Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 9616

Erneut Hundefell in Pelzartikel entdeckt





Gerlingen, 22.12.2005: Wie die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. (People for the Ethical Treatment of Animals) mitteilt, hat sie einen weiteren Artikel aus Hundefell entdeckt. Diesmal handelt es sich um ein Haarband, das mit 5 Bommeln Hundepelz versehen ist und von der Firma World of Accessoires in Köln für 16.90 Euro angeboten wurde. Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte PETA, dass bei einer P&C-Filiale in München-Neuperlach ein Pelzjackenkragen aus Hundefell entdeckt wurde.


Wie auch im Falle des P&C ließ PETA das Fell durch das Analyselabor Gene-Facts in Saarbrücken untersuchen; das Ergebnis: Es handelt sich um Hundefell.

"Wer an Weihnachten einen Pelzartikel unter dem Weihnachtsbaum liegen hat muss damit rechnen, dass es Hunde- oder Katzenfell ist. Millionen Hunde und Katzen werden in China zu Tode geknüppelt, mit Drahtschlingen erdrosselt oder ausgeblutet, um aus ihrem Fell Mäntel, Jacken, Besätze an Krägen, Stiefeln, Handschuhen, Kapuzen, Nippes oder anderen Firlefanz zu machen", so PETA.

China ist der weltgrößte Pelzproduzent. Um die Herkunft von Katzen- und Hundefellen bei der Einfuhr nach Europa zu verschleiern, würden Fantasienamen verwendet.

Erst vor kurzem hat das ZDF über die brutale und grausame „Gewinnung“ von Fellen von Haushunden und –katzen in China berichtet. „In winzige Käfige quetscht man ca. zwanzig Katzen oder Hunde, man stapelt sie aufeinander wie Salatköpfe, sie zappeln und zucken, sie sind lethargisch, entkräftet, verwundet. Der Transport geht kreuz und quer durchs Land über Tausende von Kilometern ohne jeglichen Zugang für die Tiere zu Futter oder Wasser. Bis zu 8.000 Hunde und Katzen lädt man auf einen einzigen LKW! Käfige mit lebenden Tieren werden gewöhnlich beim Entladen einfach von ganz oben vom LKW 3-4 Meter nach unten geworfen, wobei sich ein Teil der Tiere die Beine brechen. Die Tiere weisen offene Wunden auf. Viele der Tiere, die wir sahen, trugen noch Halsbänder“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA-Deutschland e.V., der sich vor Ort in China über die Situation informierte.

"Unabhängig davon, dass an jedem Pelz das Blut von Tieren klebt, besteht hier eine eklatante Verbrauchertäuschung,“ so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA-Deutschland e.V.. Gesetzlich sei es nicht notwendig, so Ullmann weiter, Pelzware auszuzeichnen, so dass der normale Verbraucher gar nicht erkennen könne, um was für eine Pelzart es sich handelt. Die Pelze würden so stark bearbeitet werden, dass das natürliche Aussehen kaum mehr gegeben sei. Dadurch denken die meisten Kunden, dass es sich um Kunstpelz handelt.

PETA ist mit über 850.000 Mitgliedern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
Autor: PETA Deutschland e.V.
3997 Aufrufe
Stand: 17. Februar 2006
Erstellt: 22. Dezember 2005

Weiterführende Informationen:

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