte 2004 die Jacobs Foundation in Bremen, die zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und dem Bremer Senator für Bildung und Wissenschaft in einem Sommercamp untersuchte, ob die deutschen Sommerferien zu einer Verschlechterung der Sprachkenntnisse führen. Und ob dies besonders auf diejenigen Schüler zutrifft, die zuhause kein Deutsch sprechen. 2006 drehte der Bildungsjournalist Reinhard Kahl dazu den Film „Das Wunder von Bremen“ und zeigte die Forschungsergebnisse der Wissenschaftler: Innerhalb von drei Wochen erreichten die Kinder einen Fortschritt, der dem eines Schuljahres entspricht.

Natur und Sprache greifen ineinander

„Bisher hatten Sommercamps zur Sprachförderung keine speziellen naturkundlichen Aspekte“, sagte Josef Gebbe, Leiter der Umweltbildung im Lernstandort Noller Schlucht. „Das ist das Besondere hier: Natur und Sprache greifen unmittelbar ineinander und führen zu einer besseren Integration. Für Kinder sind sprachliche Fähigkeiten die Voraussetzung, ihren Lebensraum sinnstiftend entdecken zu können. Ihre Beobachtungen und Erlebnisse in Natur und Umwelt teilen sie mit anderen durch sprachlichen Austausch.“

14 regionale Partner

Die Partner des Umweltbildungszentrums Noller Schlucht sind der Verein zur pädagogischen Arbeit mit Kindern aus Zuwandererfamilien (VPAK), der Verein für Jugendhilfe mit dem technisch-ökologischen Lernort „Nackte Mühle“, das Museum am Schölerberg, die Kunstschule Paletti Georgsmarienhütte, der Zoo Osnabrück, die Musik- und Kunstschule der Stadt Osnabrück, die Landesschulbehörde Niedersachsen, der Landkreis Osnabrück, die Stadt Osnabrück mit dem Fachbereich Schule/Sport und der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien, die Stadtwerke Osnabrück, die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück sowie der Förderverein Schullandheim Mentrup-Hagen.

Öffentliche Abschlussveranstaltung am 1. August im Zoo

Neben Grammatik- und Rechtschreibtraining werden die Kinder im Deutsch-Sommer ihren Wortschatz durch das Schreiben eines Camp-Tagebuchs erweitern. Lesetexte handeln von den Wochenthemen Wald, Wasser und Tiere. Es werden Ausflüge in den Wald oder Zoo unternommen, gemeinsam wird ein Theaterstück erarbeitet. Bei der öffentlichen Abschlussveranstaltung am 1. August im Zoo Osnabrück und im Museum am Schölerberg werden die eingeübten Theaterstücke und die selbst gestalteten Kunstwerke Eltern und Interessierten gezeigt.


Bild 1: DBU
Bild 2: © Terzio Verlag
Autor: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Weiterführende Informationen:


Die letzten 15 Meldungen zum Thema "Bildung, Umwelt":
Jüngster Schirmherr Deutschlands möchte Wale retten
Radolfzell, 08.02.2010: Mit einem Überraschungs-Coup startet die gemeinnützige Meeres- und Umweltschutzorganisation ProWal aus Radolfzell ihr Projekt „Delfin- und Walschutzgebiet Atlantik – IMPACABA.“ Die Schirmherrschaft als symbolisches Amt wurde, nicht wie sonst üblich, einem Prominenten übertragen, sondern dem 7-jährigen Adam Jason Grimm aus Unterfranken.
Gift-Cocktail in Kinderspielzeug: Gesetze verschärfen, Hersteller in die Verantwortung nehmen
Nürnberg/Berlin, 07.02.2010: Zum Auftakt der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg warf der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Herstellern von Kunststoffspielzeug vor, durch mit Schadstoffen belastete Produkte die Kindergesundheit auf Spiel zu setzen. Dieses Spielzeug enthalte häufig hormonell wirksame Stoffe wie Weichmacher, bromierte Flammschutzmittel und Organozinnverbindungen.
Umwelt sitzt am Katzentisch
Berlin, 04.02.2010: Nach Ansicht der fünf großen deutschen Umweltorganisationen BUND, DNR, Greenpeace, NABU und WWF hat die neue Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel in ihren ersten 100 Tagen die Umweltpolitik spürbar vernachlässigt. Während sich das Umweltministerium bemühe, seinen Aufgaben gerecht zu werden, spiele das Thema Umwelt bei der schwarz-gelben Bundesregierung insgesamt kaum eine Rolle.
Wenn ein Zug durch Fenster düst: Schwachstellen am Haus
Osnabrück 04.02.2010: Wenn es im Winter kalt durch die Fensterfugen zieht, wird es ungemütlich. Obwohl die alten Rahmen verschlossen sind, schlüpft zuviel warme Luft nach draußen. Eine Folge: „Über die Fenster gehen rund 15 Prozent Energie verloren. Dabei könnten durch Sanierungen sowohl der Geldbeutel als auch das Klima geschont werden“, betont Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Wo die Störche klappern
Frankfurt a. M, 03.02.2010: Anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar fordert die Umweltschutzorganisation WWF einen engagierten Schutz von Flüssen, Auen, und Mooren in Deutschland und Europa. Süßwasser-Ökosysteme seien wahre „Hotspots“ der Biodiversität und Heimat zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Welttag der Feuchtgebiete: Moore sind Refugien der Artenvielfalt
Berlin, 01.02.2010: Anlässlich des morgigen Welttags der Feuchtgebiete (2. Februar) hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von der Bundesregierung ein Programm zur Renaturierung von Mooren gefordert. Hierzulande seien bereits 99 Prozent aller Moore mit einer Gesamtfläche von 1,5 Millionen Hektar ökologisch tot. Meist habe man sie für land- bzw. forstwirtschaftliche Nutzungen entwässert
Gefräßiger Muschel den Appetit auf hölzerne Hafenpfähle vermiesen
Rostock, 30.01.2010: Neue Technik der Uni Rostock zum Schutz von Holzpfählen unter Wasser. Unter der Meeresoberfläche an den Küsten der Welt findet das große Fressen statt: Die Pfahlbohrmuschel pult sich in tragende Planken und Pfähle, um sich vom Holz zu ernähren und richtet damit jährlich Schäden in Milliardenhöhe an. Versuche, die Pfähle vor dem Tier zu schützen, sind meist umweltschädlich oder zu teuer.
Duales System funktioniert: Deutschland ist Recyclingweltmeister
Berlin, 29.01.2010: Zu dem in Bonn vorgestellten „Positionspapier zu einer Neuordnung der Verpackungsentsorgung“ nimmt Professor Dr. Dr. h. c. Werner Delfmann für die Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt e.V. (AGVU) und im Namen des Handelsverbandes Deutschland (HDE) sowie des Markenverbandes e.V. wie folgt Stellung:
Nach Kopenhagen: Staaten melden wenig ambitionierte Klimaziele
Berlin, 27.01.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat kurz vor Ablauf der bei der Kopenhagener Weltklimakonferenz vereinbarten Meldefrist für nationale CO2-Reduktionsziele (31. Januar) von Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr Engagement beim Klimaschutz gefordert. Einen Monat nach dem Kopenhagener Weltklimagipfel müsse endlich wieder Bewegung in die stockenden Verhandlungen zum globalen Klimaschutz kommen.
Neuer Anlauf zum Stopp des Artensterbens
Berlin/Madrid, 27.01.2010: Der NABU hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen aufgefordert, sich auf der Konferenz der spanischen Ratspräsidentschaft (26.-27.1.) für ein ambitioniertes Biodiversitätsziel einzusetzen. „Alle bisherigen Forschungsberichte haben belegt, dass die Europäische Union ihr selbst gestecktes Ziel, das Artensterben bis zum Ende des Jahres 2010 zu stoppen, mit ihrer bisherigen Politik nicht erreichen kann.
Heizung gluckert: Zeichen für Schwachstelle am Haus
Osnabrück, 27.01.2010: Die Heizung gluckert, sie strahlt nicht gleichmäßig Wärme ab oder die jährliche Nebenkostenabrechnung ist sehr hoch? Wer sich für den Klimaschutz einsetzen und dabei Energie einsparen möchte, der sollte jetzt seine Heizung näher unter die Lupe nehmen und bei Bedarf einen Fachmann einschalten. „Private Haushalte verbrauchen rund 80 Prozent ihrer Energie zum Heizen – das Einsparpotenzial ist riesig“, weiß Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Tiger-Bestände in der Boom-Region Südostasien um 70 Prozent eingebrochen
Frankfurt a. M. 27.01.2010: Nach einem aktuellen Statusreport der Umweltschutzorganisation WWF gibt es in den fünf Mekong-Anrainerstaaten Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam nur noch rund 350 wild lebende Tiger. Damit ist die Zahl der gefährdeten Großkatzen innerhalb der vergangenen zwölf Jahre um etwa 70 Prozent zurückgegangen. Ende der Neunziger sollen noch etwa 1.200 Indochinesische Tiger entlang des Mekongs gelebt haben.
Energiekosten senken muss nicht teuer sein
Wenn man heute vielen Energie-Effizienz-Beratern zuhört, dann fallen Begriffe wie CO2 Reduzierung, etwas für den Umweltschutz tun, an die Zukunft denken, Ressourcen schonen oder auf erneuerbare Energien setzen. Viel zu wenig fällt der Begriff Wirtschaftlichkeit, obwohl viele Maßnahmen im Bereich der energetischen Sanierung Erträge bringen können, die selbst bei hoch spekulativen Anlagemöglichkeiten in der Finanzbranche nicht realisierbar wären.
Biberburgen im Moor: Nager wandeln Bild des Wurzacher Rieds
Bad Wurzach, 26.01.2010: Ein Blick auf unsere Umwelt zeigt: Die Natur ist derzeit massiven Umbrüchen ausgeliefert, der Klimawandel die meist diskutierte Ursache dafür. Doch manchmal sind es nicht nur die globalen Zusammenhänge, die unser Landschaftsbild prägen. Im Wurzacher Ried – einer der bedeutendsten Moorflächen Europas – bedarf es lediglich eines braunen Nagers, um ehemals vom Menschen trockengelegte Flächen in überflutete Gebiete zu verwandeln.
Grüne Woche muss sich von der vorgetäuschten heilen Agrarwelt verabschieden
Berlin, 24.01.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zog zum Ende der Internationalen Grünen Woche ein zwiespältiges Fazit der diesjährigen Landwirtschaftsmesse. „Das oftmals beschworene Bild einer schönen heilen Agrarwelt mit friedlich weidenden Kühen, freilaufenden Schweinen und Eiern von glücklichen Hühnern muss endlich einer realistischen Betrachtung der Verhältnisse weichen“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Stand: 12. Juli 2008
Erstellt: 12. Juli 2008

Achtung: Umweltjournal.de übernimmt keine Haftung für veröffentlichtes Textmaterial der Autoren. Die Artikel unterliegen dem Urheberrecht der Autoren und sind nur nach ausdrücklicher Genehmigung frei zum weiterverarbeiten!

Webmaster: André Sepeur
© 1999 - 2010 by André Sepeur Medienberatung