Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 9826

Tiere vor der Kälte schützen





Gerlingen, 25.01.2006: Die derzeitige klirrende Kälte nimmt die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) zum Anlass und erinnert Tierhalter, dass sie nach dem Tierschutzgesetz verpflichtet sind, durch geeignete Unterstände ihrem Tier ausreichend Schutz vor Kälte, Wind und Nässe zu geben. Noch viel zu häufig käme es zu Erfrierungen von Gliedmaßen, zu Unterkühlungen oder zum Tode durch Erfrieren bei Pferden, Schafen oder Rindern.


Ein geeigneter Witterungsschutz für diese Tiere muss laut PETA Schutz vor Wind sowie Regen- und Schneestürmen bieten und einen Wärme dämmenden Untergrund aufweisen. Den Tieren in der Freilandhaltung würde weniger die Kälte zusetzen sondern vielmehr seien Unterkühlungen bei Temperaturen um 0°C mit gleichzeitigem Regen und Wind zu erwarten. Dabei könne selbst ein guter Ernährungszustand die Kälte und Nässe nicht kompensieren.

"Auch wir Menschen frieren, wenn wir bei Minustemperaturen nasse Kleider tragen müssen, bei Tieren ist das nicht anders“, so Carola Schmitt von PETA.

Ein Unterstand, der auf 3 Seiten geschlossen sein soll, verhindere die Auskühlung des Körpers bei eisigem Wind und klirrender Kälte und schütze vor Durchfeuchtung des Haarkleides bei anhaltender Nässe.

Auch an herrenlose Katzen denkt PETA: „Wer die Möglichkeit hat, soll in Scheunen oder Gartenlauben einen trockenen Unterschlupf anbieten.“

Besonders in den neuen Bundesländern würden leider noch sehr viele Hunde an Ketten oder in Zwingern gehalten werden. Die Bundeshundehaltungsverordnung schreibe in §4 vor, dass Hunde, die im Freien gehalten werden, Zugang zu einer Schutzhütte aus Wärme dämmendem Material haben müssten. Die Hütte müsse so bemessen sein, dass sich der Hund darin verhaltensgerecht bewegen und hinlegen könne und den Innenraum mit seiner Körperwärme warm halten könne.

PETA fordert die Öffentlichkeit auf, die Fälle von nicht artgerechter Tierhaltung dem örtlichen Tierschutzverein, der Veterinärbehörde, der Polizei oder PETA zu melden.

PETA ist mit über 1 Million Unterstützern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
Autor: PETA Deutschland e.V.
1450 Aufrufe
Stand: 15. Februar 2006
Erstellt: 25. Jänner 2006

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Winter":

Social Bookmarks
Top-News Umwelt und Natur