Inserate
Top-News Umwelt und Natur
Kein Safer Sex im Spinnennetz!
Bauernverband Rheinland-Pfalz Süd will mit der Bundeswehr Krieg gegen Wildschweine führen
Japan: Jagd auf Delfine geht wieder los
Rehabilitations-Programm setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen die Ausrottung der Orang-Utans
„Abenteuer Faltertage“: Mit Stift und Zählbogen in die Natur
Tierischer Shootingstar: Wolf tapst in WWF-Fotofalle
Leben auf Umweltkredit
Die Heuschrecken auf dem Biesenhorster Sand Pflegeeinsätze zeigen Erfolge
Aktivisten decken Walfangskandale auf den Färöer-Inseln auf
Russlands brennende Probleme
Bauerfeind moderiert Umweltpreis
Katzen: Eine ganze Tierfamilie in Gefahr
Stoppt das Massaker an Grindwalen auf den Färöer-Inseln
Bedrohte Fluss-Giganten
Walschützer gehen in die „Höhle des Löwen“ auf den Färöer-Inseln
Korruption im Land der Tiger
Loki Schmidt ehrt Mainzer Naturschützer für Projekte zur Artenvielfalt
Umweltzerstörung kostet laut Studie bis zu 4,5 Billionen Dollar
Alarmzeichen Algenblüte in der Ostsee
Berlin hat eine neue Brutvogelart – Die Silbermöwe Großmöwe erobert ungewöhnlichen städtischen Lebensraum
Inserate
Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 9393

DTHW-Wildtierstation hilft Zollfahndung mit der Aufnahme beschlagnahmter Reptilien

München, 16.11.2005: Schon um 7:30 Uhr morgens klingelte das Telefon in der rund um die Uhr besetzten Wildtier- und Artenschutzstation des DEUTSCHEN TIERHILFSWERKS (DTHW) e.V. in Sachsenhagen. Der Zivildienstleistende Janis Reuter nahm den Anruf der Zollfahndung Hamburg entgegen und nach kurzer Absprache mit dem Stationsleiter Dr. Florian Brandes konnte die Aufnahme von 74 eingezogenen Reptilien zugesagt werden.



Früh am morgen waren die 50 Jemenchamäleons, 15 Abgottschlangen und 9 Madagassische Taggeckos bei einer Kontrolle entdeckt worden. Da der Besitzer die nach dem Artenschutzrecht erforderlichen Papiere nicht vorweisen konnte, wurden die Tiere sofort beschlagnahmt. Dann allerdings standen die Beamten der Zollfahndung vor dem Problem der Unterbringen dieser vielen Reptilien.

Dank dem umfangreichen Ausbau der Reptilienhaltung in den letzten Jahren ist die DTHW-Wildtierstation in der Lage, Behörden beim Vollzug des Artenschutzes zu helfen und auch eine größere Anzahl von Exoten artgerecht unterzubringen und zu versorgen. Natürlich war es auch für die Mitarbeiter der Wildtierstation eine Herausforderung, innerhalb weniger Stunden genug Terrarien einzurichten und die nötigen Futterinsekten zu beschaffen. Die Tiere werden nun so schnell wie möglich an Zoos und andere öffentliche Einrichtungen zur dauerhaften Pflege weitergegeben. Dazu wird eine Abgabeliste an fast 100 Zoos in ganz Deutschland versandt. Nur wenn es gelingt, die aufgenommenen Tiere stets weiter zu vermitteln, wird es auch künftig möglich sein, die Behörden bei ihrer Arbeit für den Tier- und Artenschutz zu unterstützen.

Das DEUTSCHE TIERHILFSWERK ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperations-partnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Autor: DTHW Pressestelle

