DTHW-Wildtierstation hilft Zollfahndung mit der Aufnahme beschlagnahmter Reptilien
München, 16.11.2005: Schon um 7:30 Uhr morgens klingelte das Telefon in der rund um die Uhr besetzten Wildtier- und Artenschutzstation des DEUTSCHEN TIERHILFSWERKS (DTHW) e.V. in Sachsenhagen. Der Zivildienstleistende Janis Reuter nahm den Anruf der Zollfahndung Hamburg entgegen und nach kurzer Absprache mit dem Stationsleiter Dr. Florian Brandes konnte die Aufnahme von 74 eingezogenen Reptilien zugesagt werden.Früh am morgen waren die 50 Jemenchamäleons, 15 Abgottschlangen und 9 Madagassische Taggeckos bei einer Kontrolle entdeckt worden. Da der Besitzer die nach dem Artenschutzrecht erforderlichen Papiere nicht vorweisen konnte, wurden die Tiere sofort beschlagnahmt. Dann allerdings standen die Beamten der Zollfahndung vor dem Problem der Unterbringen dieser vielen Reptilien.
Dank dem umfangreichen Ausbau der Reptilienhaltung in den letzten Jahren ist die DTHW-Wildtierstation in der Lage, Behörden beim Vollzug des Artenschutzes zu helfen und auch eine größere Anzahl von Exoten artgerecht unterzubringen und zu versorgen. Natürlich war es auch für die Mitarbeiter der Wildtierstation eine Herausforderung, innerhalb weniger Stunden genug Terrarien einzurichten und die nötigen Futterinsekten zu beschaffen. Die Tiere werden nun so schnell wie möglich an Zoos und andere öffentliche Einrichtungen zur dauerhaften Pflege weitergegeben. Dazu wird eine Abgabeliste an fast 100 Zoos in ganz Deutschland versandt. Nur wenn es gelingt, die aufgenommenen Tiere stets weiter zu vermitteln, wird es auch künftig möglich sein, die Behörden bei ihrer Arbeit für den Tier- und Aufgrund des zunehmenden Artensterbens kommt dem A. wachsende Bedeutung zu. Artenschutz zu unterstützen.
Das DEUTSCHE TIERHILFSWERK ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperations-partnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Autor: DTHW Pressestelle
Weiterführende Informationen:
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Wenn Touristen zu Schmugglern werdenFrankfurt a. M., 11.07.2010: Was am Urlaubsort als Andenken lockte, entpuppt sich am Zoll als verbotene Ware. Denn ob Korallen, Reptilleder, lebende Reptilien oder Tropenholz-Schnitzereien: Der Kauf falscher Souvenirs kann zum Aussterben von Arten führen.
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Artensterben stoppenBerlin, 03.03.2008: Anlässlich des Tags des Artenschutzes am 3. März hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor einem verstärkten Artensterben gewarnt, wenn die Bundesregierung nicht endlich die europäischen Naturschutzrichtlinien vollständig umsetze. Der Erhalt von mehr als 60 Prozent der nach EU-Recht geschützten Arten sei hierzulande bedroht.
Erdmännchen begeistert über Klimaschutz-InitiativeRostock, 26.10.2007: Damit Nilpferde, Krokodile und Affen sich in ihren Behausungen auch "pudelwohl" fühlen, wird viel Energie benötigt, beispielsweise für tropische Temperaturen in Reptilienhäusern oder Wasserbecken. Die soll in Zukunft wirkungsvoller genutzt und damit eingespart werden das ist das Ziel der Interessengemeinschaft (IG) der Tiergärten Mecklenburg-Vorpommern.
Aus für Kobra & CoMünchen, 24.10.2007: Mit einem neuen Gesetz hat das Land Hessen die Vorreiterrolle im Kampf gegen die Haltung gefährlicher Wildtiere übernommen. Zahlreiche bissige und giftige Tiere dürfen seit dem 9. Oktober in Hessen von Privatpersonen nicht mehr gehalten werden. Die Artenschutzorganisation PRO WILDLIFE begrüßt diesen Schritt:
Der grausame Handel mit der Ware TierGerlingen, 04.10.2007: Zum Welttierschutztag am 4. Oktober veröffentlicht die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. eine Recherche, die erschreckende Zustände in deutschen Zootierfachhandlungen aufdeckt. Über zwei Jahre lang wurde im Auftrag von PETA verdeckt ermittelt und die nun veröffentlichten Bilder zeigen die erschreckende Normalität hinter der sauberen Fassade des deutschen Zootierfachhandels:
Giftattacke im KinderzimmerMünchen, 25.09.2007: Deutschlands Giftnotrufzentralen verzeichneten im vergangenen Jahr weit über 700 Unfälle mit giftigen Haustieren. Einer Datenerhebung von PRO WILDLIFE zufolge sind in knapp 60 Prozent der Fälle Giftschlangen die Ursache. "Angesichts der ca. 250.000 Riesen-, 100.000 Giftschlangen und einer unbekannten Zahl Krokodilen, Skorpionen und Giftfischen unter deutschen Dächern ist dringend ein Halteverbot ...
Flüsse, Seen und Feuchtgebiete erleben rapiden ArtenschwundFrankfurt a. M., 21.05.2007: Nach Berechnungen des WWF ist der so genannte Living Planet Index aller Arten, die in und an Süßwasser-Ökosystemen leben, seit 1970 um 28 Prozent zurückgegangen. Rechnet man die Vogelwelt heraus, hat der dramatische Abwärtstrend sogar bereits die Hälfte aller Arten erfasst (Säugetiere, Amphibien, Reptilien und Fische).
Stand: 19. Februar 2006
Erstellt: 16. November 2005
Erstellt: 16. November 2005




















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