Schwebende Fische im Ozeaneum
Stralsund, 12.07.2008: Unter den schwebenden Walnachbildungen in Originalgröße eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern das Stralsunder Ozeaneum. Gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff, dem Bundesminister für Bau und Verkehr, Wolfgang Tiefensee, und Dr. Ulrich Witte, Abteilungsleiter Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), weihte sie den Neubau des Deutschen Meeresmuseums (DMM) am Hafen ein.Große Fischschwärme, Rochen und kleinere Haie tummeln sich nun in den großen Meeresaquarien. Ab dem heutigen Samstag können Besucher rund 7.000 verschiedene Meerestiere und fünf neue Ausstellungen erleben. Lebensräume wie die Nordsee, der Nordatlantik und das Polarmeer werden präsentiert auch das Ökosystem Ostsee: Die Ausstellung Die Ostsee das größte Brackwassermeer der Erde auf der ersten Ebene förderte die DBU mit 600.000 Euro. Damit wird das größte Binnenmeer der Erde inhaltlich einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.
Rund 10.000 Quadratmeter neue Ausstellungsfläche
Das moderne Ozeaneum-Gebäude, an dem drei Jahre lang gebaut wurde, ergänzt das DMM im Katharinenkloster um rund 10.000 Quadratmeter. Entworfen wurde es von dem Stuttgarter Architekturbüro Behnisch und Partner. Die Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommenNordsee wird in Deutschland bereits in einer Ausstellung sehr gelungen präsentiert - im DBU-geförderten MultimarWattforum im schleswig-holsteinischen Tönning. Für die Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen. Ostsee gab es bislang keine Entsprechung - jetzt schließt diese Lücke das Ozeaneum, worüber wir uns sehr freuen", erklärte Witte das DBU-Engagement.
Auf einem virtuellen Rundgang durch die Ostsee
Auf 450 Quadratmetern können sich die Besucher interaktiv und erlebnisorientiert über die Küstengebiete und Lebensformen der Ostsee informieren. Auf einem virtuellen Rundgang gelangen die Gäste vom salzarmen Ostseeteil bis hin zur Nordsee und können die Entwicklungsetappen der See erfahren. Witte: In der Ostseeausstellung läuft man mitten durch eine Planktonwolke eine einmalige freischwebende Installation aus halbtransparenten und vergrößerten Modellen von Mikroskopisch kleine, einzellige Organismen, z.B. Bakterien, Blaualgen sowie ein großer Teil der Algen und Pilze. Mikroorganismen! Nachhaltige Nutzung des Ökosystems bewusst machen
Das Ökosystem Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen. Ostsee ist besonders empfindlich. Das wird die Ausstellung im neu gebauten Ozeaneum des Deutschen Meeresmuseums ihren Besuchern zeigen, so Witte. Die Ausstellung soll kleinen und großen Besuchern bewusst machen, wie das Meer nachhaltig genutzt werden kann, ohne es weiter zu belasten.
Autor: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Weiterführende Informationen:
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Fische":
Gewerbegebiet Ostsee?Hamburg, 27.08.2010: Es wird eng auf der Ostsee: Mit dem Wachstum verschiedener Wirtschaftszweige wie Schifffahrt, Windenergie, Fischerei und Tourismus in allen Anrainerstaaten wächst auch die Konkurrenz um Meeresflächen und Ressourcen. Der Druck auf das Ökosystem der Ostsee erhöht sich durch mangelhafte Planung der Meeresnutzung.
Stoppt das Massaker an Grindwalen auf den Färöer-InselnWädenswil, 03.08.2010: Mit erschütternden Bildern hat der Film The Cove (Die Bucht) die skrupellose Jagd auf Delphine und das blutige Massaker dokumentiert, das japanische Fischer alljährlich im Dorf Taiji veranstalten. Der Film wurde mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Doch während die Welt empört und erschüttert nach Japan schaut, spielt sich im europäischen Nordatlantik von der Öffentlichkeit weit gehend unbeachtet eine Tragödie ab, die durchaus mit dem japanischen Blutbad vergleichbar ist.
Bedrohte Fluss-GigantenFrankfurt a. M., 28.07.2010: Von den zehn größten Süßwasser-Fischen der Welt kommen allein vier Vertreter im südostasiatischen Mekong-Fluss vor. Darunter der Riesen-Stachelrochen, der mit bis zu 600 Kilogramm Gewicht und bis zu fünf Metern Länge die Maße eines Kleintransporters besitzt und als der größte Süßwasserfisch der Welt gilt.
Fischer im Korallendreieck wollen Beifang bekämpfenBali, Indonesien, 07.07.2010: Lokale Fischer und private Unternehmen aus der als Korallendreieck bekannten Region haben sich am heutigen letzten Tag des Coral Triangle Fisher Forum auf ein Paket von Empfehlungen für eine nachhaltigere Fischerei geeinigt.
Manche Männchen mögen’s warm – Buntbarsche ganz besondersGöttingen, 16.06.2010: Die Männchen unter den Tilapien, den afrikanischen Buntbarschen, geben Gas. Sie wachsen doppelt so schnell wie ihre weiblichen Artgenossen. Für die Fischproduktion macht sie diese biologische Besonderheit zum bevorzugten Geschlecht. Denn so lässt sich der beliebte Speisefisch schnell erzeugen.
Überkapazität der Fangflotte bedroht Bestand des Roten TunsHamburg, 10.02.2010: Die Fangsaison für den im Mittelmeer vom Aussterben bedrohten Roten Tunfisch ist in diesem Jahr vorzeitig beendet. Weil die industriellen Fangflotten der EU ihre jährlichen Quoten bereits nach der Hälfte der vierwöchigen Saison erfüllt hatten, stoppte die zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki gestern die Ringwadenfischerei auf Roten Tun.
Die Artenvielfalt der Meere ist auch unsere LebensversicherungWädenswil, 08.06.2010: Nie zuvor hat sich das Leben auf unserem Planeten so rasch verändert, wie in den vergangenen hundert Jahren. Immer mehr Lebensräume werden unbewohnbar, Tier- und Pflanzenarten sterben in geradezu unheimlichem Tempo aus. Das sensible Ökosystem der Ozeane einst ein Paradies voller Leben gerät zunehmend aus dem Lot.
Traditionelle Rollenbilder bestimmen weiterhin BildungserfolgBrüssel, 08.06.2010: Die Europäische Kommission hat heute eine neue Studie vorgelegt, die der Frage nachgeht, wie die Länder in Europa mit geschlechterspezifischen Ungleichgewichten im Bildungsbereich umgehen. Die Studie belegt, dass es sowohl bei der Studienwahl als auch beim Studienerfolg weiterhin Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt.
Dicker Dorsch, dünner HeringHamburg, 29.05.2010: Der Wissenschaftliche Rat zur Erforschung der Meere (ICES) hat heute seine Bilanz zum Zustand der Fischbestände in der Ostsee und seine Fangempfehlungen für das Jahr 2011 veröffentlicht. Nach Ansicht des WWF signalisieren die Zahlen des ICES vor allem eines: Es gibt keine Entwarnung für die Ostseefische.
Was das Handy nicht kann, kann der Fisch schon lange!Gerlingen, 18.05.2010: Während die Gefährlichkeit des Handys für das menschliche Gehirn nun aufgrund der Auswertungen der seit langem erwarteten Interphone-Studie in Frage gestellt ist, bestätigt sich die Gefährlichkeit von Fischkonsum zunehmend.
Stand: 12. Juli 2008
Erstellt: 12. Juli 2008
Erstellt: 12. Juli 2008




















Druckansicht