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Reptilien":
Teure Suchaktion nach drei Meter langer Boa ConstrictorTeure Suchaktion nach drei Meter langer Boa Constrictor
Graz / Gerlingen, 27.07.2010: In einem Grazer Wohngebiet entkam am Sonntagabend eine drei Meter lange Würgeschlange ihrem Besitzer. Eine groß angelegte Suchaktion mit Wärmebildkamera und rund 50 Polizeischülern und Helfern verlief bislang erfolglos.
170 kg schwerer Alligator bricht aus Zirkus-Reptilienshow aus170 kg schwerer Alligator bricht aus Zirkus-Reptilienshow aus
Frankfurt a.M. / Gerlingen, 12.07.2010: Laut Medienberichten saß am frühen Samstagmorgen in Frankfurt am Main ein drei Meter langes Krokodil am Straßenrand. Es war aus einem Zirkus ausgebrochen. Drei Streifenwagen waren im Einsatz, um das gefährliche Reptil einzufangen.
Wenn Touristen zu Schmugglern werdenWenn Touristen zu Schmugglern werden
Frankfurt a. M., 11.07.2010: Was am Urlaubsort als Andenken lockte, entpuppt sich am Zoll als verbotene Ware. Denn ob Korallen, Reptilleder, lebende Reptilien oder Tropenholz-Schnitzereien: Der Kauf falscher Souvenirs kann zum Aussterben von Arten führen.
Artenschutz aufgehoben? - Ausverkauf in Madagaskar?Artenschutz aufgehoben? - Ausverkauf in Madagaskar?
München/Genf, 17.04.2009: Madagaskars einzigartige Artenvielfalt ist bedroht: Tierschmuggler nutzen das derzeitige politische Chaos, um unbehelligt bedrohte Arten außer Landes zu schaffen. Dennoch diskutiert der Tierausschuss des Washingtoner Artenschutzübereinkommens ab dem 20. April in Genf, das bisherige Handelsverbot für dutzende Reptilienarten aufzuheben.
Artensterben stoppenArtensterben stoppen
Berlin, 03.03.2008: Anlässlich des Tags des Artenschutzes am 3. März hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor einem verstärkten Artensterben gewarnt, wenn die Bundesregierung nicht endlich die europäischen Naturschutzrichtlinien vollständig umsetze. Der Erhalt von mehr als 60 Prozent der nach EU-Recht geschützten Arten sei hierzulande bedroht.
Erdmännchen begeistert über Klimaschutz-InitiativeErdmännchen begeistert über Klimaschutz-Initiative
Rostock, 26.10.2007: Damit Nilpferde, Krokodile und Affen sich in ihren Behausungen auch "pudelwohl" fühlen, wird viel Energie benötigt, beispielsweise für tropische Temperaturen in Reptilienhäusern oder Wasserbecken. Die soll in Zukunft wirkungsvoller genutzt und damit eingespart werden – das ist das Ziel der Interessengemeinschaft (IG) der Tiergärten Mecklenburg-Vorpommern.
Aus für Kobra & CoAus für Kobra & Co
München, 24.10.2007: Mit einem neuen Gesetz hat das Land Hessen die Vorreiterrolle im Kampf gegen die Haltung gefährlicher Wildtiere übernommen. Zahlreiche bissige und giftige Tiere dürfen seit dem 9. Oktober in Hessen von Privatpersonen nicht mehr gehalten werden. Die Artenschutzorganisation PRO WILDLIFE begrüßt diesen Schritt:
Der grausame Handel mit der Ware TierDer grausame Handel mit der Ware Tier
Gerlingen, 04.10.2007: Zum Welttierschutztag am 4. Oktober veröffentlicht die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. eine Recherche, die erschreckende Zustände in deutschen Zootierfachhandlungen aufdeckt. Über zwei Jahre lang wurde im Auftrag von PETA verdeckt ermittelt und die nun veröffentlichten Bilder zeigen die erschreckende Normalität hinter der sauberen Fassade des deutschen Zootierfachhandels:
Giftattacke im KinderzimmerGiftattacke im Kinderzimmer
München, 25.09.2007: Deutschlands Giftnotrufzentralen verzeichneten im vergangenen Jahr weit über 700 Unfälle mit giftigen Haustieren. Einer Datenerhebung von PRO WILDLIFE zufolge sind in knapp 60 Prozent der Fälle Giftschlangen die Ursache. "Angesichts der ca. 250.000 Riesen-, 100.000 Giftschlangen und einer unbekannten Zahl Krokodilen, Skorpionen und Giftfischen unter deutschen Dächern ist dringend ein Halteverbot ...
Flüsse, Seen und Feuchtgebiete erleben rapiden ArtenschwundFlüsse, Seen und Feuchtgebiete erleben rapiden Artenschwund
Frankfurt a. M., 21.05.2007: Nach Berechnungen des WWF ist der so genannte Living Planet Index aller Arten, die in und an Süßwasser-Ökosystemen leben, seit 1970 um 28 Prozent zurückgegangen. Rechnet man die Vogelwelt heraus, hat der dramatische Abwärtstrend sogar bereits die Hälfte aller Arten erfasst (Säugetiere, Amphibien, Reptilien und Fische).

Stand: 19. Februar 2006
Erstellt: 16. November 2